» » Babybrei selber kochen - Einfache Tipps
Nahrung 16. August 2016 0

Pflege & Gesundheit


In den ersten Lebensmonaten haben Milchmahlzeiten das Baby mit allem versorgt, was es benötigt. Doch ungefähr ab dem vierten Lebensmonat reicht dies den meisten Kindern nicht mehr und sie brauchen zusätzlich Brei, um satt zu werden. Säuglingsnahrung selber zuzubereiten ist gar nicht schwer, wenn man einige grundlegende Dinge beachtet.

Was ist zu beachten?

Baby NahrungFrische Zutaten haben den Vorteil, dass sie noch alle Vitalstoffe enthalten. Darum ist es empfehlenswert, sie möglichst schonend zu garen, indem man Gemüse dünstet, anstatt es zu kochen, damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben. Tierische Produkte sollten jedoch ausnahmslos gut durchgegart werden, um Krankheitserreger, wie Salmonellen, abzutöten. Am besten ist es darum, Gemüse und Fleisch getrennt voneinander zuzubereiten. Auf Gewürze sollte vollständig verzichtet werden, da sie den natürlichen Geschmack verfälschen und bei Verzehr und Ausscheidung die empfindlichen Schleimhäute des Babys reizen können. Beim Zubereiten der Nahrung ist stets auf besondere Hygiene zu achten. Spätestens am nächsten Tag muss der frische Brei aufgebraucht werden. Wer für längere Zeit vorkochen möchte, sollte den Brei einkochen oder einfrieren. Die Zusammensetzung der Breimahlzeiten muss ausgewogen gestaltet werden, wer sein Kind nach einer speziellen Ernährungsform, beispielsweise vegetarisch, ernähren möchte, sollte vorher mit dem Kinderarzt darüber sprechen.

Welche Zutaten in welchem Alter?

Es gilt die Faustregel, dass mit Beginn des Zufütterns pro Monat ein neuer Breityp gegeben werden kann. Dabei fügt man immer höchtens eine neue Zutat auf einmal hinzu um zu prüfen, wie das Baby sie verträgt. Ab dem vierten Lebensmonat kann erstmals mit einem milden Gemüsebrei aus Kürbis, Kartoffel oder gekochten Mörchen zugefüttert werden, dem ruhig auch kleine Mengen Fleisch beigemengt werden können. Notwendig ist Fleisch aber in diesem Alter noch nicht, da das Baby ausreichend Eiweiß über die Milchmahlzeiten erhält. Ab dem fünften Monat geht es weiter mit dem Milch-Getreide-Brei und im sechsten folgt ein milder Getreide-Obst-Brei. Rezepte für jedes Alter gibt es im Internet oder in speziellen Babykochbüchern. Mit zunehmender Erfahrung kann man sich auch an eigenen Rezeptkreationen versuchen.

Diese Zutaten sind tabu

NahrungBabys vor dem ersten Geburtstag darf man keine Rohmilchprodukte, wie Frischmilch, unerhitzten Quark oder Käse, geben. Darin können Bakterien enthalten sein, die den seltenen, aber gefährlichen Säuglingsbotulismus auslösen. Das Gleiche gilt auch für Honig! Hülsenfrüchte, zu denen auch Sojaprodukte zählen und Kohlgemüse können schwere Verdauungsstörungen verursachen und haben darum in Säuglingsnahrung nichts zu suchen. Auch auf stark säurehaltiges Obst, wie Zitrusfrüchte, sollte verzichtet werden. Nichts spricht jedoch gegen mildes Obst. Stark zuckerhaltige Lebensmittel, wie Süßigkeiten, aber auch unverdünnte Säfte, sollten keinesfalls Bestandteil der Ernährung von Säuglingen sein, da sie Diabetes und Zahnerkrankungen begünstigen können. Bei rohen Eiern, wie sie in Tiramisu oder Mayonaise enthalten sind, besteht Salmonellengefahr.

Fazit

Es gibt einiges zu beachten, doch Babybrei selbst zu kochen, kann durchaus eine lohnenswerte Alternative oder Ergänzung zu gekaufter Fertignahrung sein. Der größere Aufwand wird mit dem hohen Vitamingehalt und dem frischen Geschmack der Mahlzeiten aufgewogen, den die meisten Kinder lieben. Wer die Möglichkeit hat, sollte es ruhig einmal selbst ausprobieren.

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