» » Mein Baby und ich im Pekip-Kurs - ein Erfahrungsbericht
20. September 2017 0

Sport & Wellness


Der Begriff Pekip begegnet einem zwangsweise, wenn man ein Baby erwartet oder bereits glückliche Mama ist. Doch was genau ist das eigentlich und wie läuft so ein Pekip-Kurs ab?

Was ist Pekip eigentlich?

Pekip steht für das „Prager-Eltern-Kind-Programm“ und wurde vom Prager Psychologen Jaroslav Kochn erfunden. Bei dem Kurs geht es darum, die Eltern in der Gruppe dabei zu begleiten, die Fähigkeiten ihrer Babys in den ersten 12 Lebensmonaten mit Spielen und Anregungen zu fördern.

Meine Erfahrungen beim Pekip-Kurs

BabykurseIch gebe zu, vor der Geburt unserer kleinen Tochter habe ich die Pekip-Mamas belächelt, weil ich da diese Bilder im Kopf hatte. Ein Raum voll mit stillenden Mamis, die ihre schreienden, nackten Babys beruhigen oder damit beschäftigt sind, die windelfreien Popos sauber zu halten. Doch schon während der Schwangerschaft erfuhr ich von einer Freundin, wie begeistert sie von diesem Kurs war. Als ich dann nach den ersten zwei Monaten Elternzeit das Gefühl bekam, dass wir andere Babys und Mamis kennenlernen sollten (denn meine Freundinnen waren zu meiner Überraschung tagsüber alle arbeiten), meldete ich uns für diesen Kurs an. Die beste Idee meiner gesamten Elternzeit, so viel sei gesagt.

Begeisterung von Beginn an

Bald ging es los, ich war fast ein wenig aufgeregt. Wir kamen in einen kuschelig warmen Raum mit weichen Matten, Stillkissen und kleinen Babyspielsachen und suchten uns ein Plätzchen. Ein paar Mamis waren schon da, andere kamen auch gerade an und alle wirkten wirklich nett. Die Kursleiterin begrüßte uns. Wir konnten die Babys ausziehen, mussten es aber nicht und begannen, wie von nun an jede Woche, mit einem Begrüßungslied. Das war ein wenig befremdlich, da unsere Tochter bisher die einzige war, die mich seit der Schulzeit singen gehört hatte (und das nicht ohne Grund), aber die Kleinen fanden es gut. Die Kursleiterin gab uns dann Kleiderbügel, die mit kleinen klappernden Bändchen bestückt waren und wir hielten sie über die vor Glück und Neugier quietschenden Babys.

In jeder Kursstunde hatte sie eine neue Idee für uns, wie man aus einfachen Haushaltsgegenständen interessante Spielzeuge bastelt. Auch wenn die Kleinen anfangs nur vor uns lagen und wir sie bespaßten, als sie etwas größer wurden, war es ein Bild für die Götter, wenn alle zusammen durch die Gegend rollten, krabbelten und rutschten.

spielenAlle Mamis unserer Gruppe haben den Kurs gleich zwei Mal nacheinander besucht, denn man konnte in jeder Woche merken, wie das eigene Kind am Tag nach der Stunde wieder irgendetwas Neues konnte, weil es sich bei den anderen abgeschaut hatte und es passte einfach mit uns. Die Babys hatten ihren Spaß und die Mamis Zeit, sich nebenbei mit Gleichgesinnten auszutauschen und der erfahrenen Kursleiterin brennende Fragen zu stellen. Wir haben immer wieder gesungen und Bewegungsspiele gemacht, in jeder Stunde kam etwas Neues für zu Hause dazu. Das Ende der Stunde lief dabei immer gleich ab. Es gab ein kleines Streichellied, wenn man nicht schon füttern musste, denn der Kurs hat alle Babys sehr müde gemacht mit all den neuen Eindrücken.

Fazit

Jede Mami muss selbst wissen, was das richtige für ihr Baby ist. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Pekip-Kurs eine tolle Möglichkeit ist, etwas zu lernen, die Kinder spielend und mit Spaß zu fördern, nette Leute zu treffen und Rat zu finden. Wir treffen uns übrigens noch heute, auch außerhalb des Kurses, wenn es die Zeit zulässt…
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