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Freundschaft 19. Juli 2018 0

Spaß & Freude


Bereits von Geburt an sind Menschen soziale Wesen. Selbst Babys, die physiologisch mit Essen und Trinken versorgt sind, versterben ohne die Zuwendung ihrer Bezugspersonen. Doch wie wichtig ist der Kontakt zu anderen Babys? Für den erwachsenen Beobachter können Babys und Kleinkinder in den ersten beiden Lebensjahren nicht viel miteinander anfangen. Das heißt aber nicht, dass das auch stimmt. Der Kontakt zu Gleichaltrigen ist in jedem Lebensalter von Vorteil und fördert die spätere soziale Kompetenz unserer Kinder.

Wie die Kleinen andere Babys wahrnehmen

twinsBereits in einem Alter von drei Monaten suchen die Kleinsten den Blickkontakt zu anderen Babys und Kleinkindern. Werden sie in diese Richtung stimuliert, fangen sie schnell an, nach dem Spielkameraden zu greifen. Bereits einige Monate später können die Kleinen andere bekannte Babys erkennen, lächeln sie an und begrüßen sie mit einem freudigen Quieken oder anderen Geräuschen. Eltern können jetzt beobachten, wie sich die vertrauten Kleinen aufeinander zubewegen. Babys folgen in diesem Alter ihrem Entdeckertrieb. Dazu gehört auch, dass sie erstmal nicht sonderlich freundschaftlich und rücksichtsvoll miteinander umgehen. Stattdessen ziehen sie sich an den Haaren und reißen an der Kleidung. Die elterliche Aufsicht ist in dieser Phase unbedingt erforderlich.

Bereits mit neun Monaten ist der Nachwuchs  in der Lage, Verhalten von Gleichaltrigen abzugucken und nachzuahmen. Mit sozialer Interaktion hat dieses Verhalten erstmal wenig zu tun, schließlich fehlen die Fähigkeiten zu direkter Ansprache und Kommunikation und Interaktion mit Gleichaltrigen. Jedoch wird bereits in diesem Alter der Grundstock für eine gute Sozialkompetenz gelegt.

Krabbelgruppen und Spielkreise fördern die Entwicklung

Auch wenn für Kinder unter drei Jahren Freundschaften noch keine wesentliche Bedeutung haben, so ist zu beobachten, dass sie viel lieber zu zweit auf dem Boden sitzen und die Welt entdecken als allein. Sie spielen zwar vorerst mehr neben- als miteinander, erleben aber eine spannende Abwechslung zu den gewohnten Alltagsreizen. Babys, die bereits früh mit Gleichaltrigen zusammen sind, gewöhnen sich schnell an andere Kinder und im späteren Leben an andere Menschen. Gerade Einzelkinder können so im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, dass es neben ihnen noch andere Wesen gibt. Viele Krabbelgruppen oder spezielle Kurse bieten Eltern die Möglichkeit zum Austausch und ihren Kindern ein erstes Miteinander.

Vielleicht findet sich auch eine Müttergruppe aus dem Geburtsvorbereitungskurs oder befreundete Paare haben Kinder im gleichen Alter. Übrigens: Austausch und Anregungen können sich bei dieser Gelegenheit auch die frisch gebackenen Eltern holen.

Das erste gemeinsame Spiel

GeschwisterKinder nehmen frühestens ab einem Alter von drei Jahren andere Kinder als Spielkameraden wahr. Bevor Freundschaften entstehen und Kooperationen geschlossen werden, kann es aber etwas Zeit und Geduld erfordern. Kinder lernen dann, dass andere Menschen ebenfalls Bedürfnisse haben und brauchen hier mal mehr mal weniger Anleitung ihrer Eltern. Soziale Kontakte und freies Spiel unter Gleichaltrigen können Eltern nicht ersetzen. Spielzeuge können hier ein wichtiges Hilfsmittel sein. Sie werden sich gegenseitig angeboten und ausprobiert. So werden erste, soziale Kompetenzen eingeübt und erlernt. Immer schneller können Eltern dann die erste richtige Kinderfreundschaft beobachten: Gegenseitiges Helfen, Trösten, freiwilliges Teilen und die Präferenz zu anderen Kindern sind hier erste Anzeichen.

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