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Babys Essen 11. März 2019 0

Tipps & Ratschläge


Sobald das Baby nicht mehr allein von Mutter- oder Säuglingsmilch satt wird, wird es Zeit, den Speiseplan zu erweitern und das Essen zu erlernen. Laut Empfehlung des Forschungsinstitutes für Kinderernährung in Dortmund tritt dies im Alter zwischen 5 und 7 Monaten auf. Dann wird es Zeit, gemeinsam mit der neuen Form der Nahrung auch das Essverhalten selbst umzustellen.

Essen mit dem Löffel will gelernt sein

Nahrung BabyBabys haben von Geburt an den sogenannten Zungenstreckreflex, der gewährleistet, dass es keinen Schmutz oder kleine Steinchen bzw. Insekten verschlucken kann. Der Reflex bleibt bis zum sechsten Lebensmonat bestehen, damit kann es bei der Umstellung auf die Beikost gerade anfangs vorkommen, dass der Nachwuchs den Brei mit der Zunge wieder aus dem Mund schiebt. Auch wenn dieser Reflex nicht so stark ausgeprägt ist, muss das Kleine richtig lernen, das Essen vom Löffel zu konsumieren. Selbst mit Besteck essen sollten Eltern die Kinder lassen, sobald der Nachwuchs am Tisch sitzen kann. Nudeln oder weich gekochtes Gemüse, das gut mit einer Gabel aufgepickt werden kann, eignet sich dazu hervorragend. Ratsam ist es, auf Speisen mit Soßen zu verzichten, das hat zum einen den Vorteil, dass der Tisch und die Umgebung sauberer bleiben und zum anderen gewöhnt es Kinder daran, Gemüse auch pur zu essen.

Auf kindgerechtes Geschirr und Besteck achten

Oft gibt es bereits zur Geburt niedliches Kindergeschirr und Kinderbesteck als Geschenk. Beides kann ab den ersten Essversuchen des Kleinen dann auch direkt zum Einsatz kommen, muss allerdings einigen Ansprüchen gerecht werden. Unter anderem darf es keine scharfen Kanten oder spitze Ecken haben, immerhin soll sich der Nachwuchs nicht daran verletzen. Damit Teller und Tassen bzw. Becher einen sicheren Stand am Tisch haben, sollten sie am unteren Ende mit einem Gummiring versehen sein. So wird auch verhindert, dass das Geschirr rasch umkippt. Natürlich müssen sämtliche Utensilien frei von Schadstoffen, vor allem dem Weichmacher BPA sein. Auf Geschirr aus Melamin sollte gänzlich verzichtet werden. Denn das kann bei hohen Temperaturen Formaldehyd freisetzen. Dieses wiederum reizt die Haut und ist grundsätzlich gesundheitsschädlich. Besser ist ein Kindergeschirr aus ökologischen Produkten wie Maismehl oder Bambus.

Viel Ruhe und Geduld bei den ersten Versuchen

ernährungGrundsätzlich haben Babys ein sehr ausgeprägtes Hunger- und Sättigungsgefühl. Damit das auch so bleibt, sollten Eltern sehr bewusst mit ihrem Sprößling die Mahlzeiten einnehmen. Ablenkungen wie Spielzeug, Fernsehen oder ähnliches sind tabu – im übrigen auch für Mutter und Vater, denn die haben jetzt Vorbildwirkung. Das Essen sollte in Ruhe und mit viel Geduld abgewickelt werden. Dennoch ist es wichtig, dass Eltern auf die Selbstständigkeit des Kindes setzen. Auch wenn es zu Beginn noch mit dem Löffel gefüttert wird, kann es Sinn machen, ihm einen zweiten Löffel zum Spielen zu geben. Damit kann es sich mit dem neuen „Werkzeug“ vertraut machen. Auch wenn das Baby mit den kleinen Händen nach dem Essen greift, sollten Eltern dies zulassen. Denn das Ertasten ist eine wichtige sinnliche Erfahrung.

Baby’s erste eigene Mahlzeit ist ein Meilenstein in seiner Entwicklung und muss mit Ruhe und Gelassenheit seitens der Eltern begleitet werden. Eigenes kindgerechtes Besteck und Geschirr helfen dabei.

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