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Schwangerschaft 30. Dezember 2019 0

Tipps & Ratschläge


Wer endlich schwanger ist, verspürt häufig nicht nur Freunde, sondern auch Unsicherheit: Wie geht es jetzt weiter? Wann erfolgen die Untersuchungen und worauf ist zu achten? Diese Frage werden in der Regel schon im ersten Gespräch beantwortet, welches ab der 5. Schwangerschaftswoche erfolgen kann. Im Mutterpass, den jede Schwangere bei der ersten Untersuchung erhält, sind alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen notiert. Insgesamt haben wir dabei einen Anspruch auf 10 Vorsorgeuntersuchungen.

Die erste Untersuchung

werdende MamaZwischen der 5. und 7. Schwangerschaftswoche kann der Arzt bei einer ersten Untersuchung die Schwangerschaft bestätigen. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung wird etwas Blut abgenommen, der Blutdruck und das Gewicht werden notiert. Körperliche Auffälligkeiten, Krankheiten und sonstige Befunde klärt man mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin in einem Gespräch ab. Zuvor folgt eine vaginale Untersuchung. Die Befunde sind alle im Mutterpass dokumentiert, sodass die behandelnden Ärzte und die werdenden Eltern den Prozess und die Entwicklung im Blick haben.

Das passiert bei weiteren Vorsorgeuntersuchungen

Insgesamt werden 3 große Ultraschalluntersuchungen durchgeführt. Die erste erfolgt bis zur 12. Woche, anschließend finden weitere Untersuchungen bis zur 22. und danach bis zur 32. Woche statt. Während diese Art von Untersuchungen nun jeden Monat stattfinden, verkürzt sich der Abstand später auf jeweils 14 Tage zwischen den Untersuchungen. Die Veränderung tritt ab der 32 SSW auf. Für Mütter bedeutet es, dass sie nun regelmäßiger untersucht werden. Obwohl die Vorsorgeuntersuchungen auf freiwilliger Basis erfolgen, ist es empfehlenswert, diese wahrzunehmen – für das Wohl des Kindes und der Mutter.

Das Blut wird untersucht

In regelmäßigen Abständen wird der Schwangeren Blut entnommen und auf mögliche Erreger untersucht, die eine Gefahr für das Ungeborene darstellen können. Zum Beispiel wird ab der 32. SSW ein Hepatitis B-Test durchgeführt, wenn der behandelnde Arzt dies empfiehlt. Wer unter der KrankheitMutter leidet, muss damit rechnen, das Kind anstecken zu können. Deshalb kann man das Baby direkt nach der Geburt impfen lassen, wenn der Test rechtzeitig stattfindet. Außerdem wird der rote Blutfarbstoff untersucht. Das Hämoglobin gibt Aufschluss darüber, ob Sauerstoff richtig transportiert wird.

Zusätzliche Vorsorge

Weitere Blutuntersuchungen, die auf eigenen Wunsch erfolgen, übernehmen Krankenkassen in der Regel nicht. Das gilt auch für zusätzliche Tests, wie etwa das Ersttrimester-Screening (Nackenfaltenmessung), welches Aufschluss über eine mögliche Trisomie geben kann. Ausnahme: Besteht ein familiäres Risiko oder generell eine Risikoschwangerschaft, übernehmen gesetzliche Krankenkassen die zusätzlich medizinisch notwendigen Test.

Vorsorgeuntersuchungen sind sinnvoll

Wer für sich und sein Ungeborenes sorgen möchte, nimmt die empfohlenen 10 Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen des Vertrauens (oder auch einer Hebamme) wahr. Die Ultraschalluntersuchungen finden ausschließlich beim Arzt statt. Ob Hebamme oder Gynäkologe: Alle wichtigen Ergebnisse und Fortschritte werden im Mutterpass festgehalten und geben Aufschluss über die Entwicklung der Schwangerschaft. Wer sich unsicher ist und sich für zusätzliche Untersuchungen entscheidet, muss die Kosten in der Regel selbst tragen. Diese Entscheidung ist vor allem sinnvoll für werdende Mütter, denen beispielsweise ein familiäres Risiko bekannt ist.

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