» » Hund und Baby - so gelingt das Zusammenleben
Hund 26. August 2016 0

Tipps & Ratschläge


In der Schwangerschaft stellen sich Hundebesitzerinnen häufig die Frage, wie der Vierbeiner wohl auf den eigenen Nachwuchs reagieren wird. Nicht jeder Hund kommt mit der Situation, bei Frauchen nicht mehr die absolute Nummer eins zu sein, zurecht. Doch es gibt Möglichkeiten, das Zusammenleben von Hund und Baby vorzubereiten und eine Umgebung zu schaffen, in der sich der Vierbeiner auch mit dem neuen Familienmitglied wohl fühlt.

Bestandsaufnahme – Hund und Halter

Mit der Schwangerschaft stürzen bei aller Freude auch eine ganze Reihe von Fragen auf die werdenden Eltern ein, die ggf. auch den bereits im Haushalt lebenden Hund betreffen. Gut sozialisierte Familienhunde, die es gewohnt sind, nicht immer und zu jeder Zeit an erster Stelle zu stehen, sind hier in der Regel problemlos. Doch manchmal besteht noch ein gewisser Trainingsbedarf an und dieser sollte so früh wie möglich angegangen werden.HaustierWas der Hund können sollte:

  • Alleine bleiben: Spontan mit dem Kind zum Arzt? Das sollte der Hund aushalten.
  • Leinenführigkeit: Bald stehen Spaziergänge mit Kinderwagen an.
  • Sozialisation: Zukünftig gehört die Aufmerksamkeit vorrangig dem Kind. Jetzt noch an Defiziten (Angst, Aggression) arbeiten.

Weiterhin sollte man den Hund zuverlässig auf seinen Platz schicken können, damit er nicht zur Stolperfalle wird, wenn man mit dem Baby auf dem Arm durch die Wohnung läuft. Wenn das Training nicht alleine klappt, sollte ein kompetenter Hundetrainer hinzugezogen werden. Auch gut erzogene Familienhunde können noch etwas lernen, zum Beispiel kleine Serviceaufgaben (Gegenstände aufheben, Türen öffnen).

Vorbereitungen vor der Geburt

Der Hund benötigt einen ruhigen Rückzugsort. Wird der Körbchenplatz im Schlafzimmer zukünftig für das Babybett benötigt? Dann bitte den Vierbeiner langsam daran gewöhnen, dass er zukünftig einen anderen Schlafplatz hat – nicht erst wenn das Kind den Stammplatz einnehmen soll. Eine Betreuung für den Notfall ist nicht nur für Alleinerziehende unerlässlich. Vielleicht freut sich ein netter Rentner auf Spaziergänge in Hundebegleitung oder Sportfreunde nehmen den Vierbeiner für eine Weile mit zum Training.

Das Baby ist da

Wenn das Baby aus dem Krankenhaus nach Hause kommt, riecht es natürlich erst einmal fremd. Und auch Frauchen hat sich für die feine Hundenase ganz sicher ordentlich verändert. Der Hund macht sich sein Bild über das neue Familienmitglied vorrangig über seine Nase und sollte dazu ausreichend Zeit und Gelegenheit haben. Es sollte selbstverständlich sein, Hunde und Kinder nie unbeaufsichtigt zu lassen und den Hund vor unangenehmen Erfahrungen mit dem Zweibeiner zu schützen. Den richtigen Umgang mit dem Hund können bereits kleine Kinder lernen, bevor die Gutmütigkeit des Vierbeiners ausgereizt ist.Haustier

Und wenn es nicht klappt?

Trotz guter Vorbereitung kommt es vor, dass sich ein Hund einfach nicht auf die neuen Gegebenheiten in seiner Familie einstellen kann. Dann sollte zum Wohl des Tieres überlegt werden, ihn an passende Menschen abzugeben.
Mit der Anschaffung eines neuen oder eines weiteren Hundes sollte in jedem Fall gewartet werden, bis das Menschenkind etwa 5-6 Jahre alt ist. Dann wird der Hund zum besten Kumpel und die Eltern vermeiden die stressige Doppelbelastung aus Baby und Welpe.

Wenn man einige Grundregeln beachtet, finden Hund und Baby einfach zueinander. Und was gibt es für ein Kind schöneres, als mit Tieren aufzuwachsen?

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