» » Der eigene Geburtsplan: Einen groben Plan sollte jede werdende Mama haben
werdende Mama 24. Juli 2018 0

Tipps & Ratschläge


Eine Schwangerschaft ist ein Abenteuer. Am Ende der Reise steht die Geburt des eigenen Kindes. Dann, wenn der Bauch immer runder und die Bewegungen des Ungeborenen immer präsenter werden, kommen werdenden Mamis immer mehr Gedanken zur bevorstehenden Geburt. Gerade Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, machen sich viele Gedanken darüber, was auf sie zukommt. Berichte und Empfehlungen von Freundinnen oder Müttern aus der Familie können Ängste verursachen oder Hoffnung geben. Die eigenen Wünsche für die Geburt des eigenen Kindes kann jedoch nur jede werdende Mutter für sich formulieren. Auch wenn der Verlauf der Geburt nicht planbar ist, ist es keine schlechte Idee, die eigenen Wünsche in einem „Geburtsplan“ festzuhalten.

Geburt mit Plan: Geht das überhaupt?

Zugegeben, das Wort „Geburtsplan“ kann leicht irreführend sein. Der Verlauf einer Geburt ist individuell verschieden und selbst Mütter mehrerer Kinder werden bestätigen, dass jede Geburt anders verläuft. Was passiert, ist nicht planbar. Daher kann man auch einen anderen Begriff nutzen, um die eigenen SchwangerschaftsplanWünsche zur Geburt festzuhalten. Vielmehr als einen genauen Plan zu haben, geht es darum, die eigene Haltung zu Ereignissen, die auf einen zukommen können, schriftlich festzuhalten:

  • Wo möchte ich mein Kind zur Welt bringen und wer soll/darf mich dabei begleiten?
  • Wie stehe ich zu Schmerzmitteln?
  • Welche Position stelle ich mir angenehm vor?
  • Möchte ich im Krankenhaus direkt einen Zugang gelegt bekommen oder lieber abwarten?
  • Was ist mir bei der Erstversorgung meines Babys wichtig?
  • Wünsche ich mir viel oder wenig Unterstützung durch die betreuenden Hebammen und Ärzte?
  • Soll meine Begleitperson bei einem Kaiserschnitt mich oder mein Kind begleiten?
  • Wovor habe ich Angst? Was wünsche ich mir?
  • u.v.m.

Ein Geburtsplan ist zudem eine gute Gelegenheit, individuelle Wünsche und Gedanken zur Geburt festzuhalten. Kommt der eigene Partner oder eine andere Vertrauensperson zur Geburt mit, ist es sinnvoll, den Geburtsplan/-Wünsche im Vorfeld gemeinsam zu besprechen. So kann man sich in Ruhe auf die Wehen, die richtige Atmung und Entspannung konzentrieren, während die Vertrauensperson die Funktion als Brücke zwischen einem und dem fremden Fachpersonal einnimmt.
Ein Geburts“plan“ hat zudem einen weiteren Vorteil: In der eigenen Akte abgelegt, kann das Personal bei einem Schichtwechsel auf den ersten Blick erkennen, was einem wichtig ist. Erneute Erklärungen sind dann nicht mehr nötig.

Selbstbestimmte Geburt

Geburt SchmerzenWerdende Eltern, die sich unterschiedliche Kliniken und Geburtshäuser ansehen, werden schnell feststellen, dass in jedem Team eine andere Philosophie herrscht: Einige Kliniken bauen auf maximale Sicherheit durch Hightech-Medizin. Andere Teams setzen auf die Urkraft der Frau und ziehen alternative Methoden, zum Beispiel Akupunktur, zur Unterstützung herbei.
Was für eine werdende Mama passt, kann nur sie allein entscheiden. Eine ausführliche Beschäftigung mit allen Themen und Möglichkeiten rund um die Geburt ist daher wichtig, um den eigenen Weg zu finden. Selbst wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Frauen, die sich intensiv mit dem Geburtsgeschehen auseinander gesetzt haben, die Strapazen des Vorgangs besser annehmen können und beispielsweise weniger Schmerzmittel brauchen.

Auch ist ein Geburts“plan“ nicht in Stein gemeißelt. Kommt es anders, als Mama denkt, kann sie unter der Geburt individuelle Wünsche äußern.

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