» » Erziehung beginnt bereits im Babyalter
Zuneigung und Liebe 15. Oktober 2014 0

Tipps & Ratschläge


Erziehung heißt, dass Sie Ihrem Kind Werte vermitteln und im Heranwachsen sämtliche Stützen geben, damit es im Erwachsenendasein eigenständig leben und dies auch genießen kann. Die Aufgabe der Eltern ist u. a. auch, die Gefühlswelt zu erklären und Gefühle auch im gesunden Maß vorzuleben. Es gibt kein richtig oder falsch, denn es sind Ihre Entscheidungen.

Die ersten Erziehungsmaßnahmen

KindererziehungIhre ersten großen erzieherischen Maßnahmen sind die schönsten und angenehmsten Dinge des Lebens. Sie geben Ihrem Baby Zuneigung und Liebe. Der Körperkontakt ist ein sehr wichtiger Bereich der Erziehung. Ihr Baby braucht die körperliche Wärme und Nähe sehr. Dies ist auch ein Hauptgrund, warum später die „Strafe“ des Zimmerarrestes so hart empfunden wird, denn es ist ein bewusster Entzug der Nähe.

Bevor Sie verzweifeln, versetzen Sie sich in die Lage Ihres Kindes und hinterfragen Sie die Situation. Weinen ist die einzige Möglichkeit für Babys zu kommunizieren. Ihr Baby weint nicht, um Sie zu ärgern oder um Ihnen Schlaf zu rauben. Es weint, weil es ein Bedürfnis hat. Daher ist Empathie eine unverzichtbare Eigenschaft von Eltern.

Ständiges hinunterwerfen von Dingen ist auch keine Schikane gegen die Eltern, es ist für Ihr Kind ein „Wow-Effekt“. Erwachsene nennen es Schwerkraft für Ihr Kind ist es eine unbändig große Faszination und es werden Ebenen, Geräusche, Schnelligkeit und vieles mehr entdeckt.

Ein Erziehungshelfer namens Ritual

Ein wertvoller Helfer ist die Struktur. Ein Ritual beruhigt und bringt Sicherheit. Das Schlafengehen sollte das erste geplante Ritual sein. Dies ist allerdings erst sinnvoll, wenn Ihr Kind einen Schlafrhythmus hat. Sie können z. B. mit dem Licht einschalten beginnen, dann wickeln, den Schlafanzug anziehen, danach die Fenster verdunkeln, das Kind ins Bett legen und eine Spieluhr aufziehen. „Schlaf gut und träume etwas Schönes“ kann ein liebevoller Abschluss des abendlichen Rituals sein.

Baby stillenNicht nur die Wohnung wird erkundet, entdeckt und getestet, auch Sie. Ihr Kind spürt, ob sie außer Haus gehen möchten und Ihre damit verbundenen Bedenken, denn schließlich war es lange Zeit unter Ihrem Herzen. Das heißt nicht, dass Sie dies nie wieder machen sollten oder erst außer Haus gehen, wenn Ihr Baby sich beruhigt hat. Sie sind in einer Partnerschaft und können sich aufeinander verlassen und diese Sicherheit sollte Sie beruhigen.

Eines ist gewiss: Jedes Verhalten bringt eine Konsequenz mit sich. Bringen Sie dies in die Erziehung mit ein, doch verwechseln Sie es nicht mit einer Drohung. Egal was Sie machen, machen Sie es bewusst, denn zur Erziehung gehört auch das Vorleben von Werten und Bedürfnissen. Wenn Sie Hunger haben, werden Sie ihn stillen. Sind Sie müde, werden Sie versuchen Ihrem Körper Ruhe zu gönnen. Sind sie verzweifelt, suchen sie etwas oder jemanden, der Ihnen Zuversicht zuspricht.

Achten Sie auf sich und Ihre Bedürfnisse. So neu und aufregend das Elterndasein ist, sie sind eigenständige Personen und auch Partner füreinander. Geben Sie nicht alle alten Rituale durch die neue Situation auf. Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden, denn Ihr Kind bekommt Ihren Gemütszustand mit.

Die praktische Erziehung beginnt erst im Babyalter, doch die Theorie der Erziehung beginnt bereits, wenn Ihr Nachwuchs unterwegs ist und Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihrem Kind die Reise des Lebens gestalten möchten und mit dem Partner dies erarbeiten.

Bewerten Sie diesen Artikel
Bewertung 0 / 5 (0 votes cast)
0RETWEETSTweet
0GOOGLE +1+1
0SHARESTeilen

Ähnliche Artikel

Kommentare0

Schreibe einen Kommentar

Neu in Tipps & Ratschläge