» » Probleme beim Stillen - Wenn die Muttermilch nicht reicht
Milch 26. April 2017 0

Tipps & Ratschläge


Stillen ist mit etwas Hilfe fast immer möglich, wenn die Mutter wenige wesentliche Dinge beachtet. Zu wissen, wie Muttermilch entsteht und wie man die Milchbildung beeinflussen kann, ist entscheidend.

Ausreichend Flüssigkeit

StillenDas nahezu Wichtigste beim Stillen ist Trinken. Die Tatsache, dass der Körper Flüssigkeit benötigt um Flüssigkeit zu bilden, erscheint logisch. Drei Liter Wasser, vorzugsweise stilles Wasser, neben Tee und anderen Getränken sollte man am Tag zu sich nehmen. Bereits vor der Geburt ist es ratsam, sich an diese Menge zu gewöhnen. Umso leichter fällt es dann im stressigen Alltag, wenn das Baby da ist. Viel Kaffee und schwarzer Tee hemmen die Milchbildung. Gegen eine Tasse Kaffee ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Hingegen fördert Getreidekaffee ohne Koffein die Milchbildung. Der Markt bietet eine Vielfalt an Stilltees. Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme am nächsten Tag rächt sich oft sofort. Alkohol ist absolut tabu und kann bereits in kleinen Mengen ernsthaft schaden. Zusätzlich steigert eine ausgewogene Ernährung die Qualität der Muttermilch.

Der Säugling bestellt seine nächste Mahlzeit

Kurz nach der Geburt regelt das Baby die Milchbildung selbst. Durch sein Saugen werden die Nervenenden in Brustwarze und Warzenhof stimuliert. Dadurch wird die Botschaft an das Gehirn gesendet, Prolaktin neben anderen Hormonen zu bilden. Zugleich schüttet man das Hormon Oxytozin aus, welches den Milchflussreflex auslöst. Ergo produziert die Brust umso mehr Milch desto häufiger man das Baby anlegt. Ist das Baby dazu nicht in der Lage, kann nach dem Stillen die Muttermilch abgepumpt oder ausgedrückt werden. Der gleiche Effekt wird erzielt.Eine Mahlzeit besteht aus der etwas flüssigeren Vordermilch und der dickflüssigeren, fettigen Hintermilch. Zunächst „trinkt“ und danach „isst“ der Säugling. Zusätzliche Flüssigkeitszufuhr, beispielsweise in Form von Tee ist unnötig und stört das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Gewissen Rahmen schaffen

Um allmählich einen ungefähren Rhythmus im Alltag zu erlangen, sollten etwa drei Stunden zwischen den Stillmahlzeiten liegen, damit das Baby ausgeschlafen ist, um die vollständige Mahlzeit zu sich zu nehmen Stillensowie ausreichend Zeit für die Milchbildung vorhanden ist. Ist Muttermilch in größeren Mengen nötig, ist bereits nach zwei Stunden das Anlegen möglich. Tagsüber sollte man nicht länger als vier Stunden mit dem Stillen warten und gegebenenfalls das Baby wecken. Nachts darf man das Baby unbesorgt schlafen lassen.
Pro Seite benötigt das Baby gewöhnlich 15 Minuten, damit es genug von der reichhaltigen Hintermilch bekommt. In der Praxis schlafen die meisten Babys meist zu früh ein. Hier gilt es das Baby mit sanftem Streicheln an den Wangen oder Füßchen wachzuhalten, oder es auszuziehen, da mollige Wärme zum Einschlafen verleitet. Lebendigere Babys sind meist schneller fertig, lassen sich aber leichter ablenken.Erheblich für den Erfolg ist oftmals die Stellung, in der man stillt. Grundsätzlich müssen sich Mutter und Kind wohlfühlen. Tauchen trotzdem Schwierigkeiten auf, kann es vorkommen, dass in einer bestimmten Stellung die Brustmuskulatur angespannt ist und die Muttermilch deshalb nicht richtig fließen kann.
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