» » Heuschnupfen in der Schwangerschaft - Was kann helfen?
schwanger 22. Mai 2018 0

Pflege & Gesundheit


Im Frühling wird endlich alles grün, es wird wieder wärmer und die ersten Bäume, Büsche und Gräser fangen an zu blühen. Die Natur atmet auf und alle freuen sich auf diese besondere Zeit. Wirklich alle? Allergiker sehen dieser Zeit immer mit einem lachenden und – gerade im Akutfall im wahrsten Sinne des Wortes – einem weinenden Auge entgegen. Denn: Frühjahr ist Pollenzeit und damit beginnt die Leidenszeit für Betroffene von Heuschnupfen und Allergien.

Gott sei Dank hält die Pharmaindustrie eine breite Palette von zum Teil frei verkäuflichen Medikamenten bereit, die oftmals erhebliche Linderung verschaffen . Doch was ist, wenn Frau in der Schwangerschaft von Heuschnupfen heimgesucht wird?

Heuschnupfen in der Schwangerschaft

verreisen als schwangereManche Frauen wissen um ihre Allergien und können abschätzen, wann eine Episode mit Heuschnupfen ansteht. Eine Beratung mit dem behandelnden Arzt und auch dem Gynäkologen ist hier bereits im Vorfeld ratsam. Andere Frauen trifft es jedes Jahr aufs neue plötzlich und unerwartet: Laufende, juckende Nase, tränende Augen, belegte Stimmbänder, Husten und ein geschwollener Hals. Während all die Jahre diverse Antiallergika schnell und unkompliziert geholfen haben, gilt in der Schwangerschaft: Vor jeder Einnahme von Medikamenten ist Rücksprache mit dem Arzt zu halten! Dies gilt auch für frei verkäufliche Produkte wie abschwellende Nasensprays, Tabletten oder Produkte auf pflanzlicher Basis. Gerade letztere enthalten oft einen nicht unbedenklichen Anteil an Alkohol, was gerade in der Frühschwangerschaft bereits in geringen Mengen zu Schäden des ungeborenen Kindes führen kann.

Erste Hilfe bei Heuschnupfen

Doch was ist, wenn die Schwangere an einem sonnigen Sonntagmorgen feststellt, dass der alljährliche Heuschnupfen auch in diesem Jahr keinen Halt vor ihr macht? Die Symptome sind zwar lästig, aber jede Minute an der frischen Luft scheint diese zu verstärken. Natürlich hat der Hausarzt und der Gynäkologe auch einen freien Sonntag und ist entsprechend nicht erreichbar – was kann nun helfen?

1. Allergene meiden:
Ist klar, wogegen man allergisch ist, hilft als erstes, die betreffenden Pollen (Allergene) zu meiden. Viele Online-Wetterdienste geben an, welche Pollen gerade stark fliegen und Allergien auslösen. Ist gerade Eichenpollenflug und man reagiert mit starkem Heuschnupfen, sollte man diesen Baum besser meiden. Gerade das erste Sommerwetter lädt zu Ausflügen ein; bestimmte Pollen können so unter Umständen gemieden werden.

2. Nasendusche:
Eine Lösung aus Salzwasser, welche im Idealfall lauwarm die Nase spült und die Schleimhäute befeuchtet, hilft nicht nur bei Erkältung: Auch bei Heuschnupfen spült sie Allergene aus der Nasenschleimhaut und kann so für kurzzeitige Linderung sorgen.schwangerschaft

3. Ärztlicher Notdienst:
Sind die Symptome sehr stark und sogar mit Atemnot verbunden, sollten Schwangere dringend einen Arzt hinzuziehen. Der hausärztliche Notdienst ist bundesweit unter der Telefonnummer: 116117 zu erreichen. Hier kann auch Rücksprache über notwendige Medikamente gehalten werden, denn: Viele Antiallergika sind für Schwangere in jedem Stadium unbedenklich. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch auf der Internetseite www.embryotox.de nachsehen, welche Erkenntnisse es zu dem favorisierten Medikament und einer Einnahme während der Schwangerschaft gibt.

4. Erkenntnis: Die Zeit geht vorbei
Gerade wenn nur eine Allergie besteht, hilft vielleicht die Aussicht, dass kein Baum, Busch oder Gras ewig blüht. Die Pollen sind meist wenige Tage in der Luft. Ein abendlicher Regenschauer kann den Zeitraum erheblich verkürzen. Auch der Heuschnupfen geht vorbei.

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