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doktor 10. November 2015 0

Pflege & Gesundheit


Neurodermitis, das ist eine entzündliche Erkrankung der Haut, bei der es akute Phasen gibt, aber auch Phasen, in denen die Krakheit sich nicht oder nur kaum zeigt. Des Weiteren ist Neurodermitis eine atopische Krankheit, das bedeutet, es gibt eine vererbte Anlage dafür, auf etwas überempfindlich zu reagieren. Auch Babys können unter Neurodermitis leiden. So unterschiedlich die Ursachen bzw. Auslöser sein können, so unterschiedlich kann auch der Verlauf sein. Hier gilt erst einmal keine Panik bekommen, denn in sehr vielen Fällen verliert sich die Krankheit innerhalb von drei Jahren von selbst.

Auslöser von Neurodermitis -so entsteht die Hautkrankheit

Zwar erblich veranlagt, kann Neurodermitis viele Auslöser haben. So können z.B. Wärme, Schwitzen, Allergene wie z.B. Nahrungsmittel oder Hausstaub, Infektionen wie z.B. Atemwegsinfektionen, Umweltfaktoren wie z.B. Passivrauchen, Irritationen u.a. durch Wolle, das Klima oder auch psychische Faktoren Auslöser für die Neurodermitis sein. Besonders Babys sind hiervon oft betroffen. Ihr Immunsystem muss sich noch aufbauen und entwickeln, sie müssen sich erst an all die Einflüsse gewönnen, die sie auf der Welt erwarten. So ist es nicht selten der Fall, dass schon ein kleiner Säugling unter entzündeten Hautstellen leidet, sich kratzt und von der Hauterkrankung geplagt ist.

Behandeln, vorbeugen und Ruhe bewahren

Ist die Neurodermitis diagnostiziert, so wird der Arzt für das Baby meist bestimmte Salben verordnen, die die Entzündung nehmen und die Beschwerden lindern sollen. Diese Salben, nicht selten mit Cortison, sollten aber immer nur so lange verwendet werden, wie es unbedingt notwendig ist. Es empfiehlt sich des Weiteren, auf Pflegecremes zurückzugreifen, die ohne Zusätze sind und der Haut viel Feuchtigkeit liefern. Das Angebot ist groß, jedes Baby ist anders, hier müssen Eltern individuell neurodermitistesten, welche Pflege für ihre Kinder am besten ist. Doch Eltern können noch mehr tun, sowohl in den akuten Phasen, als auch in den Phasen, währen denen das Kind Ruhe hat. Die entsprechenden Hautstellen können so z.B. mit schwarzen Tee betupft werden, das wirkt ebenfalls gut gegen die Entzündung. Zu viel baden schadet der Haut. Hier ist weniger mehr. Und wenn baden, dann Zusätze verwenden, die keine unnötigen Zusätze mitbringen, aber dennoch viel Feuchtigkeit liefern. Gut sind hier auch Olivenöl oder Sahne. Die Kleidung der Babys sollte weder zu eng noch zu warm sein. Es gibt spezielle Waschmittel, die hypoallergen sind. Neue Kleidung sollte immer ausgewaschen werden. Zudem sollten Eltern immer darauf achten, dass keine Nähte oder Zettelchen reiben können. Ob Sonne oder Schwimmbad gut vertragen werden, das kann von Baby zu Baby unterschiedlich sein. Ein Neurodermitis-Overall kann nächtliches Kratzen verhindern. Auch können Lebensmittel oder Haustiere möglich Auslöser sein. Ein Allergietest kann hier Klarheit bringen. Nicht selten aber kann kein bestimmter Auslöser gefunden werden. Wichtig ist es dann, einfach die Ruhe zu bewahren. Die Haut sollte immer gut gepflegt werden und mit Feuchtigkeit versorgt sein. In vielen Fällen von Neurodermitis beim Baby „verwächst“ sich die Krankheit innerhalb der ersten drei Lebensjahre. Natürlich kommt es hier auch immer auf die Auslöser und das individuelle Krankheitsbild an. In Jedem Fall sollten immer alle Maßnahmen vorab mit dem behandelnden Kinderarzt oder Hautarzt besprochen werden.

Fazit

Neurodermitis beim Baby kann viele Auslöser und Gesichter haben. Für die Eltern oft erst einmal eine Schockdiagnose. Dennoch gibt es keinen Grund zur Panik, denn mit den einfachsten Tipps und Tricks und der Unterstützung vom Kinderarzt kann den Eltern geholfen werden und man weiß die Situation gekonnt zu meistern.

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