» » Was tun, wenn Babys fremdeln?
weinen 07. Februar 2019 0

Tipps & Ratschläge


Junge Eltern kennen das Phänomen: das fast immer fröhliche und quietschfidele Baby hat immer öfter schlechte Laune, mag nicht mehr zu Fremden und schreit häufig. Grund dafür ist das sogenannte Fremdeln, das allerdings nichts mit einem Erziehungsfehler zu tun hat. Vielmehr ist es Ausdruck eines neuen Entwicklungsschrittes. Deshalb gibt es einfache Tipps, wie sich Eltern hier richtig verhalten können.

Warum das Kind fremdelt

PartnerschaftDie Erklärung, warum ein Baby plötzlich weniger freundlich zu fremden Personen ist und häufiger schreit, ist einfach erklärt. Denn seine Sinneswahrnehmung wird differenzierter, womit das Kind beginnt, zwischen Fremden und Vertrautem zu unterscheiden. Das damit reifer werdende Kind hat damit nicht mehr blindes Vertrauen in seine Umgebung, sondern entwickelt ein gesundes Misstrauen. Damit bleibt es stets in der Nähe von vertrauten Menschen, wobei die wichtigste Bezugsperson in dieser Phase die Mutter ist. Die meisten Babys beginnen im Alter zwischen sechs und acht Monaten. Manche überwinden die Angst vor Fremden rascher, andere wiederum sind jahrelang sehr vorsichtig. Das Fremdeln ist dabei auch abhängig davon, wie sich die fremde Person dem Kind nähert und wie die Bezugsperson mit dem Unbekannten umgeht.

Die wichtigste Maßnahme beim Fremdeln

Die wichtigste Verhaltensregel für Eltern ist, das Kind nicht unter Druck zu setzen. Die Ängste des Kleinen müssen vorbehaltlos verteidigt werden, es macht also keinen Sinn, den Nachwuchs aufzufordern, ein bisschen freundlicher zu sein oder der Oma endlich die Hand zu geben. Zudem sollte das Kind nicht in fremde Arme gegeben werden, wenn es das nicht möchte, immerhin besteht sonst das Risiko, dass das Kleine auch das Vertrauen in die Bezugsperson verliert. Am besten ist es, dem Kind die Zeit zu geben, die es benötigt, um von selbst Kontakt mit der für ihn unbekannten Person aufzunehmen. Auch ein behutsames Erklären, wer denn nun der Fremde ist, hilft, Vertrauen aufzubauen.

Über das Fremdeln aufklären

Damit sich beim ablehnenden Verhalten des Kindes niemand vor den Kopf gestoßen fühlt, sollten Eltern den Betreffenden über das Fremdeln aufklären. Denn im Grunde hat das Ganze ja nichts mit Antipathie oder einem unsozialen Verhalten zu tun. Wer selbst Kinder hat, wird das Verhalten verstehen und aus eigener Erfahrung verständnisvoll reagieren. Die Eltern können die fremden Personen um Geduld bitten und auch darum, erstmal eine gewisse Distanz zum Kind zu wahren.

Das Zauberwort lautet Geduld auf allen Seiten

Vater werdenEines muss klar sein: gegen das Fremdeln selbst können Eltern eigentlich nichts machen. Über kurz oder lang geht die Phase von selbst vorüber. Eltern sollten sich nicht verunsichern lassen, dass ihr Kind womöglich durch zu viel Schutz oder Liebe unselbstständig werden könnte. Sämtliche Experten gehen vom Gegenteil aus, nämlich dass die unbegrenzte Versorgung des Nachwuchses in seinem ersten Lebensjahr mit Liebe und Vertrauen das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit unterstützt. Wie lange er fremdelt, kann nicht allgemein gesagt werden. Eines Tages ist es damit vorbei und der Wonneproppen verzückt seine Umgebung wieder mit dem schönsten Lächeln und uneingeschränkter Liebe.

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