» » Baumwoll- oder Fertigwindeln, welche Windel ist besser?
Baumwollwindel 20. Oktober 2014 0

Tipps & Ratschläge


Ein Baby trägt viele Monate jeden Tag und 24h täglich eine Windel eng an seinem Körper. Um so wichtiger ist es, die Richtige zu finden und diese regelmäßig zu wechseln, um Hautschäden und Unwohlsein des Kindes zu vermeiden. Doch welche ist für Kind und Umwelt gut verträglich und wie wickle ich richtig?

Etwas Geschichtliches zu Wickeln und Windeln

Sicher kennt jeder den Ausspruch: „Da bist du aber schief gewickelt“. Was in heutigen Zeiten eine irrtümliche Aussage eines Mitmenschen bezeichnet, hatte in den letzten Jahrhunderten eine ganz besondere Bedeutung. Hebammen, als Geburtshelfer und enge Betreuungspersonen von Schwangeren, Wöchnerinnen und Neugeborenen, verstanden die Kunst des Wickelns eines Babys und gaben diese an junge Mütter weiter. Gerade in den Zeiten der Rachitis, der sogenannten „Knochenweiche“, spielte das richtige Wickeln eins Babys eine wichtige Rolle. So konnten künftige Haltungsschäden des Kindes effektiv vermieden werden.Wickeltisch
Ähnlich dem Wickeln zum Auffangen von Urin und Stuhl des Kindes hat sich das „Pucken“ entwickelt. Das ist eine Methode, bei welcher der ganze Körper des neugeborenen Kindes bis zu den Schultern in ein luftdurchlässiges Tuch eng eingewickelt wird. Dies vermittelt dem Säugling, durch das Nachahmen der Enge im Mutterleib, ein intensives Geborgenheitsgefühl. Dadurch werden Babys vor Wärmeverlust geschützt und bei Stress beruhigt.
Seit Beginn an wurden Windeln aus Leinen hergestellt. Diese wurden zum Säubern ausgekocht und zu Desinfektionszwecken und zum Trockenen in der Sonne aufgehängt. Somit ist Leinen ein äußerst hygienischer Stoff und für besonders beanspruchte Textilien bestens geeignet. Später, mit der Verwertbarkeit der Baumwolle für Textilien, hat diese die klassische Leinenwindel abgelöst. Auch Baumwolle kann mit hohen Temperaturen behandelt werden und ist luftdurchlässig, womit sie optimal die Bedingungen, die an eine Windel gestellt werden, erfüllt. Über Generationen hinweg wurden diese Windeln für die neuen Erdenbürger benutzt und so Rötungen und Windeldermatitis nachhaltig vorgebeugt.
Im Jahr 1961 wurde die erste Wegwerfwindel von einer Amerikanerin erfunden, die diese jedoch nicht erfolgreich vermarkten konnte. Erst die heutige Pampers brachte den Erfolg auf dem amerikanischen Markt.

Entscheidungskriterien für Einmal- oder Baumwollwindeln

Inzwischen haben sich seit vielen Jahren auch bei uns die Einwegwindeln durchgesetzt, auch wenn sich die Einstellungen junger Mütter und Väter dahingehend geändert hat, dass Baumwolle in vielen Fällen die günstigere und gesündere Alternative für ihr Baby ist. Der Aufwand, den der Gebrauch von Stoffwindeln nach sich ziehen, ist natürlich höher. Er hält sich aber, dank moderner Waschmaschinen in Grenzen. Eine Waschtemperatur von 60 Grad Celsius ist hier ausreichend um die Windeln hygienisch rein zu bekommen. Rechnungen, die Baby WindelAnschaffungskosten, sowie Strom- und Wasserkosten mit einberechnen, haben ergeben, dass sich unter der Verwendung von Stoffwindeln in der gesamten Tragezeit eine Ersparnis von 600 Euro erzielen lässt. Die Kinder werden weniger wund und fühlen sich wohler. Die Geruchsbelästigung ist erstaunlicherweise bei den Wegwefwindeln als höher einzustufen. Das liegt an dem integrierten Superabsorber, der für Trockenheit an der Haut des Babys sorgen soll. Dieser entwickelt, wenn er durch Feuchtigkeit aktiviert wird, einen unangenehmen Geruch, weshalb die Windeln häufiger gewechselt werden sollten. Einwegwindeln gibt es in vielen unterschiedlichen Qualitäten und sind von nahezu allen Drogerieketten schon zu günstigen Preisen erhältlich. Mit praktischen Rabattcoupons lässt sich hier der ein oder andere Euro sparen.
Auch die Ausführungen der Textilwindeln haben sich weiter entwickelt. Inzwischen sind komplette Windelhosen, welche komplett gewaschen werden können, zu bekommen. Als Nachteil gilt hier die etwas eingeschränkte Mobilität, wenn das Baby aktiv seine Umwelt erkunden möchte. Eine Mischform aus beiden Varianten, ist eine gute Möglichkeit die Haut des Babys, den Geldbeutel, sowie die Umwelt zu schonen. Die Umstellung nach den ersten Lebensmonaten des Babys von Stoff- auf Einwegwindeln erfolgt in der Regel problemlos.

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