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Säugling 02. September 2015 0

Babymode


Wenn ein Baby, nach neuneinhalb Monaten Schwangerschaft, auf die Welt kommt, dann benötigt es in erster Linie Wärme, Nahrung und Geborgenheit. Die Nähe und der Geruch der Mutter hilft dem Kind sich an die Bedingungen außerhalb des Mutterleibs anzupassen. Das Tragen des Neugeborenen unterstützt die Nähe, und somit die natürliche Entwicklung des Kindes. Tragen ist aber auch für die Mutter praktisch. So hat sie die Hände frei und kann den Bedürfnissen ihres Kindes, sowie den täglichen Aufgaben im Haushalt, nachkommen.

Die natürliche Entwicklung des Neugeborenen

tragenSowohl das Kind, als auch die werdende Mutter, machen während der ca.40 Wochen der Schwangerschaft eine großartige Entwicklung durch. Aus einer befruchteten Eizelle wächst binnen dieser Zeit ein kleiner Mensch heran. Aus einer jungen Frau wird eine selbstbewusste Mutter, die sich Zeit ihres Lebens für ihr Kind verantwortlich fühlen und alles erdenkliche tun wird, damit es ihm gut geht. Die ersten sechs Wochen nach der Geburt werden als Anpassungsphase bezeichnet. In dieser lernen sich Mutter und Kind kennen, die Mutter beginnt sich auf ihr Neugeborenes einzustellen und ihr Leben neu zu organisieren. Für das Kind ist die größte Aufgabe der Anpassung der Temperaturausgleich. Von einer konstant warmen Umgebung mit 37 Grad Celsius des Fruchtwassers wird das Kind in die normal herrschenden Raumtemperatur hineingeboren. Auch die Atmung muss sich stabilisieren. Die kalte Luft zu atmen ist das für das Kind anfänglich nicht einfach, wird jedoch durch einen natürlichen Reiz ausgelöst. Das betrifft insbesondere Kinder, die in den Wintermonaten zur Welt kommen. Um gerade das Wärmeproblem zu lösen ist das Tragen des Säuglings eine gute Methode ihm bei der Anpassung zu helfen und einen Wärmeverlust zu verhindern. Bei einer konstanten Nähe und Wärme, wie sie das Tragen bietet, wird der Stillbeginn nachhaltig gefördert. Durch den Geruch des Kindes setzt bei der Mutter die Produktion des Prolaktin ein, welches maßgeblich an der Milchproduktion beteiligt ist. Beim Säugling wird der Saugreflex ausgelöst, wenn er seine Mutter nahe bei sich spürt. Beides sind die besten Voraussetzungen, um eine erfolgreiche Stillbeziehung zu beginnen.
Gerade in stressigen oder schmerzhaften Zeiten, wie sie beim Zahnen des Kindes oder während einer Krankheit immer wieder vorkommen, wird die Mutter, die ihr Kind trägt, glücklich sein ihrem Kind Beruhigung zu verschaffen und gleichzeitig die alltäglichen Verrichtungen nicht zu vernachlässigen. Sowohl für die Mutter, als auch für die Entwicklung des Kindes und der Beziehung untereinander, liegen die Vorteile des Tragens auf der Hand und sind in vielen alltäglichen Situationen sehr hilfreich.

Tragetuch, Tragesack oder Bauchtrage?

Seit einigen Jahren ist das Tragen von Kindern wieder sehr beliebt. Orthopäden sind begeistert und wünschen sich von jeder Frau, dass sie die Kinder tragen mögen.
Die Zahl der Tragemöglichkeiten, die auf dem Markt erhältlich sind, könnten vielschichtiger nicht sein. Tragetücher gibt es in unterschiedlichen Längen, wobei die Längsten mit 4,60 Meter für die gesamte Tragezeit, also etwa bis zum haltendritten Lebensjahr, ausgewiesen sind. Hier bedarf es ein wenig Übung und Zutrauen der Mutter. Tragetücher sind vielfältig. Das Kind kann als Neugeborenes in der Wiegepostion, derjenigen, die es bereits aus dem Mutterleib kennt, getragen werden. Mit zunehmendem Alter kann durch die leichte Spreizung der Hüften beim Tragen die Entwicklung dieser unterstützt werden. Mit ca. einem halben Jahr kann das Kind dann auf dem Rücken getragen werden.
Auch der Tragesack, beispielsweise von „Glückskäfer“ ist sehr flexibel und, sowohl auf dem Bauch, als auch auf dem Rücken einsetzbar. Rückentragen hingegen eigenen sich in der Tat nur zum Tragen auf dem Rücken, und sind somit nur für ältere Babys geeignet.
Egal für welche Variante sich die Eltern entscheiden. Zu beachten ist, dass die Tragevorrichtung entweder ganz oder zu einem großen Teil aus Baumwolle besteht, damit die Atmung nicht eingeschränkt wird. Mit der richtigen Entscheidung werden Mutter und Kind lange Freude am Tragen haben.

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