» » Babysprache, ja oder nein? - Wie man mit seinem Kind sprechen sollte!
Babysprache 08. August 2017 0

Tipps & Ratschläge


Viele Menschen neigen dazu, sich mit einem Baby in einer besonders „einfachen“ Babysprache zu unterhalten. Der Hund ist dann nicht mehr der „Hund“, sondern wird auch von Erwachsenen als „Wau Wau“ bezeichnet. Doch wie schädlich ist das wirklich? Und lernen Kinder auf diese Weise richtig zu sprechen?

Verniedlichungen sind nicht nötig

Ein Baby himmelt seine Eltern und Geschwister immer an – völlig egal, was sie sagen oder tun. Trotzdem fällt es den meisten schwer, einfach ganz normal mit ihrem Kind zu sprechen. Dabei sind Verniedlichungen alles andere als sinnvoll und die Dinge sollten so bezeichnet werden, wie sie auch heißen. Der Schnuller muss nicht „Dudu“ genannt werden. „Dudu“ ist vielleicht das, was ein Kleinkind aus dem Wort „Schnuller“ macht, weil es das richtige Wort noch nicht aussprechen kann. Aber es gibt dennoch keinen Grund, sich selbst der Babysprache anzupassen und alle Dinge zu verniedlichen. Ein „Hund“ darf daher ruhig als „Hund“ bezeichnet werden. Das tut einem Baby nicht weh und verschreckt es nicht.

Erwachsene sind Vorbilder – Auch sprachlich

Ein Baby orientiert sich an seinen engsten Vertrauten – also in der Regel an seiner Familie. Es ahmt sie nach und möchte so sein, wie sie. Auch die Sprache der Großen wird nachgeahmt. Schade also, wenn sich gerade deren Konversation nicht gut eignet, um sprechen zu lernen. Wer sich wünscht, dass das eigene Kind eine deutliche und richtige Aussprache lernt, der muss vor allem Vorbild sein und sollte seinem Sprössling sprachlich auf Augenhöhe begegnen. „Möchtest du etwas essen?“ wäre die Frage, die man einem Erwachsenen stellen würde. „Happa?“ oder „Hamham?“ ist schlicht keine Sprache, nirgendwo im Duden zu finden und vermittelt einem Kind nicht, wie man sich richtig ausdrückt.

Viele schaffen den Absprung nicht

Die ersten Wochen oder Monate wäre das gar nicht allzu tragisch, wenn das eigene Kind mit einer Babysprache angesprochen wird. Doch viele Eltern schaffen den rechtzeitig Absprung nicht und reden mit ihren Kleinkindern noch immer so als seien die nicht in der Lage, normale Wörter zu verstehen. Dabei verstehen selbst Babys schon viel mehr als wir denken und sie sollten von Anfang an die richtigen Begriffe zu Dingen erlernen. Sonst müssen sie später wieder umlernen und das erzeugt den viel größeren Stress. Wer einem Zweijährigen noch immer verklickert, dass alles, was vier Räder hat, ein „Auto“ ist, wird merken, dass das Kind Schwierigkeiten hat mit Gleichaltrigen zu kommunizieren, die längst wissen, was ein LKW, ein Bagger oder ein Drehleiterfahrzeug ist.Am besten wählt man also keine besonders einfache Sprache bei der Erziehung, sondern nutzt die Begriffe, wie sie auch tatsächlich verwendet werden. Trotzdem kann man natürlich darauf achten, einfache und kurze Sätze zu benutzen. Diese sind deutlich effektiver, wenn man kindgerecht kommunizieren möchte und Sie werden sehen, Ihr Baby oder Kleinkind wird Sie so auch ohne eine „Babysprache“ verstehen.

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