» » Enorme Milchproduktion - Wie geht man mit zu viel Muttermilch um?
Baby Milch geben 11. Juli 2019 0

Pflege & Gesundheit


Es gibt einige Mütter, deren Brüste vor allem in den ersten Monaten nach der Geburt zu viel Milch produzieren. Wer auch mit erhöhter Milchproduktion zu kämpfen hat, erfährt hier, wie man besser damit umgehen kann.

Zuerst Abhilfe schaffen…

  1. Ausstreichen: Ist das Problem noch nicht so fortgeschritten, reicht es oft, wenn man seine Brust ausstreicht. Dafür einfach mit der flachen Hand von der Außenseite der Brust in Richtung Brustwarze streichen und dabei zusammen mit der anderen Hand, die die Brust hält, einen leichten Druck ausüben. Man sollte unbedingt darauf achten, nicht zu viel auszustreichen, da dies die Milchproduktion anregt!
  2. Das Baby mit der Brust stillenBergaufstillen“ gegen die Schwerkraft: Wenn der Druck in der Brust schon so hoch ist, dass die Milch beim Milcheinschuss rausspritzt, lehnt man sich am besten beim Stillen zurück und bringt das Baby von oben zum Stillen an die Brust.
  3. Abdocken„: Sobald man merkt, dass der Milcheinschuss kommt, nimmt man das Baby von der Brust und lässt die Milch ablaufen, entweder in eine Stoffwindel oder in ein Gefäß, wenn man die Milch auffangen möchte.
  4. Stilleinlagen: Sie schützen vor durchnässten Oberteilen, jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Man sollte immer genug Nachschub in der Wickeltasche haben, damit man diese bei Bedarf austauschen kann.
  5. Milchauffangschalen: Diese Schalen legst man an, entweder, wenn zwischen den Stillmahlzeiten viel Milch aus der Brust ausläuft oder wenn während dem Stillen bei der „ungenutzten“ Brust viel Milch austritt. Der einzige Nachteil dieser Schalen ist, dass sie wenig für unterwegs geeignet sind.

…dann die Milchproduktion senken

  1. Die Brust nicht zu oft wechseln: Man sollte seinen Stilltag in 3-Stunden-Blöcken (oder 6-Stunden-Blöcke) einteilen und in diesen Böcken nur mit einer Brustseite stillen. Dabei spielt es keine Rolle, wie oft oder wie lange das Baby in diesem Zeitraum trinken möchte. Für die andere Brust kann man sich Abhilfe durch Ausstreichen schaffen.
  2. Abkühlen der Brust: Die meisten Hebammen empfehlen kühlen Magerquark oder mit einem Teigroller geplättete Weißkohlblätter (der Saft wirkt entzündungshemmend).
  3. Salbeitee trinken: Salbeitee wirkt abstillend. Hier sollte man jedoch vorsichtig mit der Menge sein, damit man nicht am Ende zu wenig Milch für das Baby hat. Man sollte sich Tasse für Tasse herantasten.

Überschüssige Milch verwenden, nicht verschwenden!

Man hat immer die Möglichkeit, die überschüssige Milch, die man gerade nicht benötigt, in einem Fläschchen oder sonstigen Behälter aufzufangen.

Diese Milch kann man:Stillen

  • in Muttermilchbeuteln einfrieren, um sie später wiederzuverwenden (maximal 6 Monate!).
  • dem Baby im Fläschchen geben. Achtung: Das kann bei manchen Kindern zu einer Saugverwirrung führen.
  • auch zum Reinigen des (wunden) Babypopos verwenden.
  • für Wehwehchen aller Art benutzen. Beispielsweise bei Bindehautentzündungen (bitte in Rücksprache mit der Hebamme, bzw. dem Kinderarzt), trockener Nase oder unreiner Haut, bzw. kleinen Hautverletzungen, wirkt die Muttermilch Wunder.
  • zusammen mit etwas Babyöl als Badezusatz verwenden. Nicht nur das Baby bekommt davon eine tolle Haut.

Milchüberschuss ist zwar anfangs anstrengend, kann aber mit den genannten Tipps entweder behoben oder sogar zum eigenen Vorteil genutzt werden, sodass man mit dem Baby wieder eine entspannte Stillbeziehung genießen kann.

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