» » Scheidungskind - Die beste Lösung für Baby und Eltern
baby und eltern 25. September 2019 0

Tipps & Ratschläge


Wenn sich ihre Eltern trennen, stellt das für die Kinder immer eine enorme Belastung dar. Schließlich lieben sie beide Elternteile, auch wenn diese sich untereinander nicht mehr verstehen. Aber auch abgesehen von eventuelle Streitigkeiten gerät durch eine Scheidung der gewohnte Alltag der Kleinen meist ziemlich aus den Fugen, wenn Mama oder Papa auszieht. Selbst wenn die Trennung einvernehmlich vonstattengeht, kann das für große Unsicherheit sorgen. Mit etwas gutem Willen kann den Kindern aber durchaus der Übergang in diese neue Lebensphase erleichtert werden.

Klare Regelungen treffen

Natürlich ist eine Scheidung auch für die beteiligten Erwachsenen mit sehr vielen unschönen Emotionen verbunden. Wenn aber klar ist, dass kein gemeinsamer Lebensweg mehr möglich ist, kann die Entscheidung, sich zu trennen, eine große Erleichterung darstellen. Auch für die gemeinsamen Kinder kann dies langfristig von Vorteil sein, da auch eine konfliktbeladene Atmosphäre im eigenen Zuhause die Zuneigung und LiebeEntwicklung beeinträchtigen kann. Allerdings sollten sich Paare klarmachen, dass sie auch nach der Trennung nach wie vor Vater und Mutter ihrer Kinder sind. Es ist deshalb enorm wichtig, möglichst frühzeitig die zukünftigen Regelungen im Zusammenhang mit dem Kind unabhängig von den negativen Emotionen dem Partner gegenüber zu betrachten.

Es ist nicht immer so einfach, gemeinsame Regelungen zu finden. Daher empfiehlt sich auch bei einer einvernehmlichen Scheidung, die Hilfe einer Familienberatungsstelle in Anspruch zu nehmen. Dort erfahren Eltern nicht nur, welche rechtlichen Aspekte bezüglich Sorgerecht und Unterhalt berücksichtigt werden müssen, sondern bekommen auch wertvolle Tipps für den Umgang mit dem früheren Partner. Außerdem können dabei gemeinsam Pläne ausgearbeitet werden, wie der Alltag mit Baby in Zukunft gestaltet werden soll. Wenn beispielsweise schriftlich festgehalten wird, wer wann das Kind aus der Krippe abholt, können damit von vorneherein überflüssige Streitigkeiten vermieden werden.

Bedürfnisse des Babys in den Vordergrund stellen

Eine der ersten und wichtigsten Fragen, die sich bei einer Trennung stellen, ist die, bei wem das Kind wohnen wird. In den meisten Fällen ist das noch immer die Mutter, aber das muss keineswegs zwangsläufig so sein. Abhängig von der jeweiligen familiären und beruflichen Situation lassen sich auch andere Regelungen treffen. Dabei sollten Eltern berücksichtigen, zu wem das Kind bislang die engere Bindung hatte, wer sich überwiegend um die Betreuung im Alltag gekümmert hat, wer in Zukunft die beste Betreuung leisten kann und an wessen Wohnort das Kind am besten in bestehende Strukturen integriert ist.

Familie PlanungIm Idealfall sollten die Eltern nach der Trennung im gleichen Maß für das Kind da sein wie zuvor. Das lässt sich beispielsweise durch das Wechselmodell oder Wohnungen in Laufdistanz erreichen. Falls das nicht möglich sein sollte, gilt es, einen möglichst regelmäßigen Umgang festzulegen, der Stabilität in das Leben des Kindes bringt. Dabei ist bei Babys ein häufiger und kürzerer Kontakt sinnvoller als ein seltener, dafür aber längerer Besuch.

Routine sorgt für Sicherheit

Für Babys und Kleinkinder ist ein gleichbleibender Tagesablauf von enormer Wichtigkeit. Nachdem die Scheidung den gewohnten Alltag kräftig durcheinander gebracht hat, sollten die Eltern deshalb rasch neue Routinen und kleine Rituale entwickeln, die dem Kind Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Dazu gehört natürlich auch der Kontakt zu dem jeweils anderen Elternteil. Dass in dessen Haushalt eventuell abweichende Gewohnheiten herrschen, ist dabei nicht schlimm, da Kinder ein Gespür dafür haben, dass an unterschiedlichen Orten unterschiedliche Regeln gelten. Wichtig ist lediglich, dass die beiden Elternteile respektvoll miteinander umgehen und möglichst frühzeitig wieder Normalität in das Leben des Babys einkehrt.

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