Stillende Mütter haben mit vielen Herausforderungen im Alltag zu kämpfen. Der Körper regeneriert sich langsam von der Schwangerschaft, die Rückbildung steht an und das Baby will umsorgt werden. Damit Mamas jetzt körperlich fit sind und vollwertige Muttermilch produzieren können, müssen sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten. Man bedenke: Alles, was in unserem Magen landet, kann auch die Muttermilch beeinflussen und somit unseren kleinen Liebling. Eine bewusste Ernährung während der Stillzeit ist deshalb gefragt.

Diese Lebensmittel sind erlaubt

Wer stillt, setzt auf Frische und einen hohen Nährstoffgehalt. Gemüse und Obst gehören zu den Grundnahrungsmitteln, die uns jetzt wertvolle Vitamine liefern. Bei Zitrusfrüchten sollten wir allerdings auf die Bremse treten. Der hohe Säuregehalt von Äpfeln, Kiwis oder Orangen kann sich auf die Muttermilch auswirken. Auch einige Gemüsearten genießen wir nur in Maßen oder verzichten auf sie. Dazu gehören vor allem Knoblauch, Lauch Stillenund Zwiebeln. Die Muttermilch kann den intensiven Geschmack dieser Lebensmittel annehmen und das Kind verweigert möglicherweise die Nahrungsaufnahme. Gemüse, welches auf jeden Fall erlaubt ist und keinen Blähbauch verursacht: Brokkoli und Blumenkohl.

Gesunde Ballaststoffe

Auch Vollkornprodukte, Getreide und Kartoffeln sind eine nahrhafte Quelle für stillende Mütter. Sie sättigen und liefern ausreichend Ballaststoffe. Verspüren wir einen großen Hunger und können wir mehr als üblich von diesen Lebensmitteln essen, ist das kein schlechtes Zeichen. Im Gegenteil: Der Mehrbedarf steigt während der Stillzeit um etwa 500 Kalorien und sollte gedeckt werden. Gesunde Sättigungsbeilagen helfen bei der Gewichtsabnahme und liefern Energie für den Alltag während der Stillzeit. Sie halten unseren Blutzuckerwert stabil und können Heißhunger verhindert. Unter- oder Übergewicht kann die Produktion der Muttermilch hemmen. Umso wichtiger, dass wir auf gesunde Kohlenhydrate setzen und uns langsam unserem Normalgewicht nähern.

Zufuhr an Jod erhöhen

Während der Stillzeit benötigen Mutter und Kind Jod. Deshalb stellen stillende Mamas sicher, dass sie ausreichend Jod über ihre Nahrung aufnehmen. Wichtig ist der Grundstoff als Schilddrüsenhormon, welches Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns nimmt. Vor allem Fisch liefert uns ausreichend davon. Makrele, Seelachs und auch Kabeljau geben genügend Jod an unseren Körper ab. Die allgemeine Empfehlung für stillende Mütter: Fisch kann und sollte etwa zweimal in der Woche auf dem Speiseplan stehen. Plus: Omega 3-Fette gehören zu den wichtigsten Bestandteilen unserer Muttermilch und sich auch im Fisch ausreichend vorhanden.

Fazit

stillenWer sich während der Stillzeit gesund, frisch und abwechslungsreich ernährt, macht alles richtig. Allerdings sollten wir auf einige Lebensmittel verzichten, wenn wir unser Baby noch über die Muttermilch ernähren. Koffein, Drogen und Alkohol sind während der Stillzeit tabu. Koffein in unserem Körper kann dazu führen, dass auch die kleinen unruhig werden, nicht schlafen können und sich unwohl fühlen. Alkohol und andere Drogen schaden uns und unserem Baby nicht nur während oder nach der Schwangerschaft – auf diese verzichten wir auch sonst, um einen gesunden Alltag genießen zu können. Schließlich gilt: Was wir konsumieren, kann auch im Körper der Kleinen landen und ihre Entwicklung beeinflussen.

Während der Schwangerschaft erlebt der Körper der Frau eine ungewöhnliche Belastung. Muskeln, Sehnen und Bänder dehnen sich aus, Organe und Blutgefäße sind eingeengt. Nach der Geburt erholt sich der Körper von dieser Belastung, die Gebärmutter bildet sich zurück. Wichtig ist jetzt, den natürlichen Rückbildungsprozess durch Übungen zu unterstützen. Spezielle Kurse geben frischgebackenen Müttern die Möglichkeit dafür. Die Kosten für die ersten Stunden übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Einige Mütter entscheiden sich jedoch für die Rückbildung von Zuhause aus.

Das passiert bei der Rückbildung

Ziel der Rückbildung ist es, dass die Tiefenmuskulatur und Beckenboden gekräftigt werden. Wird die Rückbildung nicht unterstützt, kann es schlimmstenfalls zur Inkontinenz kommen. Deshalb beginnen Mütter nach etwa 6 Wochen mit den ersten Übungen. Gab es einen Kaiserschnitt, soll erst 10 Wochen später die Rückbildung beginnen.Schwanger mit Partner

Der Körper nimmt während dieser Phase langsam wieder die alte Form an. Wer diese Phase jedoch starten will, lässt sich davor gynäkologisch untersuchen. Hierbei stellt der Arzt fest, ob noch Geburtsverletzungen vorhanden sind. Achtung: Der Rückbildungsprozess dient in erster Linie der körperlichen Gesundheit der Frau. Er bedeutet nicht automatisch, dass wir mit dem Abnehmen beginnen. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte dies – Schritt für Schritt und in gesundem Maße – in Angriff nehmen, wenn große Stressphasen vorbei sind.

