» » Späte Mütter - Vorteile oder Nachteile?
Mutter 11. November 2016 0

Tipps & Ratschläge


Wenn Mann und Frau eine Familie planen, ist die Frage nach einem Kind oft auch eine Frage nach dem Wann. Der richtige Zeitpunkt wird dabei von ganz individuellen Gesichtspunkten abhängig gemacht. Das kann dazu führen, dass man sich erst spät für eine Mutterschaft entscheidet. Aber das muss nicht immer von Nachteil sein.

Mutter werden – damals und heute

Die damaligen Zeiten von der Pubertät zu der einer Mutter verliefen aufgrund einer kürzeren Schulausbildung oder weniger Jahre in traditionellen Frauenberufen fließend. Heute erlauben sichere Verhütungsmittel eine Lebens- und SchwangerschaftFamilienplanung, die die individuellen Gegebenheiten eines Paares und deren Einschätzung in den Vordergrund rücken und so oft ausschlaggebend werden für die Bestimmung des „richtigen“ Zeitpunktes für ein Kind.
Da heute, im Gegensatz zu früher, viele Frauen eine aktive Teilnahme auf dem Arbeitsmarkt suchen und dort beruflichen Erfolg anstreben bzw. dies sogar immer wichtiger für den finanziellen Grundstock einer Familie sein kann, hat sich das Alter der Erstgebärenden gegenüber den 60er und 70er Jahren immer weiter nach hinten verschoben. Damals bekamen Frauen zwischen 23 und 25 Jahren ihr erstes Kind. Heute dagegen liegt das Alter bei ca. 29 Jahren mit einer Tendenz nach oben. Die sogenannten späten Mütter nehmen zu. Etwa ein Viertel der Frauen in Deutschland ist bei ihrem ersten Kind bereits über 35 Jahre alt.

Späte Mütter – Risiken und Nachteile

Die eventuelle Mutterschaft einer Frau hängt zuallererst auch von ihrer Fruchtbarkeit ab. Diese nimmt – und das ist heute so wie damals – mit zunehmendem Alter ab. Das ideale Gebäralter hat Mutter Natur zwischen das 20. und 25. Lebensjahr einer Frau gelegt. Schon ab dem 30. Geburtstag nimmt die Fruchtbarkeit langsam ab. Das Risiko für Erbgutschäden, die u.U. zu einer Fehlgeburt führen können, erhöht sich ab einem Alter von 40 Jahren und ca. jede 3. Schwangerschaft endet dann vorzeitig. Auch besteht eine erhöhte Gefahr, ein behindertes Kind auszutragen.
Die Kondition einer Frau über 35 ist sicherlich nicht zu vergleichen mit der einer 10 Jahre jüngeren. Das kann sich sowohl bei der Geburt als auch bei der darauf folgenden rund um die Uhr Versorgung eines Kleinkindes bemerkbar machen. Ein „ich mache das mit links“ ist dann mit mehr Anstrengungen verbunden, als von früher her gewohnt.

Späte Mutterschaft – es gibt auch Vorteile

MutterschaftAuf jeden Fall verfügt eine Mutter ab 30 Jahren und älter oftmals über mehr Lebenserfahrung. Und diese kann ihr bei der Erziehung des Kindes Pluspunkte verschaffen. Ihre Erfahrungen, die sie in ihrem bisherigen Leben und in ihrem Beruf machen konnte, führen zu einer Abgeklärtheit gegenüber bestimmten Dingen, die eine junge Mutter noch vor unlösbare Probleme stellen würde.
Späte Mütter verfügen über mehr Gelassenheit und Selbstsicherheit. Sie werden sowohl die Schwangerschaft als auch die späte Mutterschaft oft bewusster erleben, was sich in einem intensiveren Kümmern um sich selbst und das Kind zeigen kann.

Fazit

Für eine gesunde an Erfahrungen gereifte Frau ist auch eine späte Mutterschaft bis zu einem Alter von 40 Jahren möglich und für sie selbst und das Kind weniger risikobehaftet, als früher. Die pränatalen Vorsorgeuntersuchungen und medizinischen Errungenschaften machen es möglich.
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