» » Ab wann darf ich meinem Baby Wasser geben?
kleines Kind 13. September 2019 0

Tipps & Ratschläge


Jeder Mensch benötigt Flüssigkeit, um Körperfunktionen aufrecht erhalten zu können. Bei Säuglingen unterscheidet sich jedoch der Bedarf und auch die Verträglichkeit, wenn wir diese mit Kindern und Erwachsenen vergleichen. Die Empfehlung von Kinderärzten: Babys sollten vor dem 6. Lebensmonat kein zusätzliches Wasser zur Muttermilch erhalten. Diese weist einen Wasseranteil von über 80 Prozent auf, hat alle wichtigen Nährstoffe und reicht vollkommen aus, um den Bedarf an Flüssigkeit zu decken. Wichtig: Wer seinem Baby schon Wasser verabreicht, riskiert eine Wasservergiftung! Aus diesem Grund sollten Eltern sich an die allgemeinen Empfehlungen der Ärzte halten.

Sollte ein Säugling im Sommer Wasser bekommen?

muttermilchAn warmen Tagen schwitzen wir intensiver und verspüren auch mehr Durst. Unser Körper verlangt Flüssigkeit und das Bedürfnis ein kaltes Glas Wasser zu trinken kommt ganz automatisch auf. Natürlich sind auch Babys durstiger. Hier achten Mütter darauf, dass die Kleinen öfter an die Brust kommen (oder Muttermilchersatz erhalten). Sie werden ein wenig mehr – meist aber kurz – trinken, um ihren Durst zu stillen.

Durchfall, Fieber & Co.

Sind die Kleinen krank, leiden sie unter Fieber und Durchfall, ist das eine Ausnahmesituation für den Körper. Hier achten Eltern darauf, dass sie die Flüssigkeitszufuhr anpassen. Der kleine Körper ist gestresst, verliert viel Wasser und wichtige Nährstoffe. Ein individueller Plan kann zusammen mit den behandelnden Arzt ausgearbeitet werden. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, dass das Baby die Flüssigkeit bekommt, die es benötigt, um sich schnell regenerieren zu können.

Wann geht es richtig los mit der Wasserzufuhr?

Die Faustregel für die Wasserzufuhr für Babys lautet: Je mehr Beikostmahlzeiten das Kind bekommt (ungefähr ab dem 7. Monat werden es bis zu drei Mahlzeiten sein), desto höher der Bedarf an Wasser. Der Grund: Die Milchmahlzeiten – Stillen und Fläschchen geben – werden reduziert, sodass auch die Flüssigkeitszufuhr sinkt. Eltern orientieren sich dafür beispielsweise am Körpergewicht der Kleinen. Ungefähr 1/6 des Körpergewichts sollte als Orientierungswert für die Trinkmenge gelten. Auch individuelle Faktoren sind zu berücksichtigen: Ist das Kind besonders aktiv und strengt sich körperlich an?

Wenn Wasser gefährlich wird

Kinder unter 6. Monaten können zu viel Flüssigkeit nicht richtig verarbeiten. Die Nierenfunktionen sind noch nicht richtig ausgebildet, sodass es zu einer ernsten Gefahr wird, wenn sie trotzdem Wasser erhalten! Im Ernstfall kann es zu einer Vergiftung im Körper kommen, da der Körper noch nicht in der Lage ist, um dagegen anzukämpfen. Deshalb gilt: Einem Säugling sollte niemals zu viel Flüssigkeit verabreicht werden – auf Wasser können Eltern bis zu einem halben Jahr nach der Geburt verzichten, da die Muttermilch bereits alles Wichtige erhält!

Fazit

Kinder benötigen nach der Geburt kein zusätzliches Wasser, die Muttermilch ist vollkommen ausreichend! Ärzte warnen vor einer Wasservergiftung. Erst ab dem 7. Lebensmonat kann sich der Bedarf verändern. Je nachdem, ob die Kleinen schon mehr Beikost erhalten, benötigen sie auch mehr Flüssigkeit. Hierfür eignen sich auch ungesüßte Tees und verdünnte Säfte – natürlich alles Baby-gerecht und ohne Zucker und schädliche Inhaltsstoffe!

Bewerten Sie diesen Artikel
Bewertung 0 / 5 (0 votes cast)
0RETWEETSTweet
0GOOGLE +1+1
0SHARESTeilen

Ähnliche Artikel

Kommentare0

Schreibe einen Kommentar

Neu in Tipps & Ratschläge