» » Große und kleine Wehwehchen des Babys - Was ist im Notfall zu tun?
Notfälle Baby 17. Oktober 2014 0

Pflege & Gesundheit


Babys leiden sehr selten an ernsthaften Erkrankungen, deswegen sollten Sie nicht allzu ängstlich auf die Wehwehchen Ihres Sprösslings reagieren. Das ist oft leichter gesagt als getan. Wenn eine Krankheit doch einmal ernsthaft Züge annimmt, muss schnell und richtig gehandelt werden, damit das Baby nicht in große Gefahr gerät. Mit der Zeit werden Sie lernen, kleinere Wehwehchen von schlimmeren Erkrankungen zu unterscheiden und im Notfall die Nerven zu behalten. Dieser Textbeitrag soll Ihnen eine kleine Hilfestellung dazu geben.

Pflege des Babys bei Infekten und Co.

Infekte:
– Leidet Ihr Baby an Atemwegsinfekten, sollten Sie dafür sorgen, dass die Raumluft nicht zu trocken ist. Hängen Sie dazu feuchte Tücher über die Heizung oder bringen Kamillenextrakt (aus der Apotheke) zum Kochen und lassen den Sud mit einem Tauchsieder im Zimmer weiter kochen.
– Der Aufenthalt an frischer Luft schadet Ihrem Kind keineswegs, es sei denn es leidet unter hohem Fieber.
– Achten Sie immer auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, insbesondere bei Magen- und Baby KrankenhausDarminfekten, denn Babys sind besonders anfällig, wenn es um Flüssigkeitsverluste geht.
– Stillen Sie konsequent weiter, mindestens alle vier Stunden, auch wenn Ihr Kleines keinen Hunger hat.
– Bekommt Ihr Baby die Flasche, sollte Sie die Milch stark verdünnen, damit sie besser verträglich ist.
– Kontrollieren Sie den Stuhlgang regelmäßig und nehmen im Zweifelsfall eine volle Windel mit zum Arzt.
– Bleibt die Windel auffällig trocken, rufen Sie unverzüglich den Arzt an.

Fieber:
– Wadenwickel sind ein bewährtes Hausmittel und können zunächst die Zäpfchen ersetzen.
– Leidet Ihr Kind jedoch unter dem hohen Fieber, sollten Sie ihm ein Zäpfchen geben.

Schnupfen:
– Bei Schnupfen hat sich eine physiologische Kochsalzlösung aus der Apotheke bewährt, wenn die Schleimhaut zu trocken ist.
– Selbst bei Säuglingen gibt es bereits abschwellende Nasentropfen in niedrig dosierter Form, wenn die Nasenatmung behindert ist oder gar Ohrenschmerzen auftreten.

Blähungen:
– Bei Blähungen und Koliken verschaffen Sab simplex oder Lefax (Apotheke) Linderung.
– Nehmen Sie Ihr Baby in den „Fliegergriff“. Dazu verschränken Sie die Hände und legen das Baby mit dem Bauch so auf Ihre Arme, dass Sie gleichzeitig den Kopf abstützen können.
– Wenn Sie stillen, sollten Sie darauf achten, keine gasbildenden Lebensmittel zu essen.

Ohrenschmerzen:
– Manche Babys sind anfällig für Mittelohrentzündungen. Bei Schnupfen sollten Sie dann immer Nasentropfen verabreichen. Denn ansonsten kann schnell eine schmerzhafte Mittelohrentzündung entstehen.
– Linderung verschaffen Zwiebelsäckchen. Hierzu werden gehackte Zwiebeln erwärmt in ein Tuch gegeben und dem Baby warm (aber nicht heiß) auf das Ohr gelegt.
– Trotz allem ist der Gang zum Kinderarzt bei einer Mittelohrentzündung unverzichtbar.

Erste-Hilfe bei ernsteren Erkrankungen

Pseudokrupp:
Beim Pseudokrupp handelt es sich um eine Entzündung des Kehlkopfs, die durch Viren verursacht wird. Das Kind wacht nachts auf und ist äußerst unruhig. Es leidet unter bellendem Husten und zieht hörbar Luft ein.
– Versuchen Sie es zu beruhigen und tragen es herum.
– Gehen Sie ins Bad und drehen das Wasser der Dusche voll auf, damit sich der Wasserdampf verteilt.
– Lässt sich Ihr Kind nicht beruhigen, rufen Sie den Notarzt oder Kinderarzt an.

Baby InfektVergiftung:
Zunächst sollten Sie versuchen festzustellen, was Ihr Kind gegessen hat, indem Sie im Zweifelsfall die Mundhöhle untersuchen.
– Waren es Tabletten, Alkohol, Tabak oder Pflanzenteile, bringen Sie Ihr Kind zum Erbrechen, indem Sie ihm einen Finger in den Hals stecken.
– Schaumbremsende Medikamente (z. B. Lefax) helfen, wenn Ihr Kind Waschpulver geschluckt hat.
– Sie sollten sofort den Arzt bzw. die Giftnotrufzentrale anrufen, wenn Ihr Kind Säuren oder Laugen verschluckt hat. Auf keinen Fall dürfen Sie es zum Erbrechen bringen!
– In jedem Fall ist der Gang zum Arzt nach der Ersten-Hilfe unerlässlich.

Verbrühungen:
– Der betreffende Körperteil muss sofort für mehrere Minuten unter fließendes kaltes Wasser gehalten werden.
– Bei schwerwiegenderen Verbrühungen suchen Sie anschließend eine Klinik auf.

Verschlucken eines Fremdkörpers:
– Das Baby muss kopfüber hochgehalten werden. Dabei sollten Sie ihm kräftig auf Rücken und zwischen die Schulterblätter klopfen.
– Leidet das Baby unter Atemnot oder verfärbt sich sogar, dann müssen Sie sofort den Notarzt rufen!

Fazit

Ein Baby leidet in der Regel sehr selten an ernsthaften Erkrankungen. Mit der richtigen Pflege zu Hause und mithilfe des Kinderarztes bekommen Sie Infekte und Co. schnell in den Griff. Bei ernsteren Angelegenheiten sollten Sie wissen, wie Erste-Hilfe zu leisten ist.

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