» » Mein Baby ist ein Papakind - Wie alle weiterhin Spaß haben!
schlafen 19. Februar 2020 0

Spaß & Freude


In der Theorie klingt es immer so einfach: Mama und Papa beteiligen sich beide am Leben des Kindes, spielen, kuscheln, lachen und weinen zusammen. Eine harmonische Eltern-Kind-Beziehung, die sich jede Familie wünscht. Die Praxis zeigt aber, dass es manchmal ganz anders aussieht. Vor allem, wenn Mütter merken, dass ihr Nachwuchs zwar ihre Aufmerksamkeit sucht, wenn es hungrig ist, ansonsten aber die Nähe des Vaters deutlich bevorzugt. In der Ruhe liegt nun die Kraft. Das Papakind liebt trotzdem beide Elternteile gleich. Alle können gemeinsam Zeit verbringen – niemand muss zu kurz kommen.

Warum ist mein Kind ein „Papakind“?

Vater werdenBezugspersonen sind vor allem in den ersten Jahren wichtig für Babys und Kleinkinder. Sie setzen ihr Vertrauen in uns als Erwachsene: Wir sind Beschützer und Versorger zugleich. Warum Kinder die Nähe des Papas bevorzugen, kann unterschiedliche Gründe haben. Wichtig ist, dass wir Ruhe bewahren und uns während der Suche nach einer Ursache nicht verrückt machen. Oft liegt die Schuld nämlich gar nicht bei uns, wenn es sich nicht gerade um Fälle von verbaler oder nonverbaler Gewalt, Erniedrigung oder Machtmissbrauch handelt. Das bedeutet: Bauen Kinder eine besondere Beziehung zum Papa aus, sollten wir uns keine Vorwürfe deshalb machen und uns das immer wieder in Erinnerung rufen, um bewusst mit der Situation umgehen zu können. Schließlich gilt: Betrachten wir die Dinge mit etwas Abstand, ohne Situationen immer emotional zu bewerten, merken wir, dass es uns als Mama besser geht. Obwohl es schwer fällt, können wir es mit etwas Übung schaffen, ruhig und entspannt zu bleiben.

Was wir selbst tun können

In der Kinderpsychologie können Forscher den Schritt benennen, mit denen Mütter oft zu kämpfen haben, der für die Entwicklung des Nachwuchses von großer Bedeutung ist. Es handelt sich um das Streben nach Unabhängigkeit. Nachdem die Kleinsten eine enge Bindung zur Mutter aufgebaut haben, folgt eine sogenannte Triangulierung. Zur Zweisamkeit kommt der Papa dazu. Kinder haben es oft nicht ganz einfach, wenn sie diesen Schritt durchmachen. Schließlich versuchen sie, sich von ihrer engsten Bezugsperson unabhängig zu machen. Deshalb gilt: Sobald wir uns darüber bewusst werden, dass das ein wichtiger Schritt für die Kleinen ist, sollten wir sie unterstützen und die Nähe zum Papa zulassen und fördern.

Ängste regulieren

Vater und KindNatürlich tut es weh. Wir als Mama wünschen uns mehr Wertschätzung. Aber wir verspüren nur Ablehnung, Enttäuschung und Angst, wenn die Liebsten sich von uns vermeintlich abwenden. Unsere Ängste können wir aber gut steuern, indem wir uns vor Augen rufen, dass es ganz normal ist, dass Kinder sich ausprobieren. Sie wollen Spiel und Spaß sowie Geborgenheit beim Papa suchen. Wünschen wir uns eine gesunde Nähe zum Kind, sollten Eltern sich absprechen, wann sie den Nachwuchs getrennt voneinander betreuen. So können sie eine schöne Zeit allein mit den Kleinsten verbringen. Anschließende Familienzeit zu Dritt zeigt dem Papakind, dass wir alle ein Team sind und uns aufeinander verlassen können, vertrauen und als Familie lieb haben.

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