» » Die Hebamme - Ganzheitliche Betreuung bereits vor der Geburt
Mutter werden 22. Dezember 2015 0

Tipps & Ratschläge


In Deutschland leben durchschnittlich 1,6 Kinder pro Familie. Damit gehört die Übergangsphase von der Partnerschaft zum Elternwerden zu einem Highlight der Extraklasse. Frauen haben die Möglichkeit, während dieser einzigartigen Zeit eine erfahrene Fachkraft zu konsultieren. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Aufgaben und Möglichkeit eine individuelle Hebammenbetreuung hat.

Während der Schwangerschaft

modeDie sogenannte Schwangerenvorsorge umfasst verschiedene Leistungen. Im Wechsel mit Besuch beim Gynäkologen können Schwangere eine Hebamme konsultieren. Bis zum achten Schwangerschaftsmonat berät die Hebamme circa alle 4 Wochen. Im Anschluss daran werden Frauen bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft alle zwei Wochen bis zum Geburtstermin bestellt. Die Schwangerenvorsorge bei der Hebamme umfasst vielseitige Tätigkeiten. Dazu gehören die Bestimmung des Geburtstermins, Blut- und Urinuntersuchung, Blutdruckmessungen und das Abhören der kindlichen Herztöne. Zudem kontrollieren Hebammen den Stand der Gebärmutter und Ertasten die Lage als auch Größe des Ungeborenen. Während dieser Zeit können schwangere Frauen ihre Hebamme zu jeder Zeit bei weiteren Fragen sozialer, physiologischer oder psychologischer Natur konsultieren. In vielen Hebammenpraxen stehen zudem alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Bachblütentherapie oder Homöopathie zur Verfügung. Diese sanften Maßnahmen lindern nicht nur typische Schwangerschaftsbeschwerden. Vielmehr unterstützen sie bei der natürlichen Geburtsvorbereitung und Begleitung im Wochenbett.

Nach der Geburt: Wochenbettbetreuung

Die ersten acht bis zwölf Wochen nach der Geburt werden als Wochenbett bezeichnet. In diesen Tagen besucht die Hebamme die frischgebackene Familie zu Hause. Auf Wunsch können diese Treffen ab circa 14 Tage nach der Geburt auch in der Hebammenpraxis stattfinden. Zu den Hauptaufgaben der Hebamme gehört der gesundheitliche Zustand von Mutter und Kind. Beispielsweise gehört die Beobachtung des Wundheilungsprozesses der eventuellen Damm- oder Kaiserschnittnaht dazu. Die Rückbildung der Gebärmutter ertastet die Hebamme über den Bauch. Während der einzelnen Besuche kontrollieren Hebammen zudem immer den Gesundheitszustand des Neugeborenen. Es wird gewogen und beim Trinken beobachtet. Selbstverständlich kontrolliert die Fachkraft auch die Nabelheilung und kindliche Körpertemperatur. Kurz nach der Geburt bilden einige Babys manchmal die Neugeborenengelbsucht aus. Die Hebamme schätzt den Status ein und berät zu eventuellen Vorgehensweisen. Während der gesamten Stillzeit können Mütter ihre Hebamme anrufen. Sie gibt Tipps zum Stillen, hilft bei eventuellen Problemen und unterstützt beim Abstillen. In diesem Zusammenhang berät die Hebamme junge Familien zur Einführung von Beikost.

Hebammengeleitete Kurse

vorsorge und nachsorgeViele Hebammen bieten in eigenen Praxen oder Geburtshäusern Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse an. Diese werden ähnlich wie die gesamte Hebammenbetreuung von Krankenkassen gezahlt. Der Vorteil für die Mutter ist, dass sie Kontakte zu anderen Familien mit kleinen Kindern knüpfen kann. In Vorbereitungskursen vermitteln Hebammen Informationen zu Abläufen einer natürlichen Geburt. Partner sind oft ebenso herzlich eingeladen. Im Rückbildungskurs erlernt die Mama zahlreiche sanfte Sportübungen, um ihren Körper nach der Geburt bei der Regeneration zu unterstützen.

Zu bedenken gilt, dass die Entscheidung für oder gegen eine Hebamme bei der werdenden Mutter liegt. In jedem Fall ist diese gesetzlich verankerte Leistung kostenfrei und freiwillig. Dennoch sei unterstrichen, dass Schwangerschaft und Geburt besondere Lebensphasen sind. Zum einen steht der weibliche Hormonhaushalt Kopf. Auf der anderen Seite kann nicht vorausgesagt werden, wie der gesundheitliche Verlauf bei Mutter und Kind ist. Eine Hebammenbetreuung bietet diesbezüglich Sicherheit und ganzheitliche Unterstützung. Hinzukommt, dass Frauen eigene Bedürfnisse gegenüber der Hebamme gern äußern dürfen. Im Einzelfall beschränken sich ihre Besuche auf ein Minimum und erleichtern den Start in ein glückliches Familienleben.

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