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Schlafen 13. Juni 2017 0

Tipps & Ratschläge


Eines der Themen, die immer wieder polarisieren, ist das Thema Familienbett. Soll das Baby im Elternbett schlafen? Ist das gesund? Ist das gefährlich? Wird das Kind zu sehr „verwöhnt“? Jeder kann selbst entscheiden, wie es in der eigenen Familie gehandhabt wird. Allerdings gibt es einige Dinge zu bedenken, die bei der Entscheidung berücksichtigt werden müssen.

Mythos Familienbett – was stimmt und was nicht?

Selbstverständlich soll Ihr Kind gesund groß werden, dazu gehört neben der Gesundherhaltung des Körpers auch die seelische Gesundheit. Diese wird besonders durch eine positive Bindung zu den Eltern gestärkt. Kleine Kinder sind anfangs noch sehr auf ihre Eltern angewiesen, deshalb wollen Eltern und Kindersie sie immer in ihrer Nähe haben. Diese garantiert ihnen Schutz vor Gefahren und Kälte, Nahrung und Mobilität. Deshalb schlafen sie tiefer und länger in der Nähe der Eltern. Auch für die Eltern ist es praktischer, zum nächtlichen Füttern und Trösten nicht aufstehen zu müssen. Dies sind die tatsächlich sinnvollen und positiven Seiten eines Familienbettes.
Die unangenehmen Seiten sind jedoch nicht zu missachten: Viele Eltern schlafen in unbequemen Positionen, wenn ein Kind mit im Bett liegt. Die Kleinen nehmen mehr Platz in Anspruch, als das auf der ersten Blick erscheinen mag. Die verkrampfte Liegeposition kann bei einigen Eltern zu Schlafstörungen oder Rückenschmerzen führen.
Es kann auch gefährlich werden: Ganz junge Babys können im Schlaf versehentlich unter die Bettdecke der Eltern rutschen und sich nicht aus eigener Kraft daraus befreien. Dies kann lebensgefährlich werden, wenn die Eltern im Schlaf nichts davon bemerken und das Kind an Sauerstoffmangel leidet. Die Kinder gewöhnen sich an das Schlafen im Elternbett. Ab etwa zwei Jahren wird es zunehmend schwieriger, mit dem immer größeren Gast im Bett genügend Platz zum Schlafen zu finden.

Wie sehen Alternativen aus?

Ob und wie lange das Kind im Familienbett schläft, hängt vor allem davon ab, wie die Eltern schlafen können. Fühlt sich einer gestört von dem kleinen Besucher, sollte eine andere Lösung gefunden werden. Denn auch für die Eltern muss die Nacht erholsam bleiben. Eine gute Alternative ist beispielsweise ein Beistellbettchen oder ein Gitterbett im Zimmer der Eltern. Das Kind schläft in seiner eigenen, sicheren Umgebung und ist trotzdem ganz nah bei seinen Eltern. So wird das Schlafzimmer zum Familienzimmer.

Die Umgewöhnung

Viele Eltern wünschen, dass das Kind um den zweiten Geburtstag herum aus dem Elternbett oder dem Schlafzimmer auszieht. In diesem Alter sind die meisten Zähne gewachsen, die Infektanfälligkeit nimmt ab und viele Kinder sind im Kindergarten eingewöhnt. Die Umstellung sollte möglichst sanft ablaufen. Das Kinderzimmer kann neu gestaltet werden, ein liebevolles Abendritual trägt zu einer entspannten Einschlafatmosphäre bei. Bleiben Sie anfangs bei Ihrem Kind sitzen, bis es eingeschlafen ist. Sie können sich langsam immer mehr vom Bett entfernen.FamilienbettOb ein Familienbett für Ihre Familie infrage kommt, hängt ganz von Ihrem persönlichen Empfinden ab. Ein eigenes Bettchen in der Nähe der Eltern ist allerdings die sicherste und für alle Beteiligten komfortabelste Lösung. Ausnahmen bestätigen die Regel: Ist Ihr Kind krank oder träumt es schlecht, ist das Elternbett ein liebevoller Hafen zur Erholung für Körper und Seele.

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