» » Schwangerschaftsdiabetes - Symptomatik und Behandlung
Mutter 11. Januar 2017 0

Pflege & Gesundheit


Die Schwangerschaft bedeutet eine große Umstellung für den Körper. Der Stoffwechsel, die Ernährung und die Hormone werden so ausgerichtet, dass das Kind rund um versorgt wird. Allerdings kann sich die Umstellung auch negativ auf den Blutzucker auswirken und ein Schwangerschaftsdiabetes kann entstehen.

Warum bekommen Schwangere häufig Diabetes?

MutterIn der zweiten Schwangerschaftshälfte wird der Arzt einen Bluttest vornehmen und auf Schwangerschaftsdiabetes untersuchen. Wird die Zuckerkrankheit diagnostiziert, bezeichnet man diese als Gestationsdiabetes. Ab der 24. Schwangerschaftswoche können bei den betroffenen Frauen hohe Blutzuckerspiegel nachgewiesen werden. Durch die Schwangerschaftshormone, welche ins Blut gelangen, kann der Zucker- und Insulinhaushalt ordentlich gestört werden. Unter Umständen kann es zu Problemen beim heranwachsenden Baby kommen. Durch zu wenig Bewegung und kalorienreiche Kost entsteht Schwangerschaftsdiabetes gerade bei Schwangeren äußerst schnell. Gibt es bereits Diabetesfälle in der Familie, dann ist das Risiko, daran zu erkranken, natürlich noch größer.

Welche Symptome treten auf?

Drei Prozent aller Schwangeren in Deutschland erkranken an Schwangerschaftsdiabetes, die Dunkelziffer ist allerdings deutlich höher anzusetzen. Der erste Hinweis auf die Erkrankung kann ein zu großes und zu schweres Kind sein, was sich durch die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen feststellen lässt. Meist werden von den Frauen selbst keine tückischen Symptome wahrgenommen. Um Diabetes zu erkennen, wird ein Glukosetoleranztest zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Zuerst wird Blut im nüchternen Zustand genommen, anschließend muss eine Zuckerlösung getrunken werden und nach einer Stunde wird wiederholt Blut genommen. Die Daten werden anschließend mit Normwerten verglichen, sind diese zu hoch, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes. Der Gynäkologe überweist die Patientin anschließend an einen Diabetologen. Dieser wird die Ernährung besprechen und ggf. kommen auch Tabletten oder Insulininjektionen infrage.schwangerschaft mutter

Welche Folgen für Mutter und Kind können auftreten?

Es besteht während der Schwangerschaft ein erhöhtes Risiko für Infektionen, Bluthochdruck und auch die Gefahr einer Frühgeburt. Das Baby kann durch Diabetes bei der Geburt überdurchschnittlich viel wiegen und während der normalen Geburt kommt es unter Umständen zu Komplikationen. Aus diesem Grund wird bei Schwangeren mit Schwangerschaftsdiabetes meist ein Kaiserschnitt durchgeführt. Das Neugeborene kann zudem an Unterzuckerung leiden oder Atemstörungen kurz nach der Geburt aufweisen. Daher ist es umso wichtigen, Schwangerschaftsdiabetes behandeln zu lassen.

Wie wird Schwangerschaftsdiabetes therapiert?

Nach der Geburt verschwindet der Diabetes meist von selbst. Während der Schwangerschaft soll er allerdings unbedingt behandelt werden. Die Behandlung beinhaltet drei Bereiche: Ernährung, Sport und Insulintherapie. Es ist wichtig viel Obst und Gemüse zu essen, außerdem Vollkorn- und ballaststoffreiche Kost. Einfach zu merken hierbei: 40 Prozent Kohlenhydrate, 30 bis 35 Prozent Fette und 20 Prozent Proteine. Tägliche Spaziergänge von ca. 30 Minuten helfen außerdem, den Blutzuckerspiegel zu senken. Nicht vergessen: Den Blutzuckerspiegel unbedingt regelmäßig überwachen.

Schwangerschaftsdiabetes sollte nie auf die leichte Schulter genommen werden und die Ernährungsumstellung und Bewegung spielen eine große Rolle. Allerdings ist es wichtig, dass man sich dadurch nicht verrückt machen lässt und die Schwangerschaft trotzdem in vollen Zügen genossen wird.

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