» » Kinder bereits im Babyalter richtig fördern
Fitness 15. Oktober 2014 0

Spaß & Freude


Das Gehirn eines Babys wird durch frühkindliche Erfahrungen strukturiert. Qualität und Quantität des Inputs tragen bereits im ersten Jahr entscheidend zur Dichte und Leistungsfähigkeit des neuronalen Netzes bei. Um diesen Prozess sowie die Eltern-Kind-Bindung zu fördern, sollten Sie sich intensiv mit Ihrem Baby beschäftigen. Ein paar Anregungen dazu werden in diesem Textbeitrag gegeben.

Kleine Spiele im ersten Halbjahr

Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre und Raumtemperatur, damit Ihr Baby nackt sein darf und sich wohl fühlt, denn grundsätzlich gefällt es dem Baby nackt immer besser.

Folgende Spiele können den Entwicklungsprozess in den ersten Wochen unterstützen:

– Das Baby liegt in Rückenlage, und Sie zeigen ihm im Abstand von 20 bis 25 cm Ihr Gesicht. Reden Sie mit ihm und lächeln es an. Es wird versuchen für kurze Zeit Ihre Augen und Ihren Mund zu fixieren.

– Das Gleiche können Sie mit einem Greifring tun. Bewegen Sie diesen langsam hin und her, sodass sich Babys Augen und später zusätzlich der Kopf in die entsprechende Richtung bewegen.

Baby schwimmen– Lehnen Sie sich an eine Wand und winkeln die Beine an. Ihr Baby liegt auf Ihren Oberschenkeln. Schaukeln Sie Ihr Kleines in dieser Position ein wenig. Das Kleine wird den Kopf hin und her balancieren, um die veränderte Lage auszugleichen.

– Das Baby liegt in der Mitte einer Decke und Sie heben die Enden zu Zweit vorsichtig hoch. So können Sie Ihr Kleines wie in einer Hängematte schaukeln.

– Ein Wasserball (ca. 30 cm Durchmesser) wird an einer Schnur befestigt und an die Fußsohlen des Babys gehalten. Es wird versuchen, gegen den Ball zu treten. Dies sorgt neben Spaß und Schulung der Motorik zusätzlich für eine Kräftigung der Bauchmuskulatur.

– Legen Sie das Baby im Schalengriff bäuchlings auf einen Wasserball (20 cm Durchmesser) und bewegen den Ball leicht vor und zurück. Das Baby beginnt jetzt sich begeistert mit den Füßen abzustoßen.

Ist Ihr Baby etwas älter, können Sie komplexere Spiele durchführen. Hier sind einige Beispiele, um die Motorik zu fördern:

– Binden Sie verschiedene Gegenstände an eine Schnur und lassen das Baby danach greifen.

– Halten Sie einen Ball über Babys Brust. Das Baby wird versuchen diesen zu umfassen und zu halten.

– Lassen Sie Ihr Baby Oberflächen in aufrechter Haltung (Baby im Schalengriff auf Ihrem Schoß) ertasten und damit spielen.

– Lassen Sie Ihr Baby zwei Holzringe ergreifen und sich daran hochziehen.

Spiele für das zweite Halbjahr

Baby BewegungSie sollten jetzt vor allen Dingen die Sprachentwicklung unterstützen, indem Sie dem Baby Kinderlieder vorsingen, Reime vorsprechen und Bilderbücher angucken sowie vorlesen. Weiterhin können Sie Körperteile benennen und Ihrem Baby Fragen stellen, die mit ja oder nein beantwortet werden können. Geben Sie Ihrem Kind kleine Aufgaben, wie z. B.: „Hol mir den Ball!“

Die Feinmotorik können Sie fördern, indem Sie dem Baby viele kleine Gegenstände (z. B. Glasperlen, Knöllchen aus Butterbrotpapier) auf den Boden legen. Es wird sie aufheben und genauestens untersuchen. Sie müssen jedoch darauf achten, dass Ihr Kleines nicht etwas davon in den Mund steckt.

Mit Wachsmalkreide kann Ihr Baby bereits erste Kritzeleien anfertigen. Dies stellt eine wichtige Lernerfahrung dar und gilt als Vorstufe des Schreibenlernens.

Lassen Sie Ihr Baby Schubladen ein- und ausräumen oder geben Sie ihm eine Dose gefüllt mit kleinen Löffeln und Wäscheklammern. Es wird das Spiel, die Dose ein- und auszuräumen, lieben.

Schneiden Sie ein Loch in einen Karton, legen Spielzeug hinein und lassen das Kind hineingreifen. Mit etwa 10 Monaten beginnt das Baby Gegenstände ineinander zu stecken. Geben Sie ihm Becher, die es ineinander stapeln darf.

Ihrem laufenden Baby wird es großen Spaß machen mit seinen kleinen Füßen verschiedene Untergründe (z. B. saubere Fußmatte, Fell. Luftmatratze) zu ertasten

Fazit

Die Liste der anregenden Spiele für Babys Förderung ist unerschöpflich. Sie sollten sie nutzen und Ihr Kind bereits jetzt bestmöglich unterstützen. Letztendlich dient es nicht nur der besseren Vernetzung neuronaler Strukturen sondern auch der Eltern-Kind-Bindung.

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