» Den richtigen Paten oder die richtige Patin fürs Baby wählen
Baby und Vater 26. Juni 2018 0


Die Geburt eines Kindes löst bei Familie und Freunden vor allem Freude und Glück aus. Mit einer Taufe wird der neue Erdenbürger dann symbolisch in der Gemeinschaft aufgenommen. Doch auch ohne christlichen Hintergrund gibt es eine Vielzahl an Ritualen, das neue Familienmitglied im Leben Willkommen zu heißen. Meist stehen neben den Eltern dem kleinen Menschen ein oder zwei Paten zur Seite. Doch wie triffst Du die richtige Wahl, wer Pate oder Patin sein wird?

Pate/Patin: Bedeutung und Hintergrund

Ganz gleich, ob klassischer christlicher Hintergrund oder schönes Ritual: Wenn Du jemanden als Pate für Dein Kind aussuchst, erweiterst Du den Kreis der Menschen, die Dein Kind auf dem Lebensweg begleiten. Meist kommt der Pate oder die Patin aus dem direkten, familiären Umfeld oder engsten Freundeskreis in Frage. Vielleicht gibt es ja auch eine Tradition, wie das Patenamt innerhalb der Familie besetzt wird. Bevor Du jedoch die finale Entscheidung triffst, mach Dir bewusst, was das Patenamt für eine Bedeutung hat:

  • Baby und PapaIm Kirchengesetz steht, dass ein Pate die Aufgabe hat, im Laufe des Lebens des Kindes ihm bei der Bewusstwerdung zu helfen, welche Bedeutung die Taufe hat. Paten sind demnach maßgeblich für die religiös-spirituelle Entwicklung des Kindes verantwortlich. Auf den Alltag übertragen kann das (auch ohne christlichen Hintergrund) bedeuten, dass ein Pate dem Kind hilft, eigene moralische Werte als wichtig und bedeutend einzustufen. Die Auseinandersetzung mit moralischen Werten, deren Hintergründe und der Bedeutung für das eigene Handeln sowie ein „An-die-Hand-Nehmen“ zur Selbstreflexion fordern den/die Paten/Patin. Eine intensive Beziehung zwischen Patenonkel oder -Tante und Kind ist für diese Aufgabe von großer Bedeutung.
  • In früheren Zeiten hatten Patentanten und Patenonkel eine weitere, wichtige Aufgabe: Verstarben die Eltern, war es oft der Pate, der das Kind zu sich nahm und großgezogen hat. Diese Verantwortung konnten Paten übernehmen, weil sie eine intensive Beziehung zum Kind hatten und es in der religiösen Glaubensfindung unterstützt haben.
  • Heutzutage sind Paten bei wichtigen Ereignissen dabei. Hierzu gehören Veranstaltungen wie: Taufe, Geburtstage, Einschulung, Konfirmation, ect.

Das Patenamt will bedacht gewählt werden

Familientradition hin, Versprechen her: Bei der Wahl des Paten mach Dir bewusst, welche Aufgaben Du Dir von dem/den Paten wünschst. Es kann außerdem helfen, darüber nachzudenken, welche Aufgaben Paten im klassischen und modernen Sinne haben.

  • Würde es Dich beruhigen, Dein Kind nach Deinem Tod in der Obhut des/der Paten zu wissen?
  • Was empfindest Du bei dem Gedanken, dass der/die Paten bei wichtigen Ereignissen und Meilensteinen Deines Kindes dabei ist?
  • Welche moralischen Werte sind Dir wichtig? Teilst Du diese Ansicht mit dem/den Paten?Buch

Eltern sollten diese Fragen gemeinsam angehen um anschließend eine bewusste Wahl treffen zu können. Der/die Auserwählte wird sich sicher freuen. Bei der Frage zur Übernahme des Patenamtes ist ein Austausch über Erwartungen und Wünsche zwischen Eltern und Paten wichtig. Eine bewusste Wahl ist ein großes Geschenk, das Eltern ihren Kindern machen können. Ein weiterer Wegbegleiter für den neuen Erdenbürger bietet Inspiration und Freude für alle Beteiligten.

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