» » 10 Tipps, wie Sie einen Trotzanfall überstehen
Trotzphase 23. September 2015 0

Tipps & Ratschläge


Im Alter zwischen 1,5 und 4 Jahren kommen Kinder in die Trotzphase. Diese Entwicklungsphase ist geprägt von spontanen Zornausbrüchen und dient dem Kind dazu, den eigenen Willen auszubilden und mit Konflikten, Frustrationen und Spannungen umgehen zu lernen. Für Eltern ist die Trotzphase belastend und stellt erhöhte Anforderungen an Erziehung und Geduld.

Grundlegende Tipps zur Bewältigung eines Trotzanfalls

1. Nehmen Sie Trotzanfälle nicht persönlich: Ihr Kind probiert aus, wie und wie weit es seinen Willen durchsetzenkann. Es wird förmlich von der Wut überrollt und ist seinen eigenen Gefühlen nicht gewachsen. Der Trotz dient nicht dazu, Sie zu ärgern.

2. Hören Sie Ihrem Kind aktiv zu und bringen Sie in Erfahrung, worum es bei dem Wutanfall geht. Vielleicht können Sie Ihrem Kind helfen, die Ursache des Trotzes zu beseitigen.

Trotzanfall3. Fordern Sie das erwünschtes Verhalten nur einmal und in klaren Botschaften ein. Hat sich ein Kind in einen Wutanfall hinein gesteigert, erreichen Sie mit Bitten, Schreien und Schimpftriaden nichts mehr. Die besten Chancen, zu dem Kind vorzudringen haben Sie, wenn Sie konkret Ihre Forderungen ansprechen (z.B.: „Sei leise!“).

4. Schimpfen Sie ruhig und sachlich
Wenn Sie unerwünschtes Verhalten tadeln, sprechen Sie das Verhalten an (z.B.: „Du hast das Spielzeug auf den Boden geworfen…“) und sprechen Sie die Folgen aus („…deswegen nehme ich es jetzt weg!“). Vermeiden Sie verletzende Äußerungen über das Kind (z.B.: „Immer machst Du Deine Spielsachen kaputt“)

5. Lenken Sie das Kind ab
Finden Trotzanfälle in der Öffentlichkeit statt, setzen Sie die Eltern besonders unter Druck. Wenn das Kind unbedingt in den Spielzeugladen gehen will, können sie es vielleicht mit dem vorbei laufenden Hund ablenken.

6. Ignorieren Sie das Verhalten
Steigert sich ein Kind in einen Trotzanfall hinein, helfen oft weder Erziehungsmaßnahmen noch Ermahnungen. Verlassen Sie den Raum oder gehen Sie ein Stück weiter weg und warten sie, bis sich Ihr Kind beruhigt hat.

7. Reden ist Silber, Handeln ist Gold
Es gibt Situationen, in denen Sie nicht auf die Wünsche des Kindes Rücksicht nehmen können (z.B.: ein Arzttermin), dann müssen Sie Ihre Forderungen mit sanfter Gewalt durchsetzen.

Wut8. Seien Sie konsequent
Am besten sprechen Sie Konsequenzen vorher mit Ihrem Kind ab (z.B.: „Wenn Du auf dem Spielplatz mit Sand wirfst, gehen wir nach Hause.“). Zeigt das Kind das unerwünschte Verhalten, müssen sie die Konsequenzen zeitnah umsetzen.

9. Seien Sie geduldig mit sich selbst
Perfekte Eltern wären als Vorbilder für ihre Kinder eine Zumutung. Seien Sie nicht zu kritisch, wenn Sie das Gefühl haben, einen Fehler gemacht zu haben.

10. Loben Sie erwünschtes Verhalten
Beobachten Sie Ihr Kind. Meistert es schwierige Situationen ohne Trotzanfall (z.B.: am Süßigkeitenregal vorbei zu gehen), dann loben sie es sofort.

Fazit

Die Trotzphase ist eine anstrengende Zeit. Fahren Sie Ihre Ansprüche etwas zurück und beschränken Sie sich auf die wichtigsten Regeln. Kinder sammeln in der Trotzphase viele Erfahrungen, die für ihre Entwicklung wichtig sind. Nur eines dürfen Kinder nicht lernen: „Wenn ich lange genug trotze, setze ich meinen Willen durch!“

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