Diese Übungen helfen von zuhause aus

Die Rückbildung von Zuhause aus durchzuführen hat viele Vorteile:

  • ine flexible Zeiteinteilung
  • das Baby bleibt in der Nähe, Mütter haben ein ruhiges Gewissen
  • Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden, in gewohnter Umgebung

Wichtig ist allerdings, eine Regel zu beachten: langsam beginnen. Wer sich überanstrengt, riskiert Verletzungen.

Eine einfache Übung sind Liegestütze auf Knien, die den Körper nicht zu sehr belasten und zugleich die Rückbildung unterstützen: Hände flach auf den Boden legen, während die Knie ebenfalls den Boden berühren. Oberschenkel und Bauch bilden einen rechten Winkel, Beckenboden und Bauchnabel werden angespannt. Beim Einatmen drücken wir uns langsam runter, Kopf Richtung Boden. Beim Ausatmen kommen wir wieder hoch.

MutterEine zweite Übung: der Bauchlift. Kopf auf einen Kissen legen, mit dem Rücken zum Boden. Die Beine liegen gerade auf dem Boden und werden zusammengepresst. Übrigens: Die Kleinen können jetzt dabei sein. Das Baby darf auf dem Bauch der Mutter liegen und festgehalten werden. Bei dieser Übung werden Po und Beckenboden gegen den Boden gepresst und es wird ausgeatmet. Beim einatmen wölbt sich der Bauch, das Baby wird etwas gehoben. Die Übung darf einige Male wiederholt werden.

Die letzte Übung: der Katzenbuckel. Hände und Knie berühren den Boden – wie bei den Liegestützen auf den Knien. Beim tiefen Einatmen wird ein Hohlkreuz gebildet. Beim Ausatmen kommen wir wieder in die Ausgangsposition zurück – machen jetzt jedoch einen „Katzenbuckel“ nach oben. Hierbei wird der Bauch angespannt. Auch diese Übung kann mehrmals wiederholt werden.

Fazit

Die Rückbildung nach der Geburt funktioniert auch von Zuhause auch. Mütter sollten sich jedoch nicht mit einem zu straffen Programm überfordern. Wer mit den Übungen beginnen möchte, klärt dies vorher mit seinem Gynäkologen ab. Sind keine Verletzungen oder Auffälligkeiten vorhanden, darf es losgehen.

Wenn der Winter naht, ist es an der Zeit, sich Gedanken zur Kleidung des Babys zu machen. Winterkleidung sollte nicht nur warm, sondern auch bequem sein. Außerdem gibt es einige Accessoires, die man im Kleiderschrank des Kindes haben sollte. Hier stellen wir alle Tipps vor.

Auf den Stoff kommt es an

winterObwohl wir den Winter mit einem kuschelig warmen Pullover aus dicker Wolle assoziieren, ist das für Babys keine so gute Idee. Dicke Wolle kratzt an der Haut und das kann an kalten Tagen besonders unangenehm für die Kleinen werden. Eltern setzen deshalb am besten auf Kunstfasern im Winter. Beispiel: Polyester. Der Vorteil des Kunststoffs ist, dass es er schnell trocknet und in der Lage ist, Feuchtigkeit schnell abzutransportieren. Die Kleinen schwitzen jetzt weniger und werden gleichzeitig warmgehalten. Ein weiterer Vorteil: Die Kunstfaser ist besonders pflegeleicht und einfach zu waschen. Für viele Eltern eine Erleichterung, da der häufige Kleiderwechsel zum Alltag mit Kind selbstverständlich dazugehört.

Welche Mode ist jetzt richtig?

Im Winter setzen wir auf mehrere Lagen Kleidung. Nach diesem Prinzip dürfen wir jetzt auch unser Baby einpacken. Der Grund: Zwar hält ein einziger, dicker Pullover das Kind warm, aber nicht so warm, wie es bei dem „Zwiebel-Look“ der Fall ist. Mehrere Schichten sind deshalb sinnvoll und können bei Bedarf auch flexibel an- oder ausgezogen werden. Der Lagen-Look hat noch einen besonderen Vorteil: Es kann passieren, dass das Baby zu schwitzen beginnt, sobald es etwas wärmer wird. Damit es jedoch keinen Kälteschock erleidet oder krank wird, sobald wir es ausziehen, können wir die Kleidung Schicht für Schicht ablegen. So kann sich der kleine Körper an die Raum- oder Außentemperatur langsam gewöhnen.

Kopfbedeckung nicht vergessen

Säuglinge besitzen eine besonders dünne Hautschicht und der Körper ist noch nicht in der Lage, um die Temperatur selbst zu regulieren. Besonders im oberen Bereich des Körpers wird es kritisch im Winter: Die Kleinen neigen dazu, schnell einen kühlen Kopf zu bekommen. Eine warme Kopfbedeckung gehört deshalb im Winter zur Grundausstattung jeder Babygaderobe. Übrigens: Kalte Hände und Füße sind bei Säuglingen zwar normal, da diese Bereiche noch nicht richtig durchblutet werden. Umso wichtiger sind jetzt jedoch Füßlinge und kuschelige Handschuhe, die den Körper vor Kälte schützen. Wir achten also nicht nur darauf, den Kopf zu bedecken, sondern auch Hände und Füße ausreichend und korrekt einzupacken.

