» » Probleme im Kindergarten - Wie helfe ich meinem Kind?
Spielende Kinder 15. Oktober 2014 0

Tipps & Ratschläge


Meist ist es für Eltern schwer abzusehen, ob das Kind im Kindergarten nun Spaß hatte oder nicht. Trübt die Stimmung, wird schnell klar, dass etwas nicht stimmt.

Woran erkenne ich, dass mein Kind ein Problem hat?

Anfangs brauchen wir Eltern uns keine großartigen Sorgen zu machen, denn jedes Kind geht unterschiedlich mit der ersten Zeit im Kindergarten um. Einige wollen wieder nach Hause, andere sind sofort begeistert. Hat sich das Kind erst einmal an den neuen Alltag gewöhnt, gibt es keinerlei Befürchtungen mehr. Irgendwann jedoch fängt das Kind an zu protestieren. Es will nicht in den Kindergarten. Es ist schwer zu erkennen, ob das Kind nun keine Lust hat oder wirklich was nicht stimmt. Behalten Sie in dem Fall Ihr Kind im Auge. Verhält es sich anders als sonst? Ist es schweigsamer geworden oder aggressiver? Die typischen Anzeichen eines Kindes, das Probleme im Kindergarten hat, ist dessen Verhalten. Wir Eltern kennen unser Kind am besten und haben somit schnell ein murmeliges Gefühl, wenn dieser Verdacht besteht.Probleme im Kinderalter

Hintergründe

Es muss nicht gleich das Schlimmste sein. Natürlich malen wir Eltern uns sofort grausame Dinge aus, was genau passiert sein könnte. Ziehen Sie anfangs keine voreiligen Schlüsse. Fragen Sie Ihr Kind jeden Tag wie es im Kindergarten war. Sie werden an der Stimmlage und Haltung bemerken, ob alles okay war oder nicht. Stellen Sie am besten Fragen wie: Hattest du Spaß? Hast du mit deinen Freunden gespielt? Nur nicht zu viele Fragen, weil Kinder haben meist keine Lust viel zu reden. Am besten fragen Sie auch die Erzieher, wie der Tag für Ihr Kind verlief. Gab es Probleme? Streitigkeiten? Auseinandersetzungen? Hat es geweint? Meist nehmen Erzieher Kleinigkeiten nicht ernst, was nicht unbedingt für das Kind genauso ist. Jedes Kind hat eine unterschiedliche Sensibilität. Die einen sind hart im nehmen, die anderen schon bei der kleinsten Streitigkeit angeschlagen.

Wenn die Erzieher nichts sagen – Was tun?

Spielende KinderLeider ist es heute nicht selten, dass die Erzieher, ganz gleich wen man fragt, keine hilfreichen Antworten geben. Meist wird uns Eltern obendrein noch gesagt, dass wir es zu sehr dramatisieren. Kinder sollen schließlich lernen sich alleine durchzusetzen. Bei kleineren Krawallen, wie beim wegnehmen des Spielzeugs, nachvollziehbar, aber bei heftigeren Streitigkeiten und Einschüchterungen nicht optimal. Immerhin reden wir hier über Kindergartenkinder und nicht von Schulkindern. Meist mischen sich die Erzieher nicht ein, weil die Kinder dies unter sich regeln sollen. Allerdings gibt es Kinder, die sich nicht alleine verteidigen können. Fakt ist: Die Kinder sind unter sechs und müssen ohne Mama und Papa, die doch bisher immer an ihrer Seite waren, auskommen. Bei manch einem Kind kann diese Lektion hilfreich sein, bei anderen kann diese Art der Erziehung schnell versagen. Mangel an Selbstbewusstsein und negative Erlebnisse mit anderen Kindern, sind da nur wenige Folgen. Da hilft es auch nicht mehr, dem Kind immer wieder Mut zuzusprechen oder aufzubauen. Kommt zudem heraus, dass ein anderes Kind Ihr Kind drangsaliert, sprechen Sie die Eltern an. Doch diese beschützen selbstverständlich ihr eigenes Kind. Wenn Sie wirklich alles ausprobiert haben, hartnäckig blieben, sich nichts geändert hat und Ihr Kind bereits täglich beginnt zu weinen, wenn es nur das Wort Kindergarten hört, hilft nur noch eines: Ein anderer Kindergarten.

Fragen Sie jeden Tag, ob das Kind zufrieden war und schätzen Sie ab, wie schlimm die Probleme sind. Lassen sich die Probleme nicht lösen, auch nicht über die Erzieher und die Leitung, dann wechseln Sie den Kindergarten.

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