» » Der erste Arztbesuch - wie man das Kind vorbereitet
Vater und Kind 22. Oktober 2019 0

Pflege & Gesundheit


Zwischen der vierten und fünften Lebenswoche wird ein Neugeborenes in der Früherkennungsuntersuchung gründlich vom Kinderarzt inspiziert. Eine körperliche Untersuchung und ein Ultraschall sollen über den gesundheitlichen Zustand des Babys und über mögliche Beeinträchtigungen aufklären, um das Kind rechtzeitig versorgen zu können. Doch wie bereitet man sich selbst und das Kind eigentlich auf den Arztbesuch vor?

Die Tasche packen

Zunächst einmal sollte man folgende Dinge nicht vergessen: Das gelbe Kinderuntersuchungsheft mit Teilnahmekarte und die Krankenversicherungskarte der Eltern gehört dazu. Auch frische Windeln und feuchte Tücher gehören in die Tasche. Der Grund: Während der Untersuchung wird das Kind in der Regel entkleidet und nackt gewogen. Sollte die Windel voll sein, muss sie deshalb nach der Untersuchung gewechselt werden.

Aufregung und Nervosität in den Griff bekommen

Der erste Arztbesuch kann für Eltern und Kind zum richtigen Abenteuer werden. Oft ist die Aufregung groß, man möchte nichts vergessen und hat viele Fragen. Worauf Eltern achten sollten: Die eigene Nervosität kann sich auch auf das Kind übertragen. Am besten sollten die Vorbereitungen deshalb schon am Vortag erfolgen, um rechtzeitig und ohne Stress zum Termin aufbrechen zu können.

Eine leichte Decke mitnehmen

HändeKinder frieren häufig schneller als Erwachsene. Wichtig ist, dass Eltern deshalb eine Decke für die Kleinen einpacken, wenn es zum Kinderarzt geht. Das hat zwei Vorteile: Ist das Baby ausgezogen, wird es mit der Decke warmgehalten. Außerdem entfällt das aufwendige An- und Ausziehen von Kleidung, wenn das Kind weiterhin körperlich untersucht werden soll.

Fragen vorbereiten

Vor allem beim ersten Kind haben Eltern häufig Fragen und Unsicherheiten, welche sie mit dem Kinderarzt besprechen möchten. Zur Vorbereitung gehört deshalb auch eine kleine Liste mit eventuellen Fragen und Auffälligkeiten, die beim Baby während der letzten Tage festgestellt worden sind. Ein aufklärendes Gespräch über die Entwicklung und das Verhalten des Kindes gehört auch von Seiten der Kinderärzte dazu. Hierbei werden Eltern zur Ernährung des Kindes, mögliche Schwierigkeiten im Alltag und zur allgemeinen Betreuung des Neugeborenen befragt und beraten.

Arztbesuch mit dem größeren Kindern

Oft ist der „erste“ Arztbesuch mit Kindern, die aus dem Babyalter schon heraus gewachsen sind, eine nervenaufreibende Angelegenheit. Angst, Herumtoben und hibbelige Schreie gehören dazu. Damit das Kind sich mental auf den ersten Arztbesuch einstellen kann und nicht im Wartezimmer nervös wird, ist eine Vorbereitung wichtig. Die Angst und Ungewissheit können Eltern und auch Erzieher im Kindergarten bereits zusammen mit dem Kind bekämpfen, über die Untersuchung aufklären und den Ablauf auch „spielerisch“ erklären. Was zum Beispiel hilft: Untersuchung nachspielen, sich auf ein Bett legen, dem Kind erklären, was jetzt passiert. Auch Kinder können in die Rolle des Arztes schlüpfen, um die Angst zu verlieren.

Bei welchen Auffälligkeiten zum Arzt?

Füße vom BabyLeidet das Kind unter Appetitlosigkeit, Durchfall, Fieber und allgemeinem Unwohlsein, ist ein Arztbesuch ratsam. Die Kommunikationssignale von Kindern unterscheiden sich oft von denen des Erwachsenen. Hat es beispielsweise Schmerzen, wissen wir nicht sofort, worunter es leidet. Wichtig ist, aufmerksam zu bleiben, hinzuhören und auch körperliche Signale wahrzunehmen, bevor ein Kinderarzt konsultiert wird.

Fazit

Der erste Arztbesuch kann Eltern und Kind verunsichern. Eine gründliche Vorbereitung hilft dabei, dass Stress und Zeitdruck keine Chance haben und die kleine Familie entspannt zum ersten Termin erscheint. Nicht vergessen: Untersuchungsheft, Versichertenkarte, Windeln, Decke und eine Notiz über mögliche Auffälligkeiten oder Fragen an den Kinderarzt!

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