» » 8. Lebensmonat: Im eigenen Tempo aktiv durch die Welt
krabbeln 18. Februar 2016 0

Tipps & Ratschläge


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Das Baby krabbelt oder robbt im achten Lebensmonat mit Vorliebe. Voller Freude wird die Umwelt aktiv entdeckt. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Entwicklungsschritte die Natur während dieser aufregenden Zeit außerdem vorgesehen hat.

Sitzend und rollend die Welt erkunden

Jedes Kind folgt seinem eigenen Rhythmus. So beginnen Babys im achten Lebensmonat, für mindestens eine Minute lang frei zu sitzen. Quietschvergnügt entdecken sie dabei ihre Umwelt. Im Liegen geht es jedoch auch rund. Im letzten Drittel des ersten Lebensjahres drehen sich Kinder in Bauchlage um die eigene Achse. Auf diese Weise versuchen sie, den Gegenstand ihrer Wahl selbst zu ergattern. Es ist wichtig, dass Eltern während dieser Phase besonders auf die Zeichen ihres Sonnenscheins achten. Dabei gilt vor allem, dass er allein den Zeitpunkt spielendes ersten Sitzens oder Drehens bestimmt. Instinktiv nehmen die Kinder wahr, welcher Entwicklungsschritt folgt. Beispielsweise benötigen sie eine gut ausgebildete Rückenmuskulatur, damit sie ab dem achten Lebensmonat selbstständig sitzen können. Dies wiederum gibt den Startschuss für die erste Mahlzeit mit dem Löffelchen. Schließlich hat das Kind zu diesem Zeitpunkt endlich seine Händchen beim Sitzen frei. Neben einem täglichen Gemüsebrei, eventuell mit etwas Fleisch, erhalten Babys im 8. Monat noch circa drei Milchmahlzeiten. Kinderärzte und Hebammen empfehlen zudem, langsam einen Milch-Getreide-Brei einzuführen. Alternativ darf es ein Brei aus Getreide und Obst sein, wenn Allergien in der Familie aufgetreten sind. Darüber hinaus bieten ungesüßte Kräutertees oder stilles Mineralwasser eine gute Ergänzung, um die Beikost im 8. Lebensmonat sanft weiterzuführen. Auf Gemüse- und Obstsäfte sollte noch verzichtet werden.

Lernen durch Beobachtung

Ab dem letzten Drittel des ersten Lebensjahres verfolgen Kleinkinder die Tätigkeiten Erwachsener mit einem aufmerksamen Blick. Dabei beobachten sie nicht nur. Vielmehr nehmen sie ihre Umwelt mit allen Sinnen wahr. Wie hört sich das an? Wie riecht es? Immer wieder vergleichen Kinder dabei mit ihrem bereits Erlernten. Kommen beispielsweise fremde Personen mit ins Spiel, zeigen sich Babys im 8. Lebensmonat vorerst skeptisch. Die berühmte Fremdel-Phase nimmt hier deutlich ihren Lauf. Betritt eine unbekannte Person beispielsweise den Raum der Krabbelgruppe, wird sich das Baby von seinem Spielzeug abwenden und in die sichere Nähe von Mama krabbeln. Auf deren Schoß lässt sich das Szenarium von Weitem betrachten. Sobald sich das Baby wieder sicher fühlt, beginnt es von allein, sich wieder dem Spielen zu widmen. Es ist empfehlenswert, diese natürlichen Reaktionen des Kindes nicht zu belächeln. Vielmehr unterstützen Eltern ihr Baby, indem sie kurz und ruhig die vermeintlichen Ängste benennen. Dies gilt im Übrigen auch, wenn Fremde unbedingt das Kind anfassen wollen.

Mobilität und ihre Herausforderungen

familieMama und Papa fördern ihr Kind während des achten Lebensmonats am Besten, indem sie neue Freiheiten gewähren. Es ist abzusehen, dass das Krabbelkind damit beginnt, sich an Sofas, Stühlen oder Schränken hochzuziehen. Eine kindgerechte Wohnung ist ab dem 8. Monat nicht nur nett und sicher eingerichtet. Vielmehr gilt es, babyfreundliche Möbelstücke zu wählen. In jedem Zimmer darf eine Schublade oder ein spannendes Schränkchen mit etwas Kinderspielzeug warten. Auf diese Weise zeigen Eltern ihrem Kind vor allem auch, dass es ein wichtiges Mitglied der Familie ist. Gleichzeitig lernt der Wonneproppen schrittweise, kleine Grenzen einzuhalten. Nicht zuletzt vereinfachen sich Eltern den Alltag, da das Kind in jedem Raum der Wohnung eine kleine, sichere Ecke zum Entdecken hat. Während dessen kann den Haushaltspflichten in aller Ruhe nachgegangen werden.

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