» » Hausgeburt oder Geburt in der Klinik - Vor- und Nachteile
Baby im Bauch der Mutter 27. Juni 2017 0

Tipps & Ratschläge


Werdende Eltern müssen viele wichtige Entscheidungen treffen. Wie soll das Kind heißen und soll das Baby in einem Krankenhaus oder doch zu Hause zur Welt kommen? Für beide Alternativen gibt es gute Gründe. Doch immer noch entscheidet sich der weitaus größere Anteil der Frauen für eine Niederkunft im Krankenhaus. Aber ist die Hausgeburt wirklich riskanter als eine Geburt im Krankenhaus? Und gibt es vielleicht nicht auch Vorteile, welche die Hausgeburt auszeichnen?

Die Hausgeburt – Besser als ihr Ruf?

Der Hausgeburt haftet nach wie vor der Ruf an, dass sie mit gewissen Risiken verbunden sei und keine ausreichende medizinische Versorgung gewährleisten könne. Doch ist dies wirklich der Fall?schwangere FrauNirgendwo fühlt man sich so sicher, wie in den eigenen vier Wänden. Eine Hausgeburt zeichnet sich durch die individuelle Betreuung durch die Hebamme aus. Keine sterilen Geräte und fremden Menschen prägen das Bild bei einer Hausgeburt, sondern eine vertraute Umgebung und bekannte Gesichter dominieren das Geschehen. Fühlt sich die werdende Mutter bei der Niederkunft wohl, fördert dies einen unkomplizierten Geburtsverlauf. Eine Geburt ist ein sehr intimer Augenblick, den man ungern vor den Augen von anonymen Krankenhaus Personal erlebt. Bei einer Hausgeburt hat man neben der Hebamme nur Menschen um sich herum, die man sich tatsächlich an seiner Seite wünscht.

Dennoch ist die Hausgeburt nicht für jede Frau das Richtige. Denn bei einer Risikoschwangerschaft oder bei bereits jetzt absehbaren Komplikationen, die während der Geburt eintreten könnten, sollte man besser ein Krankenhaus für die Niederkunft aufsuchen. Falls ein Eingriff erforderlich sein sollte, sind die Wege kurz und dadurch kann man lebensrettende Zeit sparen.
Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen wird abgeklärt, wie die Geburt voraussichtlich verlaufen wird und ob etwaige Risikofaktoren gegen eine Hausgeburt sprechen. Kann die Hebamme alleine eine Hausgeburt nicht verantworten, wird sie einen Arzt hinzuziehen, der ebenfalls seine Einschätzung abgibt.

Geburt in der Klinik – Sicher ist sicher?

Die meisten Frauen entscheiden sich nach wie vor für eine Geburt im Krankenhaus, da sie sich hier medizinisch rundum betreut fühlen. Besonders Frauen, die ihr erstes Kind erwarten, sind unsicher, wie die Geburt ablaufen wird und tendieren daher zu einer Entbindung in der Klinik. Doch die Niederkunft im Krankenhaus hat auch Nachteile.Sollte tatsächlich einmal ein medizinischer Notfall eintreten, sind Mutter und Kind in einem Krankenhaus innerhalb von wenigen Minuten versorgt. Je nach Wohnlage, dauert das Eintreffen der Ärzte oder die Verlegung ins Krankenhaus bei einer Hausgeburt wesentlich länger. In einem Krankenhaus hat eine Gebärende stets die Gewissheit, dass Ärzte und Hebammen jede gesundheitliche Veränderung von ihr oder ihrem Kind minutiös überwacht und sie bei medizinischen Abweichungen sofort Gegenmaßnahmen ergreifen können.Babybauch

Obwohl viele Krankenhäuser bereits daran arbeiten, die Kreißsäle weniger wie einen Operationssaal und mehr wie einen Raum zum Wohlfühlen zu gestalten, ist die sterile und kühle Atmosphäre eines Krankenhauses nicht zu übersehen. Der Wohlfühlfaktor ist beim Gebären im eigenen zu Hause definitiv größer als in einem Kreißsaal im Krankenhaus. Das Personal im Krankenhaus steht unter Zeitdruck, während die Hebamme bei der Hausgeburt nur eine gebärende Frau betreut.

Fazit

Sowohl die Hausgeburt als auch die Geburt in der Klinik haben ihre Vor- und Nachteile. Nicht in Frage kommt die Hausgeburt bei sogenannten Risikoschwangerschaften. Alle anderen Frauen können in Absprache bei ihrem Arzt und ihrer Hebamme durchaus auch zu Hause gebären.

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