» » Gefahr Schnupfnasen - Schnelle Hilfe für verstopfte Säuglingsnasen
schlaf 17. Juni 2019 0

Pflege & Gesundheit


Verstopfte Schnupfnasen können für Säuglinge zu einer echten Gefahr werden, denn die kleinen Erdenbürger können in den ersten Lebenswochen ausschließlich durch die Nase atmen. Über schnelle Hilfen für erkältete Säuglingsnasen kursieren jedoch viele Mythen und mitunter nicht ganz ungefährliche Ratschläge.

Schlafen, trinken, atmen

Die Nasengänge der Säuglinge sind noch sehr eng, die Schleimhäute empfindlich. Schon eine geringe Reizung der Nasenschleimhäute kann sie anschwellen lassen. Bekommt der Säugling einen Schnupfen, kann es sein, dass der Säugling nachts häufig aufwacht und die für die Entwicklung so wichtige Tiefschlafphase nicht erreicht. Auch beim Stillen oder dem Trinken aus der Flasche kann es problematisch werden, wenn der Säugling nicht mehr gut Luft bekommt. Eventuell verweigert er die Nahrungsaufnahme. Besonders problematisch wird es jedoch, wenn er nicht mehr genügend Sauerstoff aufnehmen kann. Dann wird es lebensgefährlich und schnelles Handeln ist gefragt.

Stopp mit falschen Ratschlägen

Doch was kann man tun, damit es gar nicKrankheiten Babyht so weit kommt? Im Netz, in der Familie oder im Freundes- und Bekanntenkreis kursiert eine Vielzahl von Ratschlägen, die es jedoch klug abzuwägen gilt. Ein häufiger Tipp ist, Nasentropfen auf Kochsalzbasis zu verabreichen. Auf keinen Fall sollten Sie jedoch selbst ein solches Nasenspray herstellen. Die Gefahr, dass Sie falsch dosieren oder Sie mit den selbst hergestellten Tropfen gefährliche Bakterien in die Nase träufeln, ist zu groß. Auch Kochsalzlösungen aus der Apotheke sollten nur geringfügig angewendet werden, da sie die sensible Babyschleimhaut zusätzlich reizen und austrocknen können.

Oftmals erhält man auch den Rat, eine offene Zwiebel über das Babybettchen zu hängen. Sie sollten sich jedoch gut überlegen, ob Sie dieser Empfehlung wirklich folgen wollen. Wer schon einmal Zwiebeln geschnitten hat, weiß wie sehr die Ausdünstungen im Auge brennen können. Auch der vielfach angepriesene Nasensauger ist nicht ganz ungefährlich. Wird er falsch angewandt, kann er die Schleimhaut erheblich schädigen. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Kinderarzt oder fragen Sie Ihre Hebamme, wenn sie überlegen, einen Nasensauger zu benutzen.

Frische Luft

Beheizte Räume können zusätzlich austrocknen. Hier ist es gut für Babys Nase, wenn Sie für ein bisschen Luftfeuchtigkeit sorgen. Hängen Sie ein nasses Handtuch über das Bettchen oder stellen Sie einen Ständer mit frisch gewaschener Wäsche im Raum auf. Vergessen Sie aber nicht, anschließend gut zu lüften, um Schimmelbildung vorzubeugen.

Noch besser ist frische Luft. Machen Sie mit Ihrem warm eingepackten Säugling lange Spaziergänge oder lassen Sie ihn sein Mittagsschläfchen auf der Terrasse machen. Sinnvoll ist es auch, sich ein Inhaliergerät anzuschaffen und das Baby regelmäßig mit einer zugelassenen Kochsalzlösung inhalieren zu lassen.

Symptome lindern

erholsame NachtWichtig ist: Ursächlich kann man gegen eine Erkältung leider nichts machen. Der Körper braucht Ruhe und Zeit, um die Krankheit zu bekämpfen. Lindern kann man lediglich die Symptome. Dabei sollten pflanzliche Medikamente, die für Kinder zugelassen sind, immer erste Wahl sein. Ein speziell angerührter Balsam aus Thymian und Myrte zum Einreiben (erhältlich in der Apotheke) hilft beim Durchatmen ebenso wie Anisbutter, die sie vorsichtig unter die Babynase reiben können.

Wenn die pflanzlichen Mittel nicht helfen, können Sie abschwellende Nasentropfen geben. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nur die Tropfen verwenden, die eigens für Kinder zugelassen wurden. Keinesfalls dürfen Nasensprays für Erwachsene eingesetzt werden, die eine für Babys deutlich zu hohe Konzentration an Xylometazolin enthalten.

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