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schnuller entwöhnen 26. April 2016 0

Tipps & Ratschläge


Für Babys und Kleinkinder ist der Schnuller weitaus mehr als nur ein Accessoire. Der Schnuller hilft beim täglichen Einschlafen und hat eine beruhigende Wirkung. Doch trotz all seiner Nützlichkeit im Alltag für Baby und Eltern wird ab einem Alter von 36 Monaten empfohlen, mit der Schnullerentwöhnung zu starten. Mit ein wenig Geschick und Feingespür ist es möglich, den für Kleinkinder schwierigen Trennungsmoment tränenfrei über die Bühne zu bringen.

Der Schnuller, ein lieb gewonnener Freund

schnullerViele Kleinkinder bauen im Laufe der Monate und Jahre eine persönliche Beziehung zu ihrem Schnuller auf. Sie geben dem Beruhigungssauger einen Namen und nehmen ihn überall hin mit. Für Eltern ist es daher wichtig zu verstehen, dass sich für ihr Kind hinter dem Babyartikel weit mehr versteckt als nur ein Accessoire aus Kunststoff. Es ist daher sehr hilfreich, dass Kind langsam auf den Moment der Entwöhnung vorzubereiten. Hierfür gibt es spezielle Bücher in der Kinderliteratur, welche mit einem psychologischen Ansatz die Geschichte der Schnullerentwöhnung aufnehmen und Kinder mit altersgerechten Bildern und Texten auf die Trennung vorbereiten.

Du bist schon groß!

Kinder im Alter von 36 Monaten zeigen für viele Dinge ein weitaus größeres Verständnis, als man glaubt. Es ist daher auch eine gute Strategie, dem Kind bewusst zu machen, dass jemand anders den Schnuller doch viel notwendiger braucht. Sätze wie: „Schau, das Nachbarbaby ist doch noch so klein und du gehst schon in den Kindergarten!“ oder „Das kleine Babyhündchen würde sich auch freuen, einen Schnuller zu haben!“, zeigen oft eine magische Wirkung. Versuchen Sie daher, mit Ihrem Kind zu reden und den Schnuller in kleinen Schritten aus dem Alltag zu entfernen. Lenken Sie Ihr Kind ab und bringen Sie es auf andere Gedanken. Die schwierigste Zeit bei der Schnullerentwöhnung ist das Einschlafen. Auch hier sollten Sie behutsam in kleinen Schritten vorgehen. Zuerst sollten gezielt die kleinen Schläfchen zwischendurch, dann den Mittagsschlaf und letztendlich die ganze Nacht ohne Schnuller bewältigt werden.

Den Schnuller eintauschen!

entwöhnungWirkungsvoll bei der Trennung vom Schnuller ist es, den Trennungsakt mit einem kleinen Ritual zu begleiten. Dafür können Sie Festtage wie Ostern oder Nikolaus nutzen und den Schnuller bei der Geschenkübergabe an den Osterhasen oder den Nikolaus übergeben. Ein beliebtes Ritual ist es, den Schnuller mit der Post zu verschicken. Gestalten Sie mit Ihrem Kind gemeinsam ein Päckchen und versenden Sie es ins Schnullerland. Vielleicht sind Ihnen schon einmal Bäume aufgefallen, an denen Schnuller hängen? Das Ritual des Schnullerbaums ist vor allem in Parks oder Zoos immer wieder zu sehen und äußerst beliebt. Der Vorteil bei diesen Methoden ist, dass der Schnuller dann wirklich nicht mehr greifbar ist und es keinen Weg zurück mehr gibt. Dies mag zwar im ersten Moment ein wenig hart klingen, doch es ist eine der besten Möglichkeiten, Ihrem Kind zu erklären, dass der Schnuller leider nicht mehr greifbar ist.

Fazit

Die Schnullerentwöhnung mag zwar nicht immer ohne Tränen erfolgen, doch mit ein wenig Vorbereitung ist dieser Schritt gar nicht so schwer. Als werdende Eltern sollte man sich darüber bewusst sein, dass ein Schnuller weitaus gesünder und einfacher abzugewöhnen ist, als ein Kinderdaumen.

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