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Babymode Bio 07. Juni 2019 0

Babymode


Biomode für unsere Babys ist sehr im Trend und immer mehr Anbieter tummeln sich in diesem Modemarkt für unsere Jüngsten. Die Produkte sollen nachhhaltig produziert sein und aus ökologisch angebauten und verarbeiteten Naturmaterialien hergestellt sein. Um das auch nachzuweisen, haben sich eine Menge Qualitätssiegel und Zertifizierungen am Markt etabliert. Wir wollen hier einmal einen Überblick verschaffen, welche es gibt und wofür sie stehen sollen.

Im Dschungel der grünen Biomode

weinenGrün, Fair, Bio, Organic, Öko – die Bezeichnungen für die neue Bio-Babymode sind vielfältig und kreativ. Aber was sagen sie wirklich aus? Zunächst einmal sind die Begriffe vom Gesetzgeber bis heute noch nicht geschützt und stehen deshalb gar nicht verbindlich für spezielle Materialien oder Herstellungsprozesse. Die Hersteller fairer Babybekleidung versehen deshalb ihre Produkte mit einer Vielzahl an Prüfsiegeln und Zertifizierungen, die eine bestimmte Qualität oder besonders nachhaltige Herstellungsverfahren dokumentieren sollen. Hierbei stehen meist biologisch angebaute Baumwolle, schonende Weiterverarbeitungsverfahren ohne chemische Zusätze und faire Arbeitsbedingungen für die produzierenden Menschen im Fokus der Prüfsiegel.

Warum macht echte Bio-Babymode Sinn?

Die feine, zarte und empfindliche Babyhaut ist den ganzen Tag in Kontakt mit der Babybekleidung. Deshalb stehen bei den Müttern für ihre Kleinen natürlich schadstofffreie Naturfasern wie z. B. die Biobaumwolle hoch im Kurs. Sie ist frei von Stoffen, die Allergien auslösen können und sie enthält auch keine anderen schädlichen Chemikalien, die die Gesundheit des Babys gefährden. Bio-Baumwolle hat ferner eine besonders gute Saugfähigkeit, sie ist sehr atmungsaktiv und kann die Körperwärme gut regulieren. Sie lässt sich auch bei höheren Temperaturen gut waschen und bleibt schön in Form.

Welche Siegel und Zertifizierungen sind relevant?

Man muss sich schon ein bischen einlassen auf die verschiedenen Prüfsiegel, um zu verstehen, was sie bedeuten. Nicht immer bedeutet dabei ein besonders schonend und schadstoffrei hergestelltes Material auch, dass das Produkt zu fairen Arbeitsbedingungen entstanden ist. Auch umgekehrt ist nicht unbedingt ein Zuhammenhang gegeben. Hier nun die wichtigsten Prüfzertifikate und ihre Bedeutung:Mode fürs Kind

Das BEST- Siegel

Dieses Siegel steht seit 2017 für den anspruchsvollsten Öko-Standard, den es auf dem Markt für Babybekleidung aus Naturtextilien gibt. Neben dem hohen ökologischen Anspruch wird auch ein hoher Maßstab an die soziale Verantwortung bei der Produktion gelegt. Alle Stoffe, die mit diesem Siegel ausgezeichnet werden, sind aus biologischem Anbau und reinen Naturfasern hergestellt. Produkte dürfen maximal 5 % synthetische Fasern enthalten, z. B. wegen notwendiger Elastizität. Chemische Verarbeitungs- und sonstige Gefahrstoffe sind in der gesamten Produktionskette vom Anbau der Baumwolle bis hin zur Weiterverarbeitung, Verpackung und sogar Müllentsorgung vollständig verboten. Kinderarbeit ist ausgeschlossen und es müssen beim Anbau und der Produktverarbeitung bestimmte, existenzsichernde Löhne garantiert werden. Das BEST-Siegel ist heute das Non-Plus-Ultra unter den Zertifizierungen und nur wenige Babymodehersteller haben es bislang erhalten.

Öko-Tex Standard 100

Das Siegel des Öko-Tex Standards prüft Schadstoffrückstände im fertigen Produkt. Hierbei bleiben jedoch die Bedingungen für den Anbau von Baumwolle und auch die Herstellungsprozesse völlig unberücksichtigt. Der Öko-Tex Standard hat jedoch unterschiedlich strenge Grenzwerte, die sich nach der Intensivität des Hautkontakts bemessen. So sind bei Babybekleidung jedenfalls besonders strenge Grenzwerte einzuhalten.

Der Global Organic Textil Standard – GOTS

Beim Gots Siegel werden sowohl die ökologischen Herstellungsbedingungen der Rohstoffe als auch soziale Mindeststandards bei den Arbeitsbedingungen in die Prüfung einbezogen. Auch hier ist die gesamte Herstellungskette Gegenstand der Prüfverfahren. Das GOTS- Siegel gehört heute zu den bekanntesten Zertifizierungen und verlangt ein Minimum von 70% Naturfasern im Endprodukt. In einer noch strengeren Zertifizierungsstufe – ORGANIC – müssen sogar 95 % des fertigen Produktes aus Naturmaterialien gefertigt sein.

Fair Wear Foundation

Dieses Siegel mit einem roten Kleiderbügel stellt ausschließlich auf die sozialen Arbeitsbedingungen ab und ist damit ein reines Sozialsiegel. Das Siegel steht für akzeptable Arbeitsbedingungen, existenzsichernde Löhne, gesundheitsunschädliche und sichere Arbeitsumfelder und kontrollierte Arbeitszeiten, keine Kinderarbeit und Zwangsarbeit.

Schwangerschaft

Fazit

Es lohnt sich, beim Babykleiderkauf etwas näher hinzuschauen und auf die verschiedenen Prüfsiegel zu achten. Neben den hier vorgestellten Siegeln gibt es noch eine Menge weiterer Zertifizierungen und oftmals sind die Hersteller von Babybekleidung auch mit mehreren Siegeln zertifiziert, die sich gegenseitig ergänzen. Kennt man sich ein bischen aus, lässt sich durchaus wunderbare Babykleidung finden, die nicht nur aus ökologisch einwandfreien Materialien hergestellt wurde, sondern auch dafür sorgt, dass die Menschen im Produktionsprozess fair und gerecht behandelt und entlohnt werden.

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