» » Ausgewogene Ernährung für Babys - Brei und Fingerfood
Nahrung selber machen 22. Februar 2019 0

Tipps & Ratschläge


Die Beikosteinführung fürs Baby sollte schonend und ausgewogen stattfinden. Nutzen Sie Brei zur Gemüseeinführung und zum Sattessen. Fingerfood sollte zur haptischen Erfahrung der Lebensmittel und zum Kauerlebnis beitragen. Achten Sie bei der Beikosteinführung darauf, dass Ihr Kind einen entspannten, wachen, gesunden und nicht hungrigen Eindruck macht.

Brei – zur Gemüseeinführung und zum Sattessen

Verwenden Sie Brei anfangs zur Einführung der einzelnen Lebensmittel und im späteren Verlauf immer mehr zur Nährstoffaufnahme und zum Sattessen. Darunter versteht man, dass das Kind sich hauptsächlich von nicht breihaltigen Lebensmitteln ernährt. Da es anfangs noch nicht die notwendigen Mengen an Obst, Baby BreiGemüse, Getreide oder Fleisch zu sich nehmen kann, muss jede Mahlzeit mit Brei ergänzt werden. Nur durch die Kombination aus Brei und Fingerfood erhält das Baby genügend Nährstoffe zum Wachsen und Entwickeln.

Breiherstellung

Stellen Sie den Brei aus frischen Zutaten selbst her. Beginnen Sie mit den Gemüsesorten, die wenig Fruchtzucker enthalten, wie Zucchini oder Pastinake. Anfangs hat Ihr Kind viel ausgeprägtere Geschmacksnerven und schmeckt alles intensiver. Zudem kennt es nur die Milchnahrung. Deshalb wird es alles essen, was neu ist. Alles Neue wird zuerst auch wieder ausgespuckt und betrachtet. Das ist ganz normal.

Beim weiteren Einführen können Sie die einzelnen Obst- und Gemüsesorten zunehmend kombinieren. Zur Breiherstellung eignen sich die Rezepte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Verwenden Sie einen Dampfdrucktopf mit Siebeinsatz, um die Zutaten schonend und schnell zu garen. Dadurch bleiben alle wichtigen Inhaltsstoffe erhalten. Geben Sie anschließend den Brei in Eiswürfelportionierern. Lagern Sie ihn im Kühlfach. Erstellen Sie immer eine größere Menge Brei. Dadurch sparen Sie Arbeit. Durch die kleinen Eiswürfel bleibt die Zielmenge des benötigten Breis variabel. Für größere Zielmengen können Sie den Brei auch in Einfrierdosen portionieren. Erwärmen Sie ihn vor Gebrauch in der Mikrowelle oder im Wasserbad.

Fingerfood – Haptik & Kauerlebnis

Unter Fingerfood versteht man alles, was ihr Kind in Form von Sticks oder Gebäck in die Hand nehmen kann. Unter Sticks fallen Brotsticks, gegarte Gemüsesticks oder auch gegarte Obststicks. Stellen Sie diese Sticks durch Schälen und Schneiden her, damit diese wie „Pommes“ aussehen. Diese Form kann von Kindern am besten koordiniert werden. Garen Sie die Sticks im Dampfdrucktopf.

Babys NahrungGeben Sie Ihrem Kind bei der Einführung von Festnahrung von Beginn an Fingerfood zum Essen. Dadurch kann das Kind die Mund-Hand-Koordination weiter schulen. Durch das Nuckeln an Händen und Füßen sind ihm die Bewegungen, von der Hand in den Mund bereits bekannt. Es kann die Lebensmittel einzeln haptisch erfassen. Ihr Kind lernt dabei die verschiedenen Konsistenzen, Aggregatzustände und Farben kennen. Auf dem Gaumen wird jedes neue Lebensmittel zum Kauerlebnis.
Umso früher das Kind lernt, seinen Kiefer für Kaubewegungen zu benutzen, umso weniger Probleme entstehen beim Schlucken. Das Baby lernt von Beginn an alle Bewegungen im Mund: Kauen, Schlucken und die Koordination von Zunge und Nahrung. Mit einem halben Jahr kann jedes Baby von Beginn an mit den Kieferknochen kleine Mengen an Festnahrung zermahlen.

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