» » Milchstau - Was kann man jetzt tun?
Das Baby mit der Brust stillen 26. Dezember 2019 0

Pflege & Gesundheit


Das Stillen ist eine aufregende Zeit: Mutter und Kind lernen sich kennen und entwickeln ihren eigenen Rhytmus, vor allem beim Stillen. Trotzdem hat das Neugeborene zu Beginn keine festen Trinkzeiten, sodass wir in den ersten Wochen nach Bedarf stillen. Die Produktion der Muttermilch läuft jetzt auf Hochtouren. Trinken unsere Liebsten noch unregelmäßig, kann die Milch allerdings nicht abfließen, sodass es zum sogenannten „Milchstau“ kommt.

Diese Symptome sprechen für einen Milchstau

MutterbrustWer einen Stau in den Brüsten bemerkt, hat meist mit unterschiedlichen Beschwerden zu kämpfen. Während einige Mütter eine Rötung bemerken und Knötchen ertasten können, haben es andere schon mit Fieber und einem allgemeinen Krankheitsgefühl zu tun. Auch Schwellungen und eine empfindliche Brust deuten auf einen Milchstau hin. Druck und Schmerzen machen sich meist schon zu Beginn bemerkbar.

Methoden bei Milchstau

Ob abpumpen, die Brust massieren oder den Kleinsten öfter die Brust anbieten: Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um den Milchstau zu bekämpfen. Wer sich unsicher ist, kann sich auch von einer Hebamme oder einer Stillberaterin helfen lassen. Was wir selbst können:
  • Das Baby wird jetzt an beiden Brüsten abwechselnd gestillt. Auf diese Weise können beide Brustseiten geleert werden.
  • Der richtige BH ist wichtig: Spezielle Still-BH’s schaffen jetzt Abhilfe. Wer merkt, dass ein BH die Brüste einengt, kann auch eine Zeit lang auf den Büstenhalter verzichten. Die Hauptsache ist, dass wir unsere Brust nicht belasten.
  • Bettruhe: Viele Hebammen empfehlen ein Anti-Stress-Programm. Es wird vermutet, dass Stress und Unruhe die Brüste noch empfindlicher machen und auch Mitverursacher eines Milchstaus sein können.
  • Wärme: Mit einem Wärmekompresse können wir unseren Michfluss gekonnt anregen, sodass die Flüssigkeit optimal abfließen kann und der Stau sich langsam löst. Wer Schmerzen verspürt, kann hingegen mit einem Kühlbeutel für Entspannung sorgen und eine mögliche Schwellung reduzieren.
  • Hilft alles nichts, können wir unsere Brust mithilfe einer Handmilchpumpe erleichtern und die verstopften Kanäle leeren. Das verringert den Druck in den Drüsen und die Brust fühlt sich wieder freier an.

Was gibt es noch zu beachten?

Baby Milch gebenEs ist vollkommen normal, dass unsere Kleinsten zu Beginn manchmal noch nicht ausreichend trinken, sodass es zu einem Stau kommen kann. Wichtig ist jetzt, dass wir Geduld und Ruhe bewahren, um unseren Körper nicht zu stressen. Dieser wird weiterhin Milch produzieren – und das ist auch gut so. Schließlich wird das Neugeborene mit der Zeit etwas mehr Flüssigkeit aufnehmen können und auch danach verlangen, sodass die Wahrscheinlichkeit für einen Michstau ebenfalls sinkt. Wer sich unsicher ist und über einen längeren Zeitraum schon nicht mehr beschwerdefrei war, sucht unbedingt einen Frauenarzt auf, um sich untersuchen zu lassen. Wichtig ist das vor allem, um eine spätere Mastitis (eine Entzündung der Brust) ausschließen zu können.

Dem Baby die Brust regelmäßiger anbieten, abpumpen, die Brust massieren und sich Ruhe gönnen – das alles kann bei einem Milchstau helfen. Eine Stillberaterin und auch Hebammen sind im Zweifelsfall die richtigen Ansprechpartner.

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