» » Ist Impfen von Babys und Kleinkindern wirklich sinnvoll?
Baby Krankenhaus 04. August 2016 0

Pflege & Gesundheit


Eltern stehen bei ihrem Neugeborenen immer vor der Frage, wie sinnvoll die Impfung eines Babys gegen diverse Erkrankungen wirklich ist. Einerseits wollen die Eltern ihr Kind so gut wie möglich vor ansteckenden Erkrankungen schützen, andererseits stellen die Impfungen selbst auch eine Belastung für den Körper des Säuglings da. Es gibt eine schwelende Debatte zwischen den Impf-Befürwortern und den Impf-Gegnern, die alle ihre Argumente vortragen und dadurch teilweise noch mehr Verwirrung stiften. Sicher sind nicht alle angebotenen Impfungen gleichermaßen wichtig und die Eltern haben einfach die Pflicht, zu Gunsten der Gesundheit ihrer Kinder die richtige Entscheidung zu treffen, welche das auch ist.

Ab wann kann geimpft werden?

Baby InfektWichtig ist es für alle Eltern, dass zurzeit noch keine Impfpflicht für Kinder in Deutschland besteht. Es wird nur von verschiedenen Experten dazu geraten, mit der Immunisierung der Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat zu beginnen, die dann im zweiten Lebensjahr abgeschlossen ist. Allerdings bedeutet das Impfen, dass den Babys abgeschwächte oder abgetötete Viren oder Bakterien gespritzt werden und obgleich die meisten Babys diese Impfungen gut vertragen, gibt es doch immer wieder Fälle, in denen die Impfung zu Problemen führt oder sogar Impfschäden hinterlässt. Dieses Wissen lässt viele Eltern zögern und sie gehen mit einem miesen Bauchgefühl zum Arzttermin für ihren Nachwuchs.

Das Pro und Kontra der Impfung

Die Befürworter einer frühen Immunisierung aller Kleinkinder sehen keinerlei Alternativen zur Impfung gegen Diphtherie, Röteln, Masern und Hepatitis, zumal die Erkrankungen ebenso gefährlich für die Säuglinge sind wie die Nebenwirkungen einer Impfung sein können. Nichts zu tun und auf das beste Hoffen ist für sie keine vernünftige Gesundheitsvorsorge. Die Impfgegner führen dagegen an, dass das frühe Impfen das Immunsystem der Säuglinge angreift und unnötig schwächt. Trotzdem sind Erkrankungen wie Keuchhusten für Säuglinge weitaus gefährlicher als für etwas ältere Kinder. Aber das noch schwach entwickelte Immunsystem von Babys unter sechs Monaten reagiert komplett anders als das von Erwachsenen und daher sind die Folgen einer Impfung auch sehr viel schwerer einzuschätzen, wobei die Praxis zeigt, dass diese Bedenken zurecht bestehen und es sehr wohl zu Nachteilen durch das Impfen für den Säugling kommen kann.

Eltern müssen selbst entscheiden

Impfen KrankheitEs gibt einen Grund, warum es in Deutschland noch keine Impfpflicht für Babys und Kleinkinder gibt, denn die beiden kontroversen Lager haben jeweils nachvollziehbare Argumente. Daher überlässt der Staat den Eltern lieber die Wahl, ob sie sich für eine umfassende Impfvorsorge für ihr Kind entscheiden oder ob sie die Impfungen später nachholen oder sogar ganz darauf verzichten wollen. Es ist richtig, dass die massenhafte Immunisierung von Kindern viele Krankheiten wie Polio oder Pocken aussterben ließ, was sicher ein Segen ist. Doch ist inzwischen auch von einer gewissen Impfmüdigkeit in der Bevölkerung die Rede, die zum Beispiel die fast ausgerotteten Masern wieder zum Problem machten, an dem sogar zwei Kinder starben.

Fazit

Es gibt Erkrankungen wie Rotaviren, die bei Babys schwere Durchfallerkrankungen auslösen können, und gegen solche lebensbedrohlichen Erkrankungen sollten Babys rechtzeitig geimpft werden. Die Kinderärzte halten dafür die sogenannte Sechsfach-Impfung bereit, die die wichtigsten Impfungen abdeckt. Wer sich unsicher ist, sollte seinen Kinderarzt zurate ziehen und sich selbst im Internet informieren, um einen klaren Standpunkt zu finden.
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