» » Wellness für Babys und Mütter - eine sinnvolle Maßnahme?
Massagetechnik 12. Dezember 2018 0

Sport & Wellness


Gerade in jüngster Vergangenheit boomen Einrichtungen und Veranstaltungen zum Thema Babywellness. Interessierte Eltern fragen sich, welche Formen dabei für ihren Nachwuchs machbar sind und ob das ganze überhaupt Sinn macht. Die Antwort ist nicht eindeutig zu finden.

Anregung, Entspannung oder Überlastung

Kinderärzte und Hebammen gehen davon aus, dass Babywellness sowohl die gesundheitliche als auch die körperliche und geistige Entwicklung fördert. Zudem kann der enge Kontakt zwischen Mutter und Kind die Bindung festigen. Im Gegenzug ist das Baby jedoch täglich unterschiedlichen Erfahrungen und Umgebungen ausgesetzt, die es verarbeiten muss. Damit kann das Kleine auch schnell überfordert werden.

Unterschiedliche Formen beim Babywellness

Als bekannteste Einrichtung von Babywellness gilt sicher das Babyschwimmen, bei dem die Kleinen auf sehr sanfte Weise erste Erfahrungen im Wasser machen können. Aufgrund einer anderen Bewegungsform und ohne festen Untergrund wird zudem die Motorik geschult und das Gehirn des Kleinen lernt, sich auf neue Situationen einzustellen. Der intensive Körperkontakt zwischen Baby und Mutter fördert das Vertrauen und trägt zur Festigung der Bindung bei. Eine andere Option beim Babywellness ist Baby-Yoga und Baby-Massagen, die als neue Trends gelten. Ob diese beiden tatsächlich gesundheitsfördernd und anregend auf das Wohl wirken, hängt vom Anbieter ab.

Wirkung von Babywellness auf Eltern und Kind

DreimonatskolikenBei sämtlichen Maßnahmen der Babywellness-Anwendungen müssen Eltern die Reaktionen ihres Kindes beobachten. Das fördert ebenso wie der enge körperliche Kontakt die Bindung zueinander und baut Vertrauen auf. Mit den Berührungen und unterschiedlichen Bewegungsabläufen entwickelt das Baby neue Eindrücke, der Aufenthalt im warmen Wasser und der anschließende Wechsel in die frische Luft ist für das Immunsystem wichtig. Natürlich wird die Entwicklung des Kleinen in Bezug auf seine Motorik und Sinneswahrnehmung unterstützt. Sanfte Massagen wiederum lösen Reflexe aus, die im Gehirn sonst erst später bekannt werden. Wer Baby-Yoga macht, bewegt die Ärmchen und Beinchen seines Kleinen auf sanfte Weise und bringt sie in unterschiedliche Positionen, die das Kleine noch nicht machen kann.

Babywellness – sinnvoll oder nicht?

Die sanften Bewegungen und die Nähe zur Mutter tun dem Baby mit Sicherheit gut. Immerhin soll sich das Kleine bei den Wellness-Maßnahmen ja auch entspannen und die Sicherheit und Geborgenheit seiner Bezugsperson spüren. Das ist gerade dann notwendig, wenn viele neue Reize und neue Eindrücke rundherum erfolgen. Wer einen Babywellness-Kurs besucht und sich dafür in fremde Umgebung begibt, wo noch dazu fremde Menschen sind, mutet seinem Baby auch viel zu. Deshalb ist es wichtig, genau darauf zu achten, dass die Herausforderungen ungewohnter Situationen mit engem körperlichen Kontakt und viel Zärtlichkeiten verbunden sind. Geschieht dies mit der Bezugsperson des Kleinen, kann sich ein Geborgenheitsgefühl entwickeln, das die Entspannung zusätzlich fördert. Die Maßnahmen beim Babywellness selbst können aber für das Kleine sehr ermüdend sein. Deshalb ist es wichtig, den Nachwuchs ganz genau zu beobachten, damit keine Überforderung entsteht.Baby Verwöhnung

Babywellness in seinen unterschiedlichen Facetten kann durchaus eine Bereicherung für Mütter und Babys sein. Vorausgesetzt, die Wahl fällt auf einen seriösen Anbieter und auf altersgerechte Maßnahmen. Dann kann die Entwicklung des Kleinen und die Bindung zueinander durchaus profitieren.

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