» » Baby und Katze - so gelingt das Zusammenleben
30. Juli 2016 0

Tipps & Ratschläge


Wenn sich Nachwuchs ankündigt, wird vieles, was im Alltag selbstverständlich war, auf den Kopf gestellt. Auch das Zusammenleben mit einem samtpfotigen Mitbewohner sehen werdende Eltern häufig in einem neuen Licht. Leider halten sich nach wie vor überkommene Vorstellungen, das Katzen kleinen Kindern gefährlich werden können. Wenn ein paar Grundregeln berücksichtigt werden, kann das Zusammenleben von Baby und Katze jedoch problemlos gelingen.

Gesundheit hat oberste Priorität

katzen-kindKatzen sind bekanntermaßen äußerst reinliche Tiere. Trotzdem können manchmal Erkrankungen auftreten, die auf den Menschen übertragen werden können. Um alle Risiken auszuschließen, empfiehlt es sich, die Samtpfote noch während der Schwangerschaft gründlich untersuchen zu lassen. Besonders wichtig ist selbst bei einer reinen Wohnungskatze eine Entwurmung, da Wurmeier auch mit den Schuhen ins Haus gelangen. Falls der Stubentiger noch nicht kastriert sein sollte, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Kastrierte Katzen sind meist deutlich ruhiger und friedfertiger als unkastrierte. Außerdem sollte die Schwangere sich auf Toxoplasmose testen lassen. Falls noch keine Immunität gegen den von Katzen übertragenen Einzeller vorliegt, verhindern Handschuhe bei Gartenarbeiten und beim Säubern der Katzentoilette eine Ansteckung. Noch besser wäre es, wenn der werdende Vater zeitweise diese Aufgaben übernimmt.

Vorbereitungen während der Schwangerschaft

Da Katzen echte Gewohnheitstiere sind, reagieren sie auf Störungen in ihrem Umfeld oft mit Verhaltensproblemen. Um sie schon vor der Geburt an die Veränderungen durch das neue Familienmitglied zu gewöhnen, sollten die neuen Kindermöbel bereits bereits frühzeitig aufgestellt werden. Falls die Katze das Kinderzimmer oder zumindest nicht das Bettchen meiden soll, können die neuen Hausregeln schon in den Monaten vor der Geburt eingeübt werden. Auch mit den ungewohnten Gerüchen von Babypflegeproukten können werdende Eltern ihren Stubentiger vertraut machen. Ganz wichtig ist es, der Katze beizubringen, kurzfristig den Schoß zu verlassen. So reagiert sie später in entsprechenden Situationen nicht eifersüchtig auf das Baby.

Kennenlernphase

Wenn schließlich der neue Erdenbürger eintrifft, muss die Samtpfote ihn erst einmal in Ruhe kennenlernen können. Hektik und die Anwesenheit von zusätzlichen Verwandten gilt es zu vermeiden. Zunächst sollte die Katze an der Krankenhaustasche schnuppern können, dann an dem Neuankömmling selbst. Am einfachsten geht dies, wenn das Baby auf eine Krabbeldecke auf dem Fußboden gelegt wird, da sich die Katze dann mit dem Kleinen auf Augenhöhe befindet. Natürlich sollte man die beiden dabei nicht unbeaufsichtigt lassen. Damit sich die Katze nicht zurückgesetzt fühlt, dürfen auch in der aufregenden Anfangszeit die Streicheleinheiten für die Mieze nicht zu kurz kommen. Ein schönes Alltagsritual ist beispielsweise tägliches Bürsten, das viele Katzen lieben und außerdem dafür sorgt, dass nicht allzu viele Haare an die Babykleidung gelangen.

Krabbelkind und Katze

Spätestens wenn das Baby mobil wird, müssen Futterplatz und Katzentoilette räumlich getrennt werden. Am einfachsten geht das mithilfe von Türgittern. Dies bietet der Katze zusätzlich einen Rückzugsraum, wenn sie einmal ihre Ruhe haben möchte. Schon die Kleinsten können lernen, wie eine Katze richtig gestreichelt und behandelt wird, wenn ihnen die Eltern es zeigen und vorleben. Da ein Stubentiger meist einfach weggeht, wenn es ihm zu viel wird, können Kleinkinder gerade mit Katzen hervorragend den richtigen Umgang mit Haustieren erlernen.katzen

Katzen sind zwar eigenwillige, aber recht unproblematische Haustiere für Familien mit Baby. Wenn sie unter Aufsicht an den Neuankömmling gewöhnt werden und übliche Hygienemaßnahmen berücksichtigt werden, steht einem harmonischen Zusammenleben nichts im Weg.

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