Wichtig: Das Kind atmen lassen

kleidung im winterNatürlich wollen wir die Kleinen dick genug einpacken, damit sie nicht unter den niedrigen Temperaturen im Winter leiden und krank werden. Trotzdem sollten Eltern nicht vergessen, dass das Kind ausreichend „Raum zum Atmen“ braucht. Das bedeutet: Alles, was den Atemweg (also den Mund und die Nase) behindert, ist zu vermeiden. Nachts achten Eltern darauf, dass das Kind nicht zu dick eingepackt ist. Leichte Kleidung bietet einen besonders angenehmen Schlaf – auch im Winter.

Fazit

Mehrere Lagen Kleidung eignet sich wunderbar, um die Kleinen im Winter warmhalten zu können. Kratzige Wolle sollten wir jedoch vermeiden. Eltern können jetzt auf Kunstfasern setzen, welche Kälte und Nässe abwehren. Mütze, Handschuhe und Füßlinge stehen ganz oben auf der Liste der Baby-Mode im Winter. So ist der kleine Schatz bestens gewappnet, um einen Winterspaziergang unternehmen zu können.

Wer ein Kind bekommen hat, ist oft erleichtert, dass das Gröbste überstanden ist. Körperliche Schmerzen, Dehnungsstreifen und möglicherweise eine Kaiserschnittnarbe sind jedoch Folgen einer Schwangerschaft. Dass der Frauenkörper jetzt ganz anders aussieht, hat jedoch einen Grund: Er hat Großes geleistet. Die veränderte Optik erzählt diese unglaubliche Geschichte und vom Wunder des Lebens. Trotzdem fühlen wir uns häufig verunsichert und sehnen uns nach unserem alten Körper. Das ist verständlich. Schließlich möchten wir uns in unserer eigenen Haut wohlfühlen, was der momentane Anblick im Spiegel nicht so richtig zulässt.

Welche Veränderungen sind normal?

Jede Frau erlebt die Schwangerschaft anders. Genauso ist es mit den Veränderungen nach der Geburt. Während einige Frauen mit Streifen und Narben zu kämpfen haben, beschweren andere sich eher über fehlende Elastizität der Haut. Stellen wir uns vor den Spiegel, haben wir jedoch eine Sache gemeinsam: Schwanger mit PartnerJede Frau, die ein Baby austrägt, wird wahrscheinlich eine kleine Bauchwölbung nach der Geburt wahrnehmen. Die Haut wird sich langsam zurückbilden – und auch dieser Prozess verläuft bei jeder Mutter in unterschiedlichem Tempo. Das ist also vollkommen normal.

Schmerzen nach der Schwangerschaft sind keine Seltenheit. Verletzungen im Beckenbodenbereich und am Damm können Grund dafür sein. In der Regel heilen kleinere Wunden innerhalb von zwei Wochen nach der Geburt ab. Der Fortschritt kann später bei der gynäkologischen Nachuntersuchung festgemacht werden. Auch ungewolltes Wasserlassen oder das Ausstoßen von Harn, wenn wir lachen oder unser Baby hochheben, ist nicht ungewöhnlich.

Der Busen wird sich verändern. Viele Frauen stellen das schon am Anfang der Schwangerschaft fest. Es kann sein, dass er während der Stillzeit auch schmerzt. Wichtig ist, größere Beschwerden nicht zu ignorieren und sich untersuchen zu lassen. Das gilt auch für Wassereinlagerungen, die für gewöhnlich mit der Zeit verschwinden werden.

Die Rückbildung – ohne Druck

Die Gebärmutter zieht sich zusammen und die Beckenbodenmuskulatur wird langsam wieder stabiler. Frischgebackene Mütter achten darauf, dass sie den natürlichen Prozess dieser Rückbildung zwar unterstützen, sich aber keinesfalls überfordern. Vor allem nehmen wir jetzt Abstand von dem Gedanken, dass wir in nur wenigen Wochen einen Traumkörper bekommen, wie wir ihn uns wünschen. Dieser Druck, den viele von uns nach der Geburt verspüren, hält uns davon ab, dass wir unser neues Glück in Schwangerschaftvollen Zügen genießen können. Einfach mal Mama und Frau sein und uns dafür danken, was wir geschafft haben – das tut dem Herzen und der Seele jetzt besonders gut! Wer sich in Geduld und Dankbarkeit übt, wird den veränderten Körper besser annehmen können. Langsam wird sich die Haut zurückbilden, die Schmerzen lassen und auch Geschlechtsverkehr mit dem Liebsten wird wieder möglich sein.

Fazit

Nach der Geburt kann uns unser eigener Körper fremd erscheinen. Die Haut hat sich gedehnt, es sind Streifen und Narben sichtbar. Einige Frauen haben mit Schmerzen zu kämpfen, etwa wegen des Kaiserschnitts. Eine gute Nachricht gibt es aber: Wer seinem Körper die nötige Zeit, Geduld und Liebe schenkt, darf sich darauf freuen, dass dieser sich ausreichend erholen wird – nur etwas langsamer als sonst!

