» » Eingewöhnung in die Krippe - So gelingt der Start der Kinderbetreuung
Betreuung Erziehung 10. September 2016 0

Tipps & Ratschläge


Die gemeinsame Zeit mit einem Baby genießen wohl alle Eltern. Doch nach einigen Wochen oder Monaten kommt die Zeit, zu der beide Eltern wieder ins Berufsleben einsteigen möchten und für den Sprößling wird die richtige Unterbringung gesucht. Krippen für Kinder bis 3 Jahren sind dabei die beliebteste Form der Betreuung und werden von Eltern als verlässlich und kompetent beurteilt. Bevor das Kind zu geregelten Zeiten die Krippe besuchen kann, muss zunächst die Eingewöhnung gemeistert werden. Damit der Start gelingt, sollten einige Kriterien beachtet werden.

Zeit ist der entscheidende Faktor

Wenn Mutter oder Vater wieder zurück ins Berufsleben muss oder möchte, liegt meist ein zeitlich begrenzter Rahmen für die Eingewöhnung in die Kindertagesstätte vor. Wird dieser Zeitrahmen zu eng geplant, so werden auch Eltern nervös und haben schnell das Gefühl, dass die Eingewöhnung einfach funktionieren muss. Meist überträgt sich diese Anspannung auf die Kinder. Bevor Spiel Kinderein Elternteil im letzten Moment den Wiedereintritt ins Berufsleben nach hinten verschieben muss, sollte von Anfang an möglichst viel Zeit eingeplant werden. Die Eingewöhnung nach dem sogenannten Berliner Modell ist weit verbreitet und empfiehlt eine Zeitspanne von wenigstens 3 Wochen. Um etwas Spielraum zu haben, sollten Eltern durchaus damit rechnen, dass eine geglückte Eingewöhnung eventuell bis zu 4 Wochen dauern kann. So wird es am Ende nicht hektisch und das Kind kann sanft und in aller Ruhe an seinen neuen Alltag gewöhnt werden.

Die richtige Bezugsperson finden

Die meisten Eltern gewöhnen ihre Kleinsten um den 12. Lebensmonat herum in eine Kindertagesstätte ein. Dieses Alter gilt als grundsätzlich eher unproblematisch. Aber auch frühere oder spätere Eingewöhnungen können glücken. Die wichtigste Voraussetzung hierfür ist, dass das Kind von Beginn an eine feste und liebevolle Bezugsperson in der Krippe hat. Die Person sollte während der Eingewöhnung für das Kind immer greifbar sein, denn sie ersetzt für die Betreuungszeit die elterliche Nähe und gilt währenddessen als vertrauteste Person. Sie sollte das Kind trösten und beruhigen können. Hierbei sollten Eltern auf ihr Bauchgefühl achten. Nicht immer ist es möglich, dass alle Menschen miteinander harmonieren. Wenn das Gefühl entsteht, dass die Betreuungsperson vom eigenen Kind womöglich nicht akzeptiert wird, sollte dies der Krippe frühzeitig mitgeteilt werden, so dass schnellst möglich die Eingewöhnung mit einer anderen Erzieherin oder einem Erzieher erfolgen kann.

Ganztags oder Halbtags?

Nicht jedes Kind kann einen gesamten Tag in der Krippe einfach so meistern. Einigen Kindern macht es dort so großen Spaß, dass sie ohne Probleme bis zu 10 Stunden täglich dort verbringen können und sowohl Mutter als auch Vater können Vollzeit arbeiten gehen. Doch auch hier ist zu empfehlen, diese Entscheidung einzig und alleine von der Persönlichkeit des eigenen Kindes abhängig zu machen. Einigen mag vor allem zu Beginn die Geräuschkulisse und der aufregende Alltag etwas zu schaffen machen. Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind ausreichend viele Möglichkeiten hat, Ruhepausen einzulegen und bei Bedarf auch einen langen Mittagsschlaf machen zu können. So ist das Kind auch am Abend nicht völlig ausgepowert und womöglich mit der neuen Situation überfordert.Draußen Spiel SpaßMit der richtigen Bezugsperson in der Krippe klappt die Eingewöhnung in der Regel meist unproblematisch. Die Trennung von Mutter und Vater sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Einigen Kinder brauchen einfach etwas mehr Zeit. Deshalb sollten alle Beteiligten möglichst keinen Druck auf das Kind ausüben und die Sache gelassen angehen.
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