» » Leseförderung in der Kindheit schon bei den Kleinsten
spielen 25. November 2015 0

Tipps & Ratschläge


Lesen gehört zu den wichtigsten Schlüsselqualifikationen in unserer Gesellschaft. Deshalb sollte schon bei den Kleinsten die Leseförderung durch Vorlesen in der Familie beginnen. Wie dafür günstige Rahmenbedingungen geschaffen werden können, zeigt dieser Artikel.

Wann sollte man mit dem Vorlesen beginnen?

Das Lesen begleitet den Menschen durch sein ganzes Leben. Spätestens in Kindergarten und Grundschule ist das Vorlesen und Lesen lernen ein fester Bestandteil des Alltags. Doch auch zu Hause ist es wichtig, dass Eltern und Kinder gemeinsam lesen. Schon Babys genießen es, auf dem bücherSchoß der Eltern gekuschelt, gemeinsam Bilderbücher zu betrachten. Das stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kind und die Kleinen lernen ihre ersten Worte.
Bilderbücher für Babys haben meistens ein Bild auf jeder Seite und nur wenig Text. Babys lieben es besonders, wenn die Bücher aus Stoff oder Plastik sind, damit sie die Seiten in den Mund nehmen können. Besonders beliebt sind Bücher zum Selbstgestalten mit Familienfotos, integrierten Fühlelementen oder Fingerspielen. Wichtiger als das Lesen ist zunächst das Sprechen mit dem Baby über die Bilder. Später werden die Bilder komplexer und es kommt immer mehr Text dazu. Beliebt sind Wimmelbücher oder Bücher, in denen das Kind Personen oder Gegenstände suchen muss. Diese Bücher fördern die Konzentrationsfähigkeit und den Wortschatz der Kleinen. Im nächsten Schritt treten die Bilder in den Hintergrund und erste kleine Geschichten werden erzählt. Hat ein Kind einmal eine Lieblingsgeschichte gefunden, will es sie immer wieder hören. Eltern sind oft erstaunt, wie viele Passagen das Kind auswendig kennt und wie viele Redewendungen aus den Texten übernommen werden. So wird die Basis für das Verständnis von Satzbau und Grammatik gelegt.

Wie häufig sollte man vorlesen?

Der Alltag der Familien ist heute sehr turbulent. Hilfreich ist, von Anfang an feste Rituale rund um das Lesen zu schaffen. Bei den Kleinsten eignen sich Zeiten, in denen sie von sich aus zur Ruhe kommen, wie die Zeit nach dem Aufwachen, dem Mittagessen oder vor dem Zubettgehen. Im günstigsten Fall sollte täglich oder mehrmals in der Woche vorgelesen werden.

Keine Lust etwas vorgelesen zu bekommen?

Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder wenig Interesse am Vorlesen haben. Dann ist es sinnvoll, möglichst verschiedene Themen und Arten von Büchern auszuprobieren. So findet fast jedes Kind Zugang zum Lesen. Außerdem sollten Eltern als Vorbild fungieren. Wenn Kinder sehen, dass das Lesen von Büchern, Zeitungen oder im Internet zum Alltag eines Erwachsenen gehört, ist dies Motivation, selbst Umgang mit Büchern zu pflegen.vorlesen

Wie lange sollte man Kindern vorlesen?

Auch wenn das Kind in der Grundschule selbst das Lesen erlernt hat, wird es am Ritual des Vorlesens gerne festhalten. Mit den Eltern abwechselnd Texte und Bücher zu erlesen motiviert eher, als das Lesen von Texten aus dem Lesebuch alleine am Schreibtisch. Dabei wird das Erfassen von komplexen Geschichten und Zusammenhängen beim Erlesen oder Vorlesen geübt.

Fazit

Das Vorlesen fördert bereits bei den Kleinsten Wortschatz, Sprachkompetenz und Konzentration. Es intensiviert die Bindung zwischen Eltern und Kind während der gesamten Kindheit und schafft für die Familie Ruheinseln im stressigen Alltag.

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