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frühkindliche Sinne 22. Oktober 2014 0

Spaß & Freude


Gerade Babys und Kleinkinder sind in ihren Sinnen noch nicht an das weltliche Dasein angepasst. Der Körper und die Seele der kleinen Menschen befinden sich noch in der Entwicklung und müssen daher vor Reizüberflutung und extremen Alltagseindrücken geschützt werden. Nur so ist eine normale und gesunde Entwicklung der einzelnen Sinne wie etwa hören, sehen und schmecken gewährleistet.

Die Entwicklung der Sinne beim Menschen

Bereits bei der Geburt besitzt ein Baby alle Sinne, die es für das Leben braucht. Dazu zählen Schmecken, Fühlen, Sehen, Hören und Riechen. Die Entwicklung dieser fünf Sinne findet demnach schon im Mutterleib statt, vorausgesetzt die Schwangerschaft frühkindliche Sinnesentwicklung läuft komplikationsfrei. Die Neuronen, welche im Gehirn für den reibungslosen Arbeitsablauf der Sinne zuständig sind laufen bereits auf Hochtouren und haben sogar schon einige Synapsen, die „Schnellstraßen“ zwischen den einzelnen Neuronen, gebildet. Sobald das Kind dann auf der Welt ist, wird es umgehend diversen Sinnesreizen ausgesetzt. Diese sind für die Entwicklung des Gehirns essenziell, da nur so der Aufbau der Synapsen stattfinden kann. Ist das Kind gesund und durchläuft eine normale Entwicklung, so filtert das Hirn im Laufe der Zeit brauchbare von unbrauchbaren Nervenverbindungen heraus und reguliert sich somit selbst. Wichtig dabei sind vor allem Wiederholungen diverser Sinnesreize, wie das Spielen, Kuscheln oder Sprechen mit den Eltern und anderen Familienmitgliedern. Hat das Gehirn erst einmal die wichtigsten Sinne ausgeprägt, so lernt es im Laufe des weiteren Lebens immer neue Eindrücke kennen, welche die Synapsen nachweislich wieder verändern oder ausbauen können.

Worauf sollten Eltern achten?

Die Entwicklung eines Kindes und vor allem dessen einzelner Sinne hängt, gerade im frühkindlichen Alter, stark von der Umwelt und insbesondere von den nächsten Verwandten, sprich den Eltern, Großeltern und Geschwistern ab. Ein Baby kann sich selbst noch nicht vor Reizüberflutung schützen und so sind es die Eltern, welche ihrem Kind eine gewisse Ruhe und Geborgenheit geben müssen. Sinnesreizungen sind enorm wichtig, dennoch sollte ein Kleinkind niemals Lärm, extremen Geruch oder grellen Licht ausgesetzt sein. Diese Dinge können die Sinne des Kindes dauerhaft schädigen und in den schlimmsten Fällen das endgültige Absterben wichtiger Sinneszellen ankurbeln. Eltern sollten es daher auch vermeiden penetrantes Parfum oder Deo aufzutragen, um ihr Kind mit diesen Reizen sinnlich nicht zu überfordern. Zudem ist eine angemessene Raumluft, sanfte Geräusche sowie Licht wichtig für die weitere Entwicklung der Sinne.Baby Sinne

Eltern kennen ihre Kinder meist am besten, dies gilt auch für Babys und Kleinkinder. So können Mutter und Vater gut auf ihr Kind eingehen und zusammen herausfinden, was gut in Sachen Sinnesentwicklung ist. Allerdings sollten Eltern immer darauf achten, ihr Kind unter keinen Umständen Lärm, Gestank oder Ähnlichem auszusetzen, dazu zählen auch der vielleicht nett gemeinte Familienausflug zur Besucherplattform des nahegelegenen Flughafens oder das Einkaufen in vollen Kaufhallen oder auf Weihnachtsmärkten. Auch ein Ausflug zum örtlichen Volksfest ist, gerade für Babys, nicht sonderlich geeignet, da hierbei zu viele Reize auf die empfindlichen Sinne des Kindes einwirken und diese nachhaltig schädigen. Der damit verbundene Stress für Kind und Eltern steht somit in keiner Relation zum eventuellen Spaß, den so ein Ausflug schließlich mit sich bringen soll.

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