» » Erkältung bei der Mutter - Stillen dennoch ohne Risiko für das Kind?
liebe 20. März 2019 0

Pflege & Gesundheit


Der Winter ist ein typischer Monat für eine Erkältung. Davon bleiben auch stillende Mütter nicht verschont. Es ist aber vermutlich ein Trost, dass eine Ansteckungsgefahr für das Baby kaum besteht. Wichtig ist trotzdem, auf einige Aspekte während der Erkrankung zu achten.

Erkältete Mutter – Gefahr für das Baby?

BabyflascheDiese Frage kann eindeutig mit Nein beantwortet werden. Denn Kinder haben während des ersten Lebensjahres den sogenannten Nestschutz. Dabei handelt es sich um eine Art Abwehrschild, das von der Mutter direkt an ihren Nachwuchs weitergegeben wird. Infektionen werden damit effektiv abgewehrt. Dennoch kann es Sinn machen, dass die Mutter beim Stillen bei einer starken Erkältung eine entsprechende Maske für Nase und Mund trägt. Diese ist in jeder Apotheke erhältlich und sichert den Schutz des Kindes zusätzlich ab. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Mutter Fieber bekommt. Denn ein damit verbundener bakterieller Infekt muss eventuell mit Antibiotika behandelt werden, was sich auf das Stillen auswirken kann. In diesem Fall sollte einfach der behandelnde Art entsprechend informiert werden.

Mutter braucht Ruhe und gesunde Nahrung

Damit sich die stillende Mutter möglichst rasch wieder erholt, benötigt sie viel Ruhe. Immerhin belastet eine Erkältung den menschlichen Körper massiv, wobei dieser ja bereits während der Stillzeit besonders beansprucht wird. Ruhe und Unterstützung durch den Partner und andere Familienangehörige sind ebenso wichtig wie eine ausgewogene Ernährung. Gerade letzteres ist ein wichtiger Aspekt, da ja der weibliche Körper dem Kind über die Muttermilch alle wichtigen Nährstoffe liefern können muss. Damit er nicht auf etwaige Reserven zurückgreifen muss, sollten Hühnersuppe und viel Gemüse auf dem Speiseplan der Mutter während einer Erkältung stehen. Auch wenn der Appetit erfahrungsgemäß etwas eingeschränkt ist, müssen regelmäßige Mahlzeiten erfolgen. Auch sogenannt warme Gewürze, also zum Beispiel Ingwer und Koriander bzw. Nelke und Basilikum bzw. Rosmarin tun einer kranken Mutter gut.

Inhalieren und schonende Medikamente sind erlaubt

Werden stillende Mütter krank, können sie sich ohne weiteres an ihre betreuende Hebamme wenden. Diese steht mit Rat und Tat zur Seite und kann Tees bzw. auch homöopathische Mittel empfehlen, die zu einer raschen Genesung beitragen und der Mutter gut tun. In jedem Fall ist ein warmes Bad mit erkältungslindernden Zusätzen sehr wohltuend. Gerade abends vor dem Schlafengehen ist dies hilfreich. Wer noch im Wochenbett ist, sollte aber erstmal nachfragen, ob baden schon erlaubt ist. Die Frage nach den passenden Medikamenten ist nicht so einfach zu beantworten. Denn die meisten bekämpfen nicht den Infekt, sondern lindern einfach die entsprechenden Symptome. Wer starke Kopfschmerzen hat, kann durchaus auf eine Paracetamol-Tablette setzen, die allerdings immer erst nach dem Stillen eingenommen werden sollte. Ein sehr unbedenkliches Heilmittel für grippale Infekte ist Inhalieren. Das ist immer eine gute Hilfe, wobei darauf zu achten ist, dass das Baby die Dämpfe nicht einatmet.

nähe mutter

Grundsätzlich ist Stillen auch bei Erkältungen oder grippalen Infekten kein Problem und schon gar kein Risiko für das Baby. Wichtig ist einfach, dass sich die Mutter schnell wieder erholt, was mit Unterstützung von der Familie sowie homöopathischen Hausrezepten durchaus rasch gelingt.

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