» » Rückbildung von Zuhause aus: Tipps zur Umsetzung
Mutter 14. November 2019 0

Pflege & Gesundheit


Während der Schwangerschaft erlebt der Körper der Frau eine ungewöhnliche Belastung. Muskeln, Sehnen und Bänder dehnen sich aus, Organe und Blutgefäße sind eingeengt. Nach der Geburt erholt sich der Körper von dieser Belastung, die Gebärmutter bildet sich zurück. Wichtig ist jetzt, den natürlichen Rückbildungsprozess durch Übungen zu unterstützen. Spezielle Kurse geben frischgebackenen Müttern die Möglichkeit dafür. Die Kosten für die ersten Stunden übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen. Einige Mütter entscheiden sich jedoch für die Rückbildung von Zuhause aus.

Das passiert bei der Rückbildung

Ziel der Rückbildung ist es, dass die Tiefenmuskulatur und Beckenboden gekräftigt werden. Wird die Rückbildung nicht unterstützt, kann es schlimmstenfalls zur Inkontinenz kommen. Deshalb beginnen Mütter nach etwa 6 Wochen mit den ersten Übungen. Gab es einen Kaiserschnitt, soll erst 10 Wochen später die Rückbildung beginnen.Schwanger mit Partner

Der Körper nimmt während dieser Phase langsam wieder die alte Form an. Wer diese Phase jedoch starten will, lässt sich davor gynäkologisch untersuchen. Hierbei stellt der Arzt fest, ob noch Geburtsverletzungen vorhanden sind. Achtung: Der Rückbildungsprozess dient in erster Linie der körperlichen Gesundheit der Frau. Er bedeutet nicht automatisch, dass wir mit dem Abnehmen beginnen. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte dies – Schritt für Schritt und in gesundem Maße – in Angriff nehmen, wenn große Stressphasen vorbei sind.

Diese Übungen helfen von zuhause aus

Die Rückbildung von Zuhause aus durchzuführen hat viele Vorteile:

  • ine flexible Zeiteinteilung
  • das Baby bleibt in der Nähe, Mütter haben ein ruhiges Gewissen
  • Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden, in gewohnter Umgebung

Wichtig ist allerdings, eine Regel zu beachten: langsam beginnen. Wer sich überanstrengt, riskiert Verletzungen.

Eine einfache Übung sind Liegestütze auf Knien, die den Körper nicht zu sehr belasten und zugleich die Rückbildung unterstützen: Hände flach auf den Boden legen, während die Knie ebenfalls den Boden berühren. Oberschenkel und Bauch bilden einen rechten Winkel, Beckenboden und Bauchnabel werden angespannt. Beim Einatmen drücken wir uns langsam runter, Kopf Richtung Boden. Beim Ausatmen kommen wir wieder hoch.

MutterEine zweite Übung: der Bauchlift. Kopf auf einen Kissen legen, mit dem Rücken zum Boden. Die Beine liegen gerade auf dem Boden und werden zusammengepresst. Übrigens: Die Kleinen können jetzt dabei sein. Das Baby darf auf dem Bauch der Mutter liegen und festgehalten werden. Bei dieser Übung werden Po und Beckenboden gegen den Boden gepresst und es wird ausgeatmet. Beim einatmen wölbt sich der Bauch, das Baby wird etwas gehoben. Die Übung darf einige Male wiederholt werden.

Die letzte Übung: der Katzenbuckel. Hände und Knie berühren den Boden – wie bei den Liegestützen auf den Knien. Beim tiefen Einatmen wird ein Hohlkreuz gebildet. Beim Ausatmen kommen wir wieder in die Ausgangsposition zurück – machen jetzt jedoch einen „Katzenbuckel“ nach oben. Hierbei wird der Bauch angespannt. Auch diese Übung kann mehrmals wiederholt werden.

Fazit

Die Rückbildung nach der Geburt funktioniert auch von Zuhause auch. Mütter sollten sich jedoch nicht mit einem zu straffen Programm überfordern. Wer mit den Übungen beginnen möchte, klärt dies vorher mit seinem Gynäkologen ab. Sind keine Verletzungen oder Auffälligkeiten vorhanden, darf es losgehen.

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