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Vater-Kind-Beziehung 15. Januar 2020 0

Tipps & Ratschläge


Eine spannende Phase im Leben von Eltern beginnt, wenn sie ihr Neugeborenes zum ersten Mal in den Armen halten, ihren Schrei hören und das Wunder des Lebens feiern dürfen. Die Besonderheit: Mutter und Kind können schon direkt nach der Geburt ein körperliches und emotionales Verhältnis zueinander aufbauen, das idealerweise von Nähe, Zärtlichkeit und Geborgenheit geprägt ist. Das hängt vor allem mit der Rolle als „Fütterin“ zusammen. Das Kind ist auf Nahrung angewiesen, das es von der Mutter erhält. So können wir unserem Neugeborenen schnell vermitteln, dass wir da sind und dass es sicher ist. Anders ist es oft für Väter. Obwohl es wissenschaftlich längst bewiesen ist, dass die Entwicklung des Kindes gefördert wird, wenn beide Elternteile gleichermaßen für es da sind, können Väter oft mal „zu kurz kommen“. Doch es gibt einige Tipps, die man für die richtige Vater-Kind-Beziehung umsetzen kann.

Vater, Mutter und Kind: Ein besonderes Verhältnis

Dass Väter und ihre Kinder nicht von Anfang an die gleiche Bindung haben wie die Mutter ist völlig normal. Die entscheidenden Gründe dafür können sein:

Vater werden1.) Während der Stillzeit darf das Kind automatisch und regelmäßig die körperliche Nähe von Mama spüren. Das ist auch gut so – aber auch herausfordernd, weil Mütter so auch die Zeit ihres Partners, welches es mit dem Kind verbringen kann, in erster Linie regulieren können.

2.) Während Mütter oft in die Rolle der gefühlsbetonten Beschützerin schlüpfen, haben einige Väter mit Emotionen noch zu kämpfen.

3.) Zeit spielt eine Rolle: Die klassische Rollenaufteilung – Mama kümmert sich, Papa geht arbeiten – kann dazu führen, dass Kinder ihre Väter seltener sehen.

Liebevolle Vater-Kind-Beziehung früh aufbauen

Trotz dieser Herausforderungen ist es für die Entwicklung des Kindes wichtig, dass beide Elternteile sich gleichermaßen beteiligen können. Als erster Schritt genügt schon die körperliche Nähe zum Kind, die vermittelt: „Papa ist da – du bist nicht alleine.“ Eine liebevolle Vater-Kind-Beziehung kann durch Hautkontakt gestärkt werden. Das Kind in den Armen nehmen, trösten oder auch mal in der Luft herumwirbeln und zusammen albern sein – alles ist erlaubt, was die emotionale Verbindung stärkt und Sicherheit vermittelt.

Elternzeit für Väter

baby und elternBis heute ist es der Standard in einer Partnerschaft, dass Mütter in Elternzeit gehen, während Väter sich weiterhin um die Finanzen kümmern. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel, denn einige Papas entscheiden sich heute für die Elternzeit. Der Durchschnitt dafür liegt heute bei etwa zwei Monaten, in denen sie Elterngeld beziehen. Ein gutes Zeichen, denn so ist es möglich, dass auch Väter ihren Nachwuchs entspannt betreuen können, sich gegenseitig kennenlernen und Vertrauen zueinander aufbauen.

Vater-Kind-Beziehung stärken

Das Kind ins Bett legen und eine Geschichte vorlesen, Windeln wechseln oder zusammen baden. Wer seinem Kind nah sein möchte, setzt auf Aktivitäten und Rituale. Mütter können ihren Partner stärken und unterstützen. Dazu zählt, die Kleinen auch mal alleine zum Einkauf schicken, den es mit Papa erledigen darf oder Aufgaben liebevoll abgeben. Das fördert nicht nur die Harmonie und die Teamfähigkeit in der Partnerschaft. Es vermittelt dem Kind auch, dass es von beiden Elternteilen gleichermaßen geschätzt und gefördert wird.
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