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Behördengänge vor Geburt 14. Juni 2018 0

Tipps & Ratschläge


Schwangerschaft und Geburt sind emotionale Zeiten für junge Eltern. Das Glück, ein gesundes Kind in den Armen zu halten ist überwältigend. Neben allen Glücksgefühlen gibt es aber bereits in der Schwangerschaft und nach der Geburt einige Behördengänge, die (werdende) Eltern gehen müssen. Eine gute Vorbereitung im Vorfeld kann hier einiges an Stress und Ärger sparen. Eltern können so mehr Zeit mit dem neuen Familienmitglied verbringen und sich die lästigen Behördengänge aufteilen.

Behördengänge vor der Geburt

Bereits vor der Geburt müssen werdende Eltern einige Formalitäten beachten. Hierzu zählt unter anderem:

  • Mutterschutz und Mutterschaftsgeld:
    Mode FeierSieben Wochen vor der Geburt muss die werdende Mutter bei ihrer Krankenkasse das Mutterschaftsgeld beantragen. Zur Orientierung dient der Entbindungstermin. Selbstständige Mütter wenden sich an das Bundesversicherungsamt und falls eine Krankentagegeldversicherung vorliegt, an ihre Versicherung. Erforderlich für den Antrag ist eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin. Diese stellt der Gynäkologe oder die betreuende Hebamme aus.
  • Vaterschaftsanerkennung und gemeinsames Sorgerecht:
    Unverheiratete Paare müssen die Vaterschaft beim Standes- oder Jugendamt anerkennen lassen, damit der Vater als Vater in der Geburtsurkunde steht. Besteht der Wunsch, die Vaterschaft notariell anerkennen zu lassen, fallen zusätzliche Kosten an. Die Abläufe zur Vaterschaftsanerkennung handhaben Kommunen unterschiedlich. Auch die Zuständigkeit von Jugend- und Standesamt variiert. Es macht Sinn, sich im Vorfeld telefonisch zu erkundigen. Beide Eltern müssen gültige Ausweisdokumente und Geburtsurkunden vorlegen.
    Gleiches gilt für die Beantragung des gemeinsamen Sorgerechts. Bei Ehepaaren entfällt dieser Behördengang.

Behördengänge nach der Geburt

Nach der Geburt sind weitere Behördengänge notwendig. Da Mama mit dem Baby im Wochenbett gut aufgehoben ist, kann Papa diese übernehmen. Bei Behörden sollte jedoch immer eine Vollmacht vorliegen.

  • Geburtsurkunde:
    Spätestens eine Woche nach der Geburt muss die Geburtsurkunde beim Standesamt der Stadt, in der das Kind geboren wurde, beantragt werden. Notwendig sind hierzu die ärztliche Bescheinigung über die Geburt, Ausweisdokumente beider Eltern; bei Eheleuten die Heiratsurkunde. Unverheiratete Paare brauchen die Bescheinigung über die Vaterschaftsanerkennung und das gemeinsame Sorgerecht sowie die Geburtsurkunden beider Elternteile.
  • Anmeldung beim Einwohnermeldeamt:
    Nach Vorliegen der Geburtsurkunde muss der neue Erdenbürger mit eben dieser beim zuständigen Einwohnermeldeamt angemeldet werden.
  • Antrag auf Elternzeit:
    Möchten beide oder ein Elternteil Elternzeit nehmen, muss diese bis spätestens eine Woche nach der Geburt beim Arbeitgeber beantragt werden.Familie Planung
  • Antrag auf Elterngeld:
    Eltern in Elternzeit haben Anspruch auf Elterngeld. Dieser Antrag sollte möglichst früh eingereicht werden, da Bearbeitungszeiten länger dauern können. Jedoch muss hierfür die Geburtsurkunde vorliegen. Den Antrag auf Elterngeld kann man bereits im Vorfeld vorbereiten, sodass man ihn nur noch abgeben muss.
  • Antrag auf Kindergeld:
    Spätestens sechs Monate nach der Geburt kann bei der Familienkasse durch Antrag und Vorlage der Geburtsurkunde das Kindergeld beantragt werden.
  • Anmeldung bei der Krankenkasse:
    Spätestens zwei Monate nach der Geburt muss man das Kind mit der Geburtsurkunde bei der Krankenkasse anmelden. Ist ein Elternteil privat versichert, empfiehlt es sich, vorab zu klären, wo das zukünftige Familienmitglied zukünftig versichert ist und welche Formulare vorliegen müssen.
  • Angabe des Familiennamens:
    Tragen Ehepaare oder unverheiratete Paare nicht den gleichen Familiennamen sollte man diesen spätestens einen Monat nach der Geburt beim zuständigen Standesamt melden.
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