» » Hebammen finden - Wie finde ich eine geeignete Hilfe für mein Baby?
geburt 13. August 2019 0

Tipps & Ratschläge


Hebammen stehen werdenden Müttern während der Schwangerschaft zur Seite. In der Regel handelt es sich um angestelltes Klinikpersonal, welches Untersuchungen durchführt und auch die Geburt leitet. Spricht man von einer Familienhebamme, ist damit die Unterstützung einer Hebamme – meist auf freiberuflicher Basis – mit Zusatzqualifikation gemeint. Diese betreuen Mütter und ihr Neugeborenes bis zu einem Jahr, statten Hausbesuche ab und beraten sie zu wichtigen Themen rund um Gesundheit, Versorgung und Alltagsbewältigung.

So findet man eine geeignete Hebamme

geburt-schlafenWer gesetzlich versichert ist, hat einen Anspruch auf die sogenannte Hebammenhilfe. Hierbei übernimmt die Kasse die Kosten für eine Hebamme, die der Schwangeren auch schon vor der Geburt zur Seite stehen kann. Ob Geburtsvorbereitung, körperliche Beschwerden während der Schwangerschaft oder die Nachsorge – alle Situationen fallen in das Aufgabengebiet einer Hebamme.
Die erste Anlaufstelle für freiberufliche Hebammen sind Hebammenverbände und auch Arztpraxen, die eine örtliche Hebammenliste führen.

Wer sich während der Geburt eine bestimmte Hebamme an seiner Seite wünscht, muss schon im Vorfeld klären, welche Einrichtungen dafür infrage kommen. So kann vermieden werden, dass während der Geburt gezwungenermaßen ein Hebammenwechsel stattfinden muss. Hier sind Beleghebammen die richtige Wahl, die sich in der Einrichtung auskennen und eine Frau während und nach der Geburt begleiten.

Worauf kommt es bei der Wahl einer Hebamme an?

Der Vorteil einer Beleghebamme ist für viele Frauen, dass sie ein vertrautes Gesicht während der anstrengenden Geburt sehen. Sie sollten sich darauf verlassen können, dass sie ihnen professionell zur Seite steht und die Geburt ruhig und gewissenhaft begleitet. Schon beim ersten Kennenlernen merken Schwangere häufig, ob eine Hebamme zu ihnen passt oder nicht. Da sie idealerweise auch nach der Geburt noch anwesend sein wird und Hausbesuche abstattet, ist Vertrauen und eine gewisse Sympathie unentbehrlich. Nur so können Mütter sicherstellen, dass sie sich wohlfühlen und ihr Kind ebenfalls „in guten Händen“ wissen. Wichtige Eigenschaften sind vor allem Einfühlungsvermögen, Geduld und natürlich die fachliche Eignung. Hilfreich ist es außerdem, sich in Netzwerken mit Schwangeren auszutauschen, um mögliche Erfahrungen zu teilen und Kontakte zu knüpfen. Auch so kann der Weg zur passenden Hebamme erleichtert werden.

Die Suche gestaltet sich schwierig – was tun?

Baby Füße und HautEs kann passieren, dass sich zu Beginn keine passende Hebamme finden lässt. Der Grund: Überlastung und schlechte Arbeitsbedingungen. Seit dem Jahr 2016 ist die Suche insgesamt schwieriger geworden, da ein sogenannter „Geburtenboom“ stattfindet. Lange Arbeitszeiten für wenig Bezahlung – auch das belastet viele Hebammen, die ihren Beruf wechseln oder einen zusätzlichen Job annehmen müssen.

Wer nicht sofort eine Hebamme findet, sollte die Hoffnung jedoch nicht verlieren. Heutzutage gibt es auch die Möglichkeit, sich online über entsprechende Angebote zu informieren, Listen zu erstellen, diese abzuarbeiten und auf einen Rückruf der Hebamme zu warten. Aus diesem Grund sollte man sich zu Beginn nicht auf eine Wunschhebamme beschränken, sondern mehrere Personen kontaktieren, die infrage kommen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine helfende Hand finden lässt.

Schwangere haben einen Anspruch auf Hebammenhilfe. Eine passende Helferin (oder auch Helfer) lässt sich über Hebammenverbände, Arztpraxen oder auch im Netz finden. Wer einen Hebammenwechsel während der Geburt vermeiden will, entscheidet sich für eine Beleghebamme.

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