» » Babys pucken - sinnvoll oder nicht und wie geht's richtig?
05. März 2018 0

Tipps & Ratschläge


Geht’s um das Pucken, ist damit eine alte Wickelmethode gemeint, die vor allem dazu dient, Babys zur Ruhe kommen zu lassen. Damit schlafen sie schneller ein und vor allem ruhiger und zufriedener. Es gibt jedoch gewisse Aspekte, auf die Eltern achten sollten, denn das Pucken ist nicht immer für alle Kinder ohne weiteres geeignet.

Was ist Pucken eigentlich?

Beim Pucken werden die Säuglinge eng und ziemlich fest in ein Tuch gewickelt. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehörte diese traditionelle Wickelmethode durchaus zum Standard, und zwar nicht nur, um Babys schlafen zu legen. Man ging damals davon aus, dass der Körper des Babys noch nicht stabil genug sei, ohne Halt auszukommen. Nun hat man diese Wickelmethode wieder entdeckt, wobei Befürworter sicher sind, dass die Enge im Tuch den Babys die Geborgenheit vermittelt, die sie aus dem Mutterleib kennen. Das Einpacken verhindere außerdem den sogenannten Moro-Reflex, bei dem weitgehend unkontrollierte Zuckungen des Körpers das Baby aufwecken können. Gerade für Frühchen und Baby wickelnNeugeborene bietet die Wickelmethode besonderen Halt und ein Wohlbehagen, da diese noch unter einem sehr unreifen Nervensystem leiden.

Richtig pucken – so geht’s

Das Pucken soll generell zum Schlafen und damit nachts eingesetzt werden. Verwendet wird dabei eine Decke oder ein Tuch, es gibt aber auch spezielle Pucksäcke. Die Decke bzw. das Tuch werden dabei mit einer speziellen Wickeltechnik eng eingeschlagen, wozu es genaue Anleitungen im Internet gibt. Natürlich können sich Eltern diese Methode auch von einer erfahrenen Hebamme zeigen lassen. Pucken hilft den Babys beim Schlafen lernen. Dazu ist aber auch ein vorhersehbarer Tagesablauf wichtig. Im Mutterleib kann das Ungeborene noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden, dieses Gespür dazu muss er erst noch entwickeln. Sobald das Baby auf der Welt ist, muss es einen Tagesablauf lernen. Dazu gehört, morgens das Kind anzuziehen und ihm damit zu signalisieren, dass nun die Zeit ist, wo es wach sein sollte. Danach kann die erste Mahlzeit erfolgen, dann eine Spiel- oder Kuschelzeit, bevor es mit einer Runde Kinderwagen fahren wieder in Richtung Schlafenszeit geht. Dabei ist es wichtig, dass das Licht gelöscht wird, denn so wird dem Baby vermittelt, wann Nacht ist. Pucken kann dazu beitragen, dieses Gefühl zu signalisieren. Denn es soll nicht während des ganzen Tages stattfinden, sondern zur Schlafenszeit soll das Baby in der eng gewickelten Hülle behaglichen Halt und Wärme spüren.

Nicht immer ist Pucken sinnvoll

MilchZum Pucken gibt es schöne Einschlagtücher oder Pucksäcke. Es genügt auch ein ausreichend großes weiches Tuch oder Handtuch. Wer einen Pucksack verwendet, der kann dafür sorgen, dass die Arme des Säuglings frei sind. Somit ist er einem Art Schlafsack sehr ähnlich. Nicht immer ist Pucken sinnvoll, manchmal kann es sogar dem Kind schaden. Dann etwa, wenn es einen Hüftschaden oder eine Spreizhose tragen muss. Auch bei Fieber darf das Baby nicht gepuckt werden, da sonst ein Hitzestau entstehen kann.

Das Pucken kann Babys durchaus gut tun. Allerdings sollte dies kein dauerhafter Zustand sein und gesundheitliche Umstände berücksichtigt werden.

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