Zwischen der vierten und fünften Lebenswoche wird ein Neugeborenes in der Früherkennungsuntersuchung gründlich vom Kinderarzt inspiziert. Eine körperliche Untersuchung und ein Ultraschall sollen über den gesundheitlichen Zustand des Babys und über mögliche Beeinträchtigungen aufklären, um das Kind rechtzeitig versorgen zu können. Doch wie bereitet man sich selbst und das Kind eigentlich auf den Arztbesuch vor?

Die Tasche packen

Zunächst einmal sollte man folgende Dinge nicht vergessen: Das gelbe Kinderuntersuchungsheft mit Teilnahmekarte und die Krankenversicherungskarte der Eltern gehört dazu. Auch frische Windeln und feuchte Tücher gehören in die Tasche. Der Grund: Während der Untersuchung wird das Kind in der Regel entkleidet und nackt gewogen. Sollte die Windel voll sein, muss sie deshalb nach der Untersuchung gewechselt werden.

Aufregung und Nervosität in den Griff bekommen

Der erste Arztbesuch kann für Eltern und Kind zum richtigen Abenteuer werden. Oft ist die Aufregung groß, man möchte nichts vergessen und hat viele Fragen. Worauf Eltern achten sollten: Die eigene Nervosität kann sich auch auf das Kind übertragen. Am besten sollten die Vorbereitungen deshalb schon am Vortag erfolgen, um rechtzeitig und ohne Stress zum Termin aufbrechen zu können.

Eine leichte Decke mitnehmen

HändeKinder frieren häufig schneller als Erwachsene. Wichtig ist, dass Eltern deshalb eine Decke für die Kleinen einpacken, wenn es zum Kinderarzt geht. Das hat zwei Vorteile: Ist das Baby ausgezogen, wird es mit der Decke warmgehalten. Außerdem entfällt das aufwendige An- und Ausziehen von Kleidung, wenn das Kind weiterhin körperlich untersucht werden soll.

Fragen vorbereiten

Vor allem beim ersten Kind haben Eltern häufig Fragen und Unsicherheiten, welche sie mit dem Kinderarzt besprechen möchten. Zur Vorbereitung gehört deshalb auch eine kleine Liste mit eventuellen Fragen und Auffälligkeiten, die beim Baby während der letzten Tage festgestellt worden sind. Ein aufklärendes Gespräch über die Entwicklung und das Verhalten des Kindes gehört auch von Seiten der Kinderärzte dazu. Hierbei werden Eltern zur Ernährung des Kindes, mögliche Schwierigkeiten im Alltag und zur allgemeinen Betreuung des Neugeborenen befragt und beraten.

Arztbesuch mit dem größeren Kindern

Oft ist der „erste“ Arztbesuch mit Kindern, die aus dem Babyalter schon heraus gewachsen sind, eine nervenaufreibende Angelegenheit. Angst, Herumtoben und hibbelige Schreie gehören dazu. Damit das Kind sich mental auf den ersten Arztbesuch einstellen kann und nicht im Wartezimmer nervös wird, ist eine Vorbereitung wichtig. Die Angst und Ungewissheit können Eltern und auch Erzieher im Kindergarten bereits zusammen mit dem Kind bekämpfen, über die Untersuchung aufklären und den Ablauf auch „spielerisch“ erklären. Was zum Beispiel hilft: Untersuchung nachspielen, sich auf ein Bett legen, dem Kind erklären, was jetzt passiert. Auch Kinder können in die Rolle des Arztes schlüpfen, um die Angst zu verlieren.

Bei welchen Auffälligkeiten zum Arzt?

Füße vom BabyLeidet das Kind unter Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieber und allgemeinem Unwohlsein, ist ein Arztbesuch ratsam. Die Kommunikationssignale von Kindern unterscheiden sich oft von denen des Erwachsenen. Hat es beispielsweise Schmerzen, wissen wir nicht sofort, worunter es leidet. Wichtig ist, aufmerksam zu bleiben, hinzuhören und auch körperliche Signale wahrzunehmen, bevor ein Kinderarzt konsultiert wird.

Fazit

Der erste Arztbesuch kann Eltern und Kind verunsichern. Eine gründliche Vorbereitung hilft dabei, dass Stress und Zeitdruck keine Chance haben und die kleine Familie entspannt zum ersten Termin erscheint. Nicht vergessen: Untersuchungsheft, Versichertenkarte, Windeln, Decke und eine Notiz über mögliche Auffälligkeiten oder Fragen an den Kinderarzt!

Scheint draußen die Sonne und es regnet nicht, ist es Zeit, mit dem Baby die Welt außerhalb der altbekannten vier Wände zu erkunden. Bereits die Kleinsten können vom Kinderwagen aus in der Natur zahlreiche Erfahrungen machen, die ihre Sinne anregen. Doch es muss nicht immer ein Spaziergang sein. Je älter und mobiler das Baby wird, desto mehr Aktivitäten sind im Freien möglich.

