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Haustiere und Kinder 15. Oktober 2014 0

Spaß & Freude


Beim Thema Kleinkinder und Haustiere werden sehr entgegengesetzte Positionen von Eltern und Experten vertreten. Manche halten den frühen Kontakt von Kind und Tier für förderlich für das Sozialverhalten der Kleinen, andere sehen in dem Zusammenleben eine Gefahr für die Gesundheit des Kindes. Nicht unerheblich in diesem Zusammenhang ist natürlich die Frage, um welches Haustier es sich eigentlich handelt. Denn bei einem Hund müssen andere Vorkehrungen im Umgang zwischen Kind und Tier getroffen werden als bei einem Meerschweinchen. Die wichtigsten Themen rund um Kleinkinder und Haustiere wollen wir einmal unter die Lupe nehmen.

Hund, Katze oder Kleintier?

ZusammenlebenHunde sind des Menschen liebstes Haustier, doch gerade bei ihnen sollte man sich genau überlegen, ob man das Zusammenleben mit dem Kind bewältigen und verantworten kann. Egal ob der Hund schon länger in der Familie lebt als das Kind oder neu angeschafft werden soll, er muss gut erzogen sein, damit eine gefahrlose Koexistenz funktionieren kann. Wie der Hund auf das Kind reagiert, muss genauestens beobachtet werden. Neigt er zur Eifersucht oder weckt das Kleine seinen Beschützerinstinkt? Ist ersteres der Fall, sollten Sie extra Kuschelminuten für den Hund einführen, damit dieses Gefühl nicht zum gefährlichen Dauerzustand wird. Zudem sollten der Hund und das Kind niemals gemeinsam alleine gelassen werden. Das Kind sollte lernen, dass es den Hund nicht ärgern darf und es sollte optisch zu keiner Verwechslungsgefahr zwischen Kinder- und Hundespielzeug kommen. Auch sollten Sie Ihrem Kind keine Leckereien geben, wenn der Hund in der unmittelbaren Nähe ist. Er könnte versuchen sich den Snack zu schnappen. Grundsätzlich kann ein Hund das Sozialverhalten eines Kindes fördern, wenn grundlegende Regeln eingehalten werden.
Bei der Haltung von Kleintieren muss darauf geachtet werden, dass das Kleinkind nicht zu grob mit dem Vierbeiner umgeht, da kleine Kinder sich noch nicht über die Zerbrechlichkeit des Tieres im Klaren sind. Der Umgang mit dem Tier sollte unter Aufsicht trainiert werden. Kleinkinder erkunden gerne ihre nähere Umgebung und sind noch nicht in der Lage, eine ablehnende Stimmung eines Tieres zu erkennen. Besonders Katzen sind von Lärm und Unruhe schnell genervt. Geben Sie Ihrer Katze die Möglichkeit, sich an einen Ort des Hauses oder der Wohnung zurück zu ziehen, zu dem das Kind keinen Zugang hat.

Krankheiten und Allergien

Baby und ElternNeben dem Verhalten von Tier und Kind spielt noch ein anderes wichtiges Thema eine Rolle bei der Frage der Haustierhaltung bei kleinen Kindern in der Familie. Haustiere können verschiedene Krankheiten übertragen oder bei dem Kind Allergien auslösen. Bei einer Allergie sollte das Haustier zum Schutz des Kindes besser in gute Hände abgegeben werden, so schwer das auch fällt. Gegen Krankheiten kann das Tier geimpft werden und sollte zusätzlich regelmäßig auf Zecken oder Würmer untersucht werden. Katzenklos oder Käfige müssen ordentlich gereinigt und außerhalb der Reichweite des Kindes aufgestellt werden.
Ist eine Frau schwanger und befindet sich eine Katze im Haus, sollten einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Katzen können nämlich die für das Ungeborene gefährliche Toxoplasmose übertragen. Lassen Sie ihre Katze auf Antikörper testen und halten Sie sich während der Schwangerschaft vom Katzenklo fern. Ein anderer sollte dieses während Ihrer Schwangerschaft reinigen.

Fazit

Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln eingehalten werden, kann das Zusammenleben von Kleinkindern und Haustieren eine echte Bereicherung für alle Beteiligten darstellen. Allerdings sollten Eltern niemals ihre Aufmerksamkeitspflicht vernachlässigen.

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