Große Entdeckungstour auf der Wiese

Babymode BioEine bunte Blumenwiese ist für ein Baby wie ein Erlebnisparcours. Jede Blüte hat eine andere Farbe, das Gras kitzelt an Ärmchen und Beinchen, und auch die Geruchsvielfalt ist enorm. Zudem summt und brummt es überall, wobei oft auch kleine Käfer oder Schmetterlinge zu sehen sind. Auch ein Baby, das noch nicht krabbeln kann, ist durchaus in der Lage, die wundersame Welt einer Wiese zu beobachten und zu genießen. Dafür genügt eine einfache Wolldecke, die auf dem Boden ausgebreitet wird. Sobald das Baby krabbelt oder robbt, kann es ganz nach seinem eigenen Tempo die Umgebung erkunden. Falls das Gras nicht allzu hoch ist, sorgen Bälle und andere outdoor-taugliche Spielsachen für Abwechslung und regen das Baby gleichzeitig dazu an, seine Fertigkeiten zu trainieren. Natürlich sollte dabei immer ein Erwachsener ein Auge auf das Baby haben, da Kinder in dieser Lebensphase noch viel in den Mund nehmen. Mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen und einer kleinen Kinderwagen-Grundausstattung mit Feuchttüchern, Kühlgel und Sonnencreme kann aber nichts passieren.

Burgen bauen wie die Großen

Sobald ein Baby sicher sitzen kann, wird es den Sandkasten lieben. Wenn der Sand von der Sonne erwärmt durch die Fingerchen rieselt, ist das eine ebenso aufregende sinnliche Erfahrung wie feuchter Sand, in dem es sich so richtig herummatschen lässt. Etwas ältere Babys können auch ganz klassisch Förmchen mit Sand füllen und damit Kuchen backen oder Türmchen aufschichten. Anfangs brauchen sie dabei vielleicht noch etwas Hilfe, aber mit etwas Übung gelingen ihnen schon bald kleine Wunderwerke. Allerdings empfiehlt sich für die Kleinsten ein Sandkasten, der über Nacht abgedeckt werden kann. Auf diese Weise bleibt der Sand hygienisch unbedenklich.

Erfrischung an heißen Tagen

Im Sommer genießen es nicht nur die Erwachsenen, ins kühle Nass eintauchen zu können. Auch Babys lieben es, bei gutem Wetter im Freien zu planschen. Mit einem Babyplanschbecken ist das problemlos möglich. Dank der geringen Größe wird nur vergleichsweise wenig Wasser benötigt, sodass das Planschbecken auch bei einem Familienausflug an einen Baggersee aufgestellt werden kann und dort rasch befüllt ist. Selbst bei einem Urlaub am Meer empfiehlt es sich, ein Planschbecken mitzunehmen. Auf diese Weise kann das Baby im Wasser spielen, ohne dass Gefahr durch scharfkantige Muscheln oder Scherben besteht.kinderwagen

Abenteuer im Wald

Im Herbst lohnt sich ein Ausflug in den Wald, in dem bereits der Wechsel aus Licht und Schatten für eine faszinierende Atmosphäre sorgt. Hier gibt es aber auch viele ungewöhnliche Dinge zu entdecken. Kastanien fühlen sich glatt und rund an, während Tannenzapfen rau und etwas stachelig in der Hand liegen. Ausgerüstet mit einem Eimerchen liebt es das Baby, die kleinen Schätze einzusammeln und natürlich auch wieder auszukippen. Und wenn das Kind bereits laufen kann, wird es gar nicht genug davon bekommen, durch die trockenen Blätter zu rascheln und so ganz nebenbei seine neugewonnenen Fähigkeiten zu trainieren.

 

Egal, ob schon lange ein Kinderwunsch bestanden hat oder ob die Schwangerschaft überraschend kommt – sobald der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis zeigt, ist klar, dass sich bald das gewohnte Leben verändern wird. Gerade bei der ersten Schwangerschaft sind deshalb viele Frauen unsicher, was auf sie zukommt. Sie wissen, „Ich bin schwanger – aber was nun?“. Die Ängste und Fragen betreffen nicht nur die bevorstehenden körperlichen Veränderungen. Auch die nicht vorhandene Geburtserfahrung, das Leben mit einem Baby und die berufliche und finanzielle Zukunft spielen eine Rolle. Mit der richtigen Planung ist es möglich, die Schwangerschaft zu genießen. Gleichzeitig kann man einen Grundstein für die Zeit nach der Geburt legen.

Erstes Schwangerschaftsdrittel: Abenteuer Baby

schwangerWenn ein positiver Schwangerschaftstest oder körperliche Anzeichen für eine Schwangerschaft vorliegen, sollte man baldmöglichst einen Termin bei seinem Frauenarzt vereinbaren. Dadurch ist sichergestellt, dass von Anfang an eine optimale medizinische Betreuung stattfindet und der Arzt mögliche Auffälligkeiten ausschließen kann. Bei der ersten Untersuchung wird dieser auch den voraussichtlichen Geburtstermin errechnen und den Mutterpass ausstellen. In diesem findet in den kommenden Monaten die weitere Dokumenation des Schwangerschaftsverlaufes statt.

Da gerade in der Frühschwangerschaft noch ein gewisses Risiko besteht, dass etwas schiefgeht, erzählen werdende Eltern zunächst nur ungern Menschen, die nicht zum engsten Familienkreis gehören, etwas von dem bevorstehenden Familienzuwachs. Dennoch sollte man den Arbeitgeber nach Möglichkeit sofort nach der Feststellung der Schwangerschaft darüber informieren. Auf diese Weise lassen sich notwendige Maßnahmen zum Arbeitsschutz treffen. Falls nur ein geringes Einkommen vorhanden ist, empfiehlt es sich, eine Familienberatungsstelle aufzusuchen. Über diese kann man bereits ab der Frühschwangerschaft verschiedene Hilfen für werdende Mütter beantragen.

Zweites Schwangerschaftsdrittel: Jetzt geht’s rund

Nachdem die ersten Monate wegen der typischen Schwangerschaftsbeschwerden oft eher unangenehm sind, geht es werdenden Müttern ab dem vierten Monat meist rundum gut. Die Energie und gute Laune will genutzt sein, um sich selbst und dem Baby etwas Gutes zu tun. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit Schwangerschaftsgymnastik zu beginnen. Gemeinsam mit anderen Frauen oder Paaren werden entlastende Haltungen und Bewegungen eingeübt. Diese machen die letzten Schwangerschaftsmonate erträglich und erleichtern später die Geburt. Falls eine zusätzliche Betreuung von Mutter und Kind durch eine Hebamme gewünscht ist, sollte sie ebenfalls jetzt kontaktiert werden, damit sie für die Zeit um den errechneten Geburtstermin herum noch nicht ausgebucht ist. Insbesondere dann, wenn die Geburt von einer Beleghebamme begleitet werden soll, ist es sinnvoll, sich bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel über die Geburtskliniken in der Region zu informieren und sich bei dem Wunschkrankenhaus anzumelden.

Drittes Schwangerschaftsdrittel: Alles bereit für das Baby

SchwangerschaftWährend der letzten Schwangerschaftsmonate gilt es allerlei Formalitäten zu erledigen. Bis spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin muss der werdende Vater die geplante Elternzeit anmelden wenn er diese ab dem Geburtstermin nutzen will. Die werdende Mutter kann sich damit bis sieben Wochen vor dem Ende des Mutterschutzes Zeit lassen. Sie sollte aber nicht versäumen, rechtzeitig das Mutterschaftsgeld zu beantragen, was frühestens eine Woche vor dem Beginn des Mutterschutzes möglich ist. In den letzten Wochen vor der Geburt sollte auch die Babyerstausstattung vervollständigt werden. Neben Kleidung, einem Bettchen und einem Wickeltisch ist vor allem eine Babyschale für den Rückweg vom Krankenhaus wichtig. Außerdem sollte die Kliniktasche für die Mutter spätestens vier Wochen vor dem Geburtstermin fertig gepackt bereitstehen, damit sich der Aufbruch ins Krankenhaus nicht verzögert, wenn sich das Baby ankündigt.

Das Baby sollte von Geburt an vernünftig ernährt werden. Dazu zählen neben der Muttermilch auch andere Dinge, auf die Eltern achten sollte. Gerade durch die Beikost kann man dafür sorgen, dass das Kind bestimmte Vitamine erhält und auf schädliche Zutaten verzichtet wird. Welche Nährstoffe man dem Baby zuführen sollte und was allgemein wichtig ist, zeigen wir hier.

Wichtige Nährstoffe aus der Muttermilch

StillenDie Muttermilch bildet zu Beginn die Basis einer gesunden Ernährung für das Kind. Sie liefert Säuglingen wichtige Nährstoffe. Dazu gehören Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Fett ist besonders wichtig für das Kind, da Vitamine optimal aufgenommen werden. Eiweiß stärkt Organe und Zellwachstum. Der wichtige Baustoff sorgt unterstützt das Wachstum des Kindes und versorgt die Muskeln der Kleinsten. Wer sein Baby nicht selbst stillen kann, greift auf Säuglingsanfangsnahrung zurück. Wichtig dabei ist, dass der Muttermilchersatz frei von schädlichen Inhaltsstoffen ist (Beispiel: Mineralöle).

Milchzucker

Kleine Kinder vertragen am ehesten den Milchzucker in Form von Lactose. Maltodextrin und Stärke werden etwas langsamer vom kleinen Körper aufgenommen und bieten ein längeres Sättigungsgefühl. Das Problem bei Lactose: Werden hohe Mengen Lactose aufgenommen, können sie zu Koliken oder Blähungen beim Baby führen. In solchen Fällen greifen Eltern auf eine Milch mit reduziertem Anteil an Lactose zurück, falls das Kind den Milchzucker nicht gut verträgt.

Diese Vitamine benötigt das Kind

Nach der Geburt erhalten Babys die erste Dosis an Vitamin K Tropfen bei der ersten Untersuchung. Warum diese so wichtig sind: Vitamin K sorgt für eine optimale Blutgerinnung. Damit Kinder ein gutes Sehvermögen entwickeln, benötigen sie ausreichen Vitamin A. Zur Stärkung des Bindegewebes und der Aufnahme von wichtigen Mineralstoffen, brauchen sie außerdem das Vitamin C. Dieses hilft beispielsweise bei der optimalen Aufnahme von Eisen, welches Einfluss auf die Blutbildung hat. Auch Zink ist wichtig und unterstützt die Gehirnausbildung des Babys.

Wenn es mit der Beikost losgehen kann

Babys EssenNach einem halben Jahr steigen Eltern auf Beikostnahrung um. Milchmahlzeiten werden jedoch weiterhin verabreicht. Um den erhöhten Bedarf an wichtigen Nährstoffen decken zu können, ist eine Zufuhr von Beikost ab dem 6. Lebensmonat empfehlenswert. Das Tempo sollte dabei Schritt für Schritt erhöht werden, da das Baby sich erst an die Nahrung gewöhnen muss.

Beginnt die Zeit der Beikostnahrung, wird das Kind einen erhöhten Durst verspüren. Wichtig ist, dass auf babygerechtes, stilles Wasser zurückgegriffen wird. Auch verdünnte Fruchtsäfte und spezielle, ungesüßte Tees sind erlaubt. Was Eltern jedoch aus gesundheitlichen Gründen besser vermeiden sollten: zuckerhaltige Getränke. Werden die ersten Zähne sichtbar, ist es umso wichtiger, dass diese nicht mit Zucker in Berührung kommen. Was allerdings erlaubt ist: kleine Brotstückchen, Obst und leicht verdauliches Gemüse.

Fazit

Kinder benötigen in der ersten Phase ihres Lebens Muttermilch, um die wichtigsten Nährstoffe aufnehmen zu können. Dazu zählen vor allem Fett und Eiweiß. Kohlenhydrate sorgen außerdem für das Sättigungsgefühl der Kleinen. Wer sein Kind nicht stillen kann, sollte auf Ersatznahrung zurückgreifen und sich über mögliche Schadstoffe im Muttermilchersatz informieren, bevor die Entscheidung für ein Produkt fällt.

Die Aufnahme von Fett erleichtern das Verarbeiten von wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Hat das Kind die ersten sechs Lebensmonate gut überstanden und keine Probleme mit der Ernährung, darf langsam mit Beikost gestartet werden!

Wenn sich ihre Eltern trennen, stellt das für die Kinder immer eine enorme Belastung dar. Schließlich lieben sie beide Elternteile, auch wenn diese sich untereinander nicht mehr verstehen. Aber auch abgesehen von eventuelle Streitigkeiten gerät durch eine Scheidung der gewohnte Alltag der Kleinen meist ziemlich aus den Fugen, wenn Mama oder Papa auszieht. Selbst wenn die Trennung einvernehmlich vonstattengeht, kann das für große Unsicherheit sorgen. Mit etwas gutem Willen kann den Kindern aber durchaus der Übergang in diese neue Lebensphase erleichtert werden.

Klare Regelungen treffen

Natürlich ist eine Scheidung auch für die beteiligten Erwachsenen mit sehr vielen unschönen Emotionen verbunden. Wenn aber klar ist, dass kein gemeinsamer Lebensweg mehr möglich ist, kann die Entscheidung, sich zu trennen, eine große Erleichterung darstellen. Auch für die gemeinsamen Kinder kann dies langfristig von Vorteil sein, da auch eine konfliktbeladene Atmosphäre im eigenen Zuhause die Zuneigung und LiebeEntwicklung beeinträchtigen kann. Allerdings sollten sich Paare klarmachen, dass sie auch nach der Trennung nach wie vor Vater und Mutter ihrer Kinder sind. Es ist deshalb enorm wichtig, möglichst frühzeitig die zukünftigen Regelungen im Zusammenhang mit dem Kind unabhängig von den negativen Emotionen dem Partner gegenüber zu betrachten.

Es ist nicht immer so einfach, gemeinsame Regelungen zu finden. Daher empfiehlt sich auch bei einer einvernehmlichen Scheidung, die Hilfe einer Familienberatungsstelle in Anspruch zu nehmen. Dort erfahren Eltern nicht nur, welche rechtlichen Aspekte bezüglich Sorgerecht und Unterhalt berücksichtigt werden müssen, sondern bekommen auch wertvolle Tipps für den Umgang mit dem früheren Partner. Außerdem können dabei gemeinsam Pläne ausgearbeitet werden, wie der Alltag mit Baby in Zukunft gestaltet werden soll. Wenn beispielsweise schriftlich festgehalten wird, wer wann das Kind aus der Krippe abholt, können damit von vorneherein überflüssige Streitigkeiten vermieden werden.

Bedürfnisse des Babys in den Vordergrund stellen

Eine der ersten und wichtigsten Fragen, die sich bei einer Trennung stellen, ist die, bei wem das Kind wohnen wird. In den meisten Fällen ist das noch immer die Mutter, aber das muss keineswegs zwangsläufig so sein. Abhängig von der jeweiligen familiären und beruflichen Situation lassen sich auch andere Regelungen treffen. Dabei sollten Eltern berücksichtigen, zu wem das Kind bislang die engere Bindung hatte, wer sich überwiegend um die Betreuung im Alltag gekümmert hat, wer in Zukunft die beste Betreuung leisten kann und an wessen Wohnort das Kind am besten in bestehende Strukturen integriert ist.

Familie PlanungIm Idealfall sollten die Eltern nach der Trennung im gleichen Maß für das Kind da sein wie zuvor. Das lässt sich beispielsweise durch das Wechselmodell oder Wohnungen in Laufdistanz erreichen. Falls das nicht möglich sein sollte, gilt es, einen möglichst regelmäßigen Umgang festzulegen, der Stabilität in das Leben des Kindes bringt. Dabei ist bei Babys ein häufiger und kürzerer Kontakt sinnvoller als ein seltener, dafür aber längerer Besuch.

Routine sorgt für Sicherheit

Für Babys und Kleinkinder ist ein gleichbleibender Tagesablauf von enormer Wichtigkeit. Nachdem die Scheidung den gewohnten Alltag kräftig durcheinander gebracht hat, sollten die Eltern deshalb rasch neue Routinen und kleine Rituale entwickeln, die dem Kind Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Dazu gehört natürlich auch der Kontakt zu dem jeweils anderen Elternteil. Dass in dessen Haushalt eventuell abweichende Gewohnheiten herrschen, ist dabei nicht schlimm, da Kinder ein Gespür dafür haben, dass an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Regeln gelten. Wichtig ist lediglich, dass die beiden Elternteile respektvoll miteinander umgehen und möglichst frühzeitig wieder Normalität in das Leben des Babys einkehrt.

Anders als Erwachsene, die sich mitunter kaum zu Bewegung motivieren können, bewegen sich Babys und Kleinkinder noch mit großer Begeisterung. Wenn sie strampeln, nach Dingen greifen oder ihr Köpfchen nach oben recken, lernen sie ihren Körper und die Umwelt kennen, und mit Krabbeln, Laufen und schließlich rennen erobern sie die Umgebung. Mit verschiedenen altersgerechten Sportangeboten kann dieser natürliche Bewegungsdrang unterstützt werden, um die vorhandenen Fähigkeiten zu stärken, späteren Problemen mit der Motorik vorzubeugen und die Freude am Sport zu wecken.

Schwimmen für die Kleinsten

BabyschwimmenZu den bekanntesten Sportangeboten für Kinder gehört mit Sicherheit das Babyschwimmen, an dem bereits Kinder ab dem dritten Lebensmonat teilnehmen können. Anders als die Kursbezeichnung naheliegt, wird dabei nicht das eigentliche Schwimmen vermittelt. Stattdessen geht es beim Babyschwimmen darum, den Kleinsten die Freude an der Bewegung im warmen Wasser zu vermitteln. Zudem werden dabei dank des Auftriebs die Muskeln und Gelenke entlastet. Dadurch können den Kleinen bereits manche Bewegungsabläufe einüben, die ihnen an Land noch schwerfallen. Kinder, die am Babyschwimmen teilgenommen haben, lernen später auch leichter und angstfreier Schwimmen. Entsprechende Kurse sind ab dem vierten oder fünften Lebensjahr möglich.

Turnen für Kleinkinder

Sobald die Kleinen zwei oder drei Jahre alt sind, können sie beim Kinderturnen mitmachen, das vielerorts von Sportvereinen oder Elterninitiativen angeboten wird. Dabei haben sie die Möglichkeit, sich zusammen mit Gleichaltrigen zu bewegen und sehr viel Spaß zu haben. Meist wechseln sich die unterschiedlichsten Übungen ab. Sie reichen von Singspielen über Rennen und Fangen oder Ballspiele bis hin zu Kletterparcours mit Bänken, Wackelbrettern und anderen Geräten. Das trainiert den Gleichgewichtssinn, die Grobmotorik, die Koordination und nicht zuletzt das Sozialverhalten. Außerdem erleben die Kleinen beim Kinderturnen, dass sich durch regelmäßige Sporteinheiten die eigenen Fähigkeiten verbessern. Dadurch bildet ein solcher Kurs eine gute Grundlage für die spätere Teilnahme an einem Vereinssport.

Tanzend durch die Kindheit

Als Alternative zum Kinderturnen werden inzwischen in einer wachsenden Anzahl von Orten auch Kindertanz-Gruppen angeboten, die sich meist an Kinder ab drei oder vier Jahren richten. Durch die Kombination von Bewegung mit Musik werden nicht nur der Gleichgewichtssinn und die FitnessKoordination verbessert, sondern die Kinder entwickeln auch ganz spielerisch ein Gefühl für Rhythmus. Das erleichtert das spätere Erlernen eines Instruments ebenso wie den Übergang zu einem Ballettkurs. Außerdem finden gelegentlich kleine Aufführungen statt, wodurch die Kleinen erste Erfolgserlebnisse haben, was nicht nur sonst eher schüchternen Kindern guttut.

Das Runde muss ins Eckige

Nicht nur kleine Jungen lieben es, Fußball zu spielen. Auch viele Mädchen haben zumindest in jungen Jahren große Freude daran. Deshalb ist Fußball ein idealer Einstieg in den organisierten Sport. Die meisten Vereine treiben rege Jugendarbeit und nehmen Kinder bereits ab einem Alter von vier oder fünf Jahren auf. Dabei steht natürlich zunächst der Spaß im Vordergrund. Gleichzeitig wird aber beim Kinderfußball auch die Ausdauer und die Fähigkeit, in einem Team zu spielen, trainiert.

Bewegung fördern ohne spezifische Sportarten

Damit die Kleinen sich richtig austoben können, ist nicht unbedingt ein Kurs nötig. Auch zu Hause und unterwegs können Eltern sehr viel dafür tun, dass Babys und Kleinkinder ihre angeborene Freude an der Bewegung nicht verlieren. Schon die Kleinsten lieben beispielsweise Ballspiele, die ihre Koordination verbessern, und lassen sich gerne schaukeln, was den Gleichgewichtssinn stärkt. Ein kleiner Kletterparcours kann auch im heimischen Wohnzimmer oder im Garten aufgebaut werden, und mit einem Dreirad einem Tretroller und später dem ersten Fahrrad ist ein Kind nicht nur mobil, sondern es trainiert dabei auch ganz nebenbei seinen Körper auf ganzheitliche